Nachrichten über Krisen und Krieg machen oft auch vor den Kinderzimmern nicht Halt. Aus diesem Grund haben sich die Kinder des Tännesberger Kinderhauses in letzter Zeit zum Thema „Frieden” vor allem mit der biblischen Geschichte der „Arche Noah” beschäftigt. Im Familiengottesdienst am Sonntag wurde diese Geschichte dann von den Kindern in einem Spiel vorgetragen. Gut vorbereitet baute Noah, von Gott beauftragt eine Arche und lud alle Tiere darauf ein. Als der Regen begann waren Noah in die Tiere in Sicherheit. Um zu sehen, ob die große Sintflut nach dem Regen endlich vorüber war, schickte er eine Taube aus, die schließlich mit einem Zweig zurück kam. Als Zeichen seines Versprechens, die Erde nie wieder mit einer Flut zu überfluten, setzte Gott einen Regenbogen in den Himmel, der ebenfalls von den Kindern dargestellt wurde. Pfarrer Hösl erklärte anschließend, wie wichtig es sei, nach einem Streit auch wieder Frieden zu schließen, selbst wenn eine Entschuldigung auch mal schwer fällt. Die Kinder trugen textsicher Fürbitten vor und übernahmen zusammen mit den Mitarbeitern des Kinderhauses die musikalische Gestaltung. Ein herzliches Dankeschön von Pfarrer Hösl und einen großen Applaus von den zahlreichen Besuchern gab es dafür am Ende der Feier für Kinder und Personal der Einrichtung. Bereits während des Gottesdienstes schmückten 60. Luftballons, an denen eine von den Kindern gefaltete Friedenstaube hing, die Bänke im Kirchenraum. Gemeinsam mit Pfarrer und Ministranten zogen die Kinder so nach dem Segen auf den Kirchenvorplatz und schickten die Ballons mit den Tauben als Zeichen des Friedens in den wolkenlosen blauen Himmel. Lange noch wurden die „bunten Punkte” von den Kinderaugen verfolgt. Im Anschluss daran verkaufte der Elternbeirat der Einrichtung die mit Kuchenspenden der Eltern gefüllten Kuchenpakete. Der Erlös dafür kommt den Kinderhaus zugute.