Die Gemeinde hatte im Rahmen ihrer Seniorenarbeit zum informativen Vortrag „Wohnen im Alter“ ins Bürgerhaus eingeladen. Seniorenbeauftragter Gerhard Löckler begrüßte hierzu Udo Müller aus Eschenbach, der ehrenamtlich im westlichen Landkreis als Wohnberater unterwegs ist. Sein zentrales Anliegen: älteren Menschen zu ermöglichen, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben – getreu dem Motto „Daheim statt im Heim“.
Müller betonte gleich zu Beginn, dass der Wunsch, im Alter in vertrauter Umgebung zu bleiben, bei nahezu allen Seniorinnen und Senioren an erster Stelle steht. Damit dieser Wunsch Realität bleiben kann, sei jedoch wichtig, frühzeitig zu prüfen, ob die eigene Wohnung Komfort, Sicherheit und Barrierefreiheit bietet. „Rechtzeitig nachdenken schützt vor bösen Überraschungen“, so der Referent.
Die Wohnberatung des Landkreises biete eine individuelle, kostenlose und unverbindliche Unterstützung an. Dabei werde die Wohnung direkt vor Ort begutachtet. Müller erläuterte, welche Maßnahmen sinnvoll sein können – von einfachen Umstellungen der Möbel über den Einsatz von Hilfsmitteln bis hin zu größeren baulichen Veränderungen etwa im Eingangsbereich oder im Badezimmer. „Am Ende entscheiden Sie selbst, was umgesetzt wird. Ich gebe lediglich Tipps und Ratschläge“, stellte der Wohnberater klar.
Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags war die Hilfsmittelversorgung: Welche Hilfsmittel sind geeignet? Wie bekommt man sie? Welche Schritte sind notwendig? Auch hierzu biete die Beratung praktische Unterstützung. Zu den vorgestellten Beispielen zählten u. a. Haltegriffe, Treppenhilfen oder digitale Assistenzsysteme für Smartphones und Tablets.
Besonderes Interesse weckte der Überblick über mögliche Finanzierungs- und Förderprogramme. Udo Müller stellte die wichtigsten Varianten vor – von Mitteln des sozialen Wohnungsbaus über KfW-Förderungen bis hin zu Zuschüssen der Pflege- und Krankenkassen. Anhand zahlreicher Bilder wurde aufgezeigt, wie barrierefreie Haus- und Wohnungsanpassungen aussehen können – von Hauseingängen und Treppen über Badumbauten bis hin zu modernen Badewannentüren, die sich nachträglich einbauen lassen.
Als übergeordnetes Ziel nannte der Wohnberater den Erhalt der Selbstständigkeit und die Möglichkeit, in vertrauter Umgebung zu bleiben. Durch kluge Umbauten und den Einsatz von Hilfsmitteln könne nicht nur das Sicherheitsgefühl gesteigert, sondern oft auch ein Umzug ins Heim vermieden werden. Darüber hinaus wies der Redner auf das Netzwerk möglicher Unterstützungsangebote hin – etwa ambulante Pflegedienste, soziale Dienste und Beratungsstellen. Zum Abschluss stellte Müller einige hilfreiche Internetseiten zur digitalen Wohnberatung vor, darunter staatliche Informationsportale und Online-Angebote zur barrierefreien Gestaltung.

Gerhard Löckler bedankte sich mit einem kleinen Präsent herzlich für den aufschlussreichen Vortrag. Auch lud er bereits zum Seniorennachmittag am Mittwoch, 17. Dezember, um 14.30 Uhr ins Bürgerhaus ein. In gemütlicher Runde werde dann bei Kaffee und Kuchen das neue Buch über die vielen Flur- und Kleindenkmäler in der Pfarrei vorgestellt.