Im menschlichen Körper ist sie Multitalent und Schwerarbeiter, und wenn es ihr nicht gut geht, leidet sie oft still: die Leber. Auf Einladung des Katholischen Frauenbunds Burkhardsreuth stellte Naturheilkundlerin Manuela Pühl aus Neustadt am Kulm dieses vor allem für die Körperentgiftung unentbehrliche Organ vor, dessen Regenerationsfähigkeit schon die alten Griechen verblüffte, wie die Sage von Prometheus und dem Adler belegt.
Zum „Organ unserer Zeit” – so die Überschrift ihres Vortrags im Burkhardsreuther Jugendheim – werde die Leber vor allem wegen der Belastungen, denen der Körper mehr denn je durch hochverarbeitete und mit vielfältigen Zusatzstoffen versetzte Lebensmittel, Umweltgifte, Medikamente wie Paracetamol, chemische Kosmetika, Stress, schwermetallhaltige Zahnfüllungen und Impfungen und vieles mehr ausgesetzt sei. Alles dies halte das etwa 1,5 Kilogramm schwere Filterorgan auf Trab. Zwar verliefen Leberleiden häufig schmerzlos, erfuhren die gut 60 Vortragsbesucher. Jedoch könnten bestimmte mitunter unspektakulär anmutende körperliche Beschwerden auch auf Funktionsstörungen hindeuten.
Als mögliche Indizien nannte Manuela Pühl unter anderem Magenkrämpfe, Durchfall, plötzlich auftretende Trigeminusschmerzen im Gesicht, akute Fußschmerzen, ischiasartige Schmerzanfälle, „schlangenförmige” Augenrötungen, Depressionen und seitliche Kopfschmerzen, die als „Leberkopfschmerzen” bekannt seien. Auch Muskelkrämpfe könnten von Leberproblemen herrühren: „Nicht immer ist Magnesiummangel primäre Ursache.” „Leberflecken” könnten ebenfalls ein Hinweis sein und trügen ihren Namen insoweit zu Recht. Braunäugige Menschen seien öfter als andere von Leberleiden betroffen.
Eine entlastende und heilende Wirkung, so Pühl, spreche die Naturheilkunde der Mariendistel, dem Löwenzahn, der Artischocke und anderen bitterstoffhaltigen Pflanzen und Früchten wie Rucola, Grapefruit oder Wermut zu. Mäßiges Essen und Stressvermeidung täten nicht nur der Leber gut.