Die diesjährige Hegeschau fand in der Turnhalle in Tännesberg statt. Rund 100 Jägerinnen und Jäger folgten der Einladung zum Veranstaltungsteil und wurden von den Grenzland Jagdhornbläsern unter der Leitung des stellvertretenden Hornmeisters Thomas Schmid, stilvoll begrüßt. Die organisatorische Ausführung übernimmt für die Behörde traditionell die BJV-Kreisgruppe Vohenstrauß mit ihren Hegegemeinschaften. In diesem Jahr lag die Verantwortung bei der Hegegemeinschaft Tännesberg.
An den traditionell mit grünen Tafeln ausgestatteten Stellwänden, versehen mit den jeweiligen Revierbeschriftungen, wurden die Gehörne des Rehwildes sowie Geweihe von Rot-, Dam- und Sikawild aus über 80 Revieren schon seit Donnerstag präsentiert. Die Ausstellung bot damit einen umfassenden Einblick in die Entwicklung und Struktur des Wildbestandes.
Der 1. Vorsitzende der BJV-Kreisgruppe Vohenstrauß, Michael Kraus, begrüßte die anwesende Jägerschaft und stellte zugleich interessante Vorträge in Aussicht. Im Anschluss wurde Stefan Wimberger als neuer Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten vorgestellt. Gleichzeitig verabschiedete sich die Versammlung von Forstdirektor Stefan Bösl, der in den Ruhestand eingetreten ist. Dabei wurde insbesondere die in den vergangenen Jahren gewachsene freundschaftliche und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Forst und Jägerschaft hervorgehoben.
Christoph Schmid, Leiter der unteren Jagdbehörde am Landratsamt, informierte die Anwesenden über aktuelle Änderungen im Jagdgesetz und deren Auswirkungen auf die Praxis. Naturparkranger Jonas Stände berichtete über Neuigkeiten aus dem Monitoring „große Beutegreifer” in der Region.
Grußworte richteten außerdem der BJV-Bezirksvorsitzende Alexander Flierl sowie Tännesbergs Bürgermeister Ludwig Gürtler an die Besucher. Auch Gäste aus anderen Kreisgruppen waren nach Tännesberg gekommen. Josef Weig von der Kreisgruppe Landshut und Michael Singer von der Kreisgruppe Weiden-Neustadt begrüßten die Vohenstraußer Jägerinnen und Jäger und unterstrichen damit die gute Vernetzung.
Für die Verpflegung sorgten die Jägerinnen mit einer Brotzeitkarte sowie einem reichhaltigen Kaffee- und Kuchenangebot, das von den Gästen gerne angenommen wurde. Auch für die Kleinsten gab es eine Bastelecke.
Am Ende waren sich die Teilnehmer einig, dass sich die Hegeschau längst von der oft kritisch bezeichneten „Knochenschau” zu einer wichtigen jährlichen Austausch- und Informationsveranstaltung entwickelt hat, bei der fachliche Themen, Zusammenarbeit und Gemeinschaft gleichermaßen im Mittelpunkt stehen.