„Hier ist das Paradies!“ Das war der spontane Kommentar einer Ukrainerin im Reifekeller der Hofkäserei Wohlfahrt in Weißenberg. Auf deckenhohen Regalen entwickelt sich dort der köstliche Käse. Diese Ukrainerin und ihre Kollegen aus Belarus, dem Iran, Rumänien, Russland, Syrien und der Ukraine besuchen derzeit einen berufsbezogenen B2-Deutschkurs an der VHS Amberg-Sulzbach. Hier lernen sie wichtigen Wortschatz für ihre spätere Berufstätigkeit, vor allem bekommen sie einen Einblick in die deutsche Arbeitswelt. Wie ist ein Familienbetrieb organisiert? Welche Bedeutung hat die Milchwirtschaft für die bayerische Wirtschaft? Wie gehen Unternehmen mit den Herausforderungen der Energiewende um?
Antworten auf diese und viel mehr Fragen erhielten die Deutschlernerinnen und -lerner bei einer Exkursion zur Hofkäserei Wohlfahrt in Weißenberg. Der Chef Harald Wohlfahrt führte sie durch den ganzen Betrieb. Die Besucher interessierten sich für die Ausbildungsberufe in der Käserei, Hygiene und die Mikrobiologie der Milchverarbeitung. Wohlfahrt berichtete, dass die Käserei pro Jahr rund 3 Mio. Liter Milch zu etwa 300.000 kg Käse verarbeitet. Dabei reicht das Angebot von Mozzarella bis Hartkäse.
Der Höhepunkt der Exkursion war die Käseverkostung. Acht Sorten, eine wohlschmeckender als die andere, hatte Wohlfahrt für die Besucher vorbereitet. Die vielen Käsesorten begeisterten die Besucher, und sie fragten Wohlfahrt nach dem Geheimnis, wie man so guten Käse macht: „Das geht nicht einfach so. Käse ist eine Leidenschaft.“