Seit 50 Jahren unterstützt und fördert die Reservistenkameradschaft (RK) die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK). Anlässlich der Jahreshauptversammlung der RK zog Walther Hermann eine Bilanz mit dem Ergebnis: Die Sammlungen für den Volksbund erbrachten bisher Gesamterträge von 50.500,09 D-Mark und 53.012,11 Euro.
Er blickte zurück auf den Beginn der Sammeltätigkeit im Jahr 1975 und führte sie auf eine Initiative von Rektor Leo Kies zurück, dem örtlichen Beauftragten des VDK. Die sonntägliche Büchsensammlung vor der Pfarrkirche habe noch das relativ mäßige Ergebnis von 215 DM erbracht, das sich auch in den folgenden Jahren nicht wesentlich verbessert habe. „Eine deutliche Steigerung sei erst eingetreten, als sich Kameraden in den 1980er Jahren für die Büchsensammlung zu Allerheiligen an den Friedhofstoren und für die Hauslistensammlung engagierten“, betonte Hermann und sprach von Gesamtergebnissen von 2.538 DM im Jahr 1986 und 3.300 DM im Jahr 1997. Stellung nahm er zu den wechselnden Ergebnissen der Euro-Zeit zwischen 1.780 Euro und 3.200 Euro und erinnerte an die der RK vom Volksbund „für hervorragendes Mitwirken am völkerverbindenden Dienst im Zeichen der fünf Kreuze“ verliehenen Auszeichnungen: 2023 Medaille „Madonna von Stalingrad“, 2025 Medaille „Friedenspark“. Darüber hinaus seien 16 Mitgliedern für 5- bis 40-maliges Sammeln Verdienstspangen von Bronze bis Weißgold verliehen worden. Er weckte Erinnerungen unter den Anwesenden, als er die Besuche der Kriegsgräberstätten in Bruneck, Verdun, Karfreit/Isonzo und Bärenstall/Wettsein im Elsass ansprach, „bei denen wir uns von der Verwendung der Sammelerlöse überzeugen konnten“. Wenig bekannt waren den RK-Mitgliedern Pflegearbeiten, die Schüler der Wirtschaftsschule vom 28.7. bis 2.8.1997 am Soldatenfriedhof am Futapass nahe Florenz und Pisa erbracht haben, auf dem 31 000 Gefallene des Zweiten Weltkrieges ruhen.