Zukunftsangst: Dieses Wort kennt man auch im „reichen“ Deutschland. Junge Menschen sorgen sich um ihre berufliche und familiäre Zukunft, um Klimawandel, inneren und äußeren Frieden. Doch so ernst das alles ist: In einem Land wie Kamerun hat „Zukunftsangst“ noch einen weitaus ernsteren Klang. Daran erinnerten Pfarrer Edmund Prechtl und die Katholische Landjugend im „Misereor“-Jugendgottesdienst in der Burkhardsreuther Jakobuskirche.

Den Kontrast zwischen den Sorgen junger Menschen in Deutschland und Kamerun veranschaulichten die Jugendlichen anhand zweier Altersgenossen aus den beiden Ländern: Während hierzulande Schulpflicht und breit gefächerte Ausbildungsangebote den weitaus meisten jungen Leuten trotz mancher Schwierigkeiten und Ungewissheiten Optionen für eine würdige und freie Zukunft böten, mangele es in Kamerun oft an elementaren Gegebenheiten. Wo Kinder schon in jungen Jahren den Familien mit eigener Arbeit helfen müssten, bleibe kaum Zeit für Schulbesuch. Damit sei meist auch die Chance auf eine berufliche Zukunft verbaut.

Ohnehin sei das knappe Lehrstellenangebot schlecht an die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes angepasst. Aufgrund verbreiteter Korruption komme man oft nur über „Eintrittsgelder“ an einen Ausbildungsplatz heran, und die Lehre selbst müsse auch bezahlt werden. Hilfsorganisationen wie „Misereor“ und ihre kamerunischen Partnerinstitutionen begleiteten junge Afrikaner auf ihrem Schul- und Ausbildungsweg beratend und finanziell im Sinne des Evangeliums, das zur Solidarität aufrufe: „Zukunft beginnt dort, wo Menschen Mut machen und andere unterstützen. Arbeiten wir miteinander im Vertrauen auf Gottes Beistand daran, neue Wege zu schaffen und die Welt menschlicher zu gestalten. Hier fängt zusammen Zukunft an.“ Ein Projektchor der Landjugendgruppe setzte mit modernen geistlichen Liedern die musikalischen Akzente, und zum Schluss belohnten die Besucher in der voll besetzten Kirche die jungen Christen mit herzlichem Beifall.