Seit 22 Jahren ist Jutta Schindler Schatzmeisterin der Krieger- und Soldatenkameradschaft Burkhardsreuth (KSK). Und ausgerechnet ihr Vater Franz Schmid hatte ihr den Einstieg nicht leicht gemacht: „Sein Kommentar lautete damals: Jetzt sind Frauen in der Vorstandschaft – nun gehts bergab mit dem Verein”, erinnerte sich die Blankenmühlerin bei der Hauptversammlung im alten und neuen Burkhardsreuther Vereinslokal Lober.
In den letzten Jahren war es dann die Auflösung mehrerer oberpfälzischer Soldatenvereine, die mancher als böses Omen für das „Kriegervereinswesen” im Allgemeinen deutete. Tatsächlich aber trotzt der Trabitzer Reservistenverein weiterhin dem Trend und wuchs 2025 um zwölf neue Mitstreiter. Damit zählt die KSK 100 männliche und sieben weibliche Mitglieder. „Im Kreisverband Eschenbach des Bayerischen Soldatenbunds ist nur der Vorbacher Verein mit 116 Kameraden größer”, hielt Soldatenbunds-Kreisvorsitzender Peter Lehr in seinem Grußwort fest.
Auch die von Schießwart Johannes Nickl gezogene sportliche Bilanz konnte sich sehen lassen: Beim letztjährigen Kreisvergleichsschießen überzeugten Florian Fenzl, Stefan Groß und Jutta Schindler mit ersten Plätzen in ihren jeweiligen Klassen, sechs weitere Schützen schafften es auf Stufe zwei, und in der „Mannschaftswertung 1” erklomm je ein KSK-Team die erste, zweite und dritte Siegerpodeststufe. Vorsitzender Markus Reiß erinnerte in seinem Jahresbericht an den Wiedereinzug der Vereinsfahne ins alt-neue Stammlokal Lober (jetzt „Zur Wirti”) am 23. August, das Kirwa-Schlachtschüsselfest und den neuen Rekord bei der Kriegsgräberspendensammlung: 1.312,88 Euro landeten an Allerheiligen in den Sammelbüchsen – 72,60 Euro mehr als 2024.
Nur wenige Änderungen brachten die Leitungskreis-Neuwahlen: Die meisten Amtsträger, darunter Voritzender Markus Reiß, Schatzmeisterin Jutta Schindler und Schießwart Johannes Nickl, wurden bestätigt, Josef Kroher löste Josef Hader, der nicht erneut kandidiert hatte, als Vizevorsitzender ab.