Die Gemeinde blüht – und das soll auch so bleiben. Doch was nach der farbenfrohen Frühlingszeit oft achtlos im Müll oder Kompost landet, bekommt in Schlammersdorf jetzt eine zweite Chance: Blumenzwiebeln.
Mit einem Augenzwinkern, aber klarer Botschaft ruft die Gemeinde ihre Bürgerinnen und Bürger dazu auf, abgeblühte, aber noch intakte Zwiebeln nicht zu entsorgen. Denn was manche nicht wissen: Tulpen, Narzissen und Krokusse sind keineswegs „verbraucht“. Als mehrjährige Speicherorgane können sie im nächsten Jahr erneut austreiben – vorausgesetzt, sie landen wieder in der Erde statt im Abfall.
Genau hier setzt die neue Initiative an. Statt die Pflanzenreste wegzuwerfen, können sie gesammelt und im Herbst auf öffentlichen Flächen neu eingepflanzt werden. Das spart Ressourcen, verschönert langfristig das Ortsbild und bietet ganz nebenbei auch frühen Insekten eine wichtige Nahrungsquelle.
Damit die Aktion reibungslos funktioniert, wurde im Keller des Leichenhauses eine Sammelbox eingerichtet – eine ungewöhnliche, aber praktische Lösung. Dort können nicht mehr benötigte Blumenzwiebeln einfach abgegeben werden. Bürgermeister Johannes Schmid zeigt sich zuversichtlich: „Wenn viele mitmachen, können wir gemeinsam dafür sorgen, dass Schlammersdorf jedes Jahr ein Stückchen bunter wird.“