Ein kleiner Kreis versammelte sich beim religiösen Frühschoppen der Marianischen Männerkongregation im Hotel Wurzer, bei dem Pfarrer Wilhelm Bauer die zehn Gebote in der Entstehung und Auslegung betrachtete. Man muss sich in die Zeit zurückdenken, als Moses die Israeliten aus der Knechtschaft der Ägypter führte. Damals herrschte Vielgötterei, wo Statuen angebetet, Menschen, Tiere und Sterne vergöttert wurden. Für die Israeliten gab es nur einen Gott, der in den ersten drei Geboten (sogenannte Gottesgebote) „festgeschrieben” wurde und das Verhältnis zu Gott regelt. So sollte auch das Wesen Gottes beschrieben werden und den Sonntag als lebenswichtigen Tag der Ruhe festigen. Die anderen sieben Gebote regeln das Zusammenleben der Menschen und gelten als Fundament für Glaube, Moral und Recht. Eine rege Diskussion wurde unter anderem über das fünfte Gebot -Du sollst nicht töten geführt. Dabei waren das eigene Leben, Abtreibung, Euthanasie und die Todesstrafe heikle Themen. Das Gebot (Recht), welches das Eigentum schützt, darf nicht einseitig betrachtet werden, denn mit dem Eigentum gehen auch Pflichten einher. Betrachtet man das sechste Gebot, so ist darin die Liebe und die Lebensweitergabe zu sehen.
Eine interessante Runde, stellte Obmann Dr Andreas Zinkl abschließend fest und bedankte sich bei Pfarrer Bauer und den Besuchern.