Veröffentlicht am 08.06.2026 09:37

Alte Quellen und neue Medien: 8. Klasse des Erasmus-Gymnasiums verbindet Archivarbeit mit digitalem Lernen

von Laura Dietl

Bevor es an die digitale Aufbereitung ging, wurden die historischen Quellen analog von den Schülerinnen und Schülern im Stadtarchiv Amberg untersucht. (Bild: Laura Dietl)
Bevor es an die digitale Aufbereitung ging, wurden die historischen Quellen analog von den Schülerinnen und Schülern im Stadtarchiv Amberg untersucht. (Bild: Laura Dietl)
Bevor es an die digitale Aufbereitung ging, wurden die historischen Quellen analog von den Schülerinnen und Schülern im Stadtarchiv Amberg untersucht. (Bild: Laura Dietl)

27 Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe des Erasmus-Gymnasiums forschten im Stadtarchiv Amberg zur Industriegeschichte der Stadt und präsentieren ihre Ergebnisse nun öffentlich zugänglich auf Instagram.

Wie arbeitet man in einem Archiv? Was verraten Quellen über die Industrialisierung in Amberg? Und wie präsentiert man Geschichte so, dass sie Jugendliche anspricht? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Klasse 8b des Erasmus-Gymnasiums im Rahmen eines Geschichtsprojekts.
Im Mittelpunkt stand ein Besuch im Stadtarchiv Amberg. Dort arbeiteten die Jugendlichen in Kleingruppen mit historischen Quellen zur ehemaligen Emailwarenfabrik Baumann. Unterstützt wurden die Schülerinnen und Schüler von Stadtarchivar Dr. Andreas Erb sowie ihrer Geschichtslehrerin Laura Dietl. Besonders beeindruckt zeigte sich die Klasse davon, mit echten historischen Quellen arbeiten zu dürfen. „Ich fand es schön, die ganzen originalen Sachen zu sehen. Es war schon irgendwie eine Ehre“, berichtet ein Schüler rückblickend.

Anschließend wurden die Ergebnisse kreativ und digital aufbereitet. Unter dem Instagram-Account „@erasmus.forscht“ entstanden Beiträge, Bilder und Einblicke rund um die Archivarbeit zur Firma Baumann. Ziel war es, historische Inhalte nicht nur zu erforschen, sondern sie auch zeitgemäß und jugendnah zu präsentieren. „Ich finde Instagram geeignet, um Geschichte darzustellen, weil sich Jugendliche heutzutage so viel mehr dafür interessieren, als wenn’s nur im Schulbuch steht“, erklärt eine Schülerin.
Der Account wird nach und nach mit Leben und Kreativität gefüllt und macht die Ergebnisse des Projekts nun auch außerhalb des Unterrichts sichtbar. Jeder, der sich also Amberger Industriegeschichte direkt ins Wohnzimmer holen und selbst ein wenig Archivluft schnuppern möchte, ist eingeladen, dies nun mithilfe der Beiträge der Schülerinnen und Schüler zu tun und dem Account zu folgen.

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