Bei hochsommerlichem Maiwetter lud der Pittersberger Gartenbauverein, mittlerweile längst schon traditionell und das seit rund 40 Jahren, wieder zum Bittgang ans Weberhölzl mit genau 517 Metern an den höchstgelegenen Geländepunkt unweit des Ortes. Mit den christlich-gläubigen Flurumgängen der Nikolauspfarrei lässt dabei alle Jahre der Gang durch die doch herrliche Natur als zugleich Wunder für die Gartler zu dieser Zeit gut verbinden. Und ihr Bittgang geht stets auch der alljährlichen Jahreshauptversammlung und somit quasi dem stets positiven Rechenschaftsbericht voraus.
Dort oben am sogenannten Weberhölzl des Kirchenwaldes steht nämlich auch ein althergebrachtes, markantes Flurkreuz mit Jesus und Maria unter zwei Jahrhunderte alten Linden, wo die Ortsbewohner ganz sicher auch schon so manche ihrer Sorgen in den Nöten der Zeit früher zur Gottesmutter hinauf getragen haben. Der Glaube an die Hilfe Marias war zu jeder Zeit und ist auch heute noch unter den Gläubigen groß.
Im Übrigen: Eine dieser mächtigen Linden ist krank und schwächelt, ob aufgrund des Klimawandels oder wegen was auch immer. Und die Sage bzw. Geschichte aus der Zeit der Vorfahren von dort oben „hausenden Rittern“ geht zurück bis ins achte Jahrhundert nach Christus. Auch der Name Weberhölzl stammt vermutlich aus dieser Zeit und von den damaligen Eigentümern.
Pfarrer Sagai selbst ging den Bittgang der Gartler mit und führte auf diese Weise durch gutes Beispiel auf dem einfach rund einen Kilometer weiten Bittgangweg von der Pfarrkirche weg an, die treuen Beter im Gebet und mit Marienliedern an seiner Seite. Eine gemeinsame, schöne Maiandacht mit Bittrufen und den schönsten Marienliedern samt des Geistlichen Helfers bei wunderbarer Atmosphäre auf der Höhe vor Ort folgte. Der Seelsorger spendete am Flurkreuz schließlich Gottes reichen Segen und lud nach auch guten Gesprächen der Gläubigen untereinander bei herrlichem Blick von untergehender Sonne von Westen her zum Rückmarsch ein.
Und zurück im Schützenheim folgte die Jahreshauptversammlung 2026 und auch die spendierte, großzügige sowie reichhaltige und pikante Brotzeit der Gartler durch das bewährte Team des Kräutergartens. Die Mitglieder sagten Danke und meinten bei gutem Hunger „Mensch, was willst du mehr!“