Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes und einem anschließenden Festabend im Pfarrheim beging die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) St. Johannes am Samstag ihr 70-jähriges Gründungsjubiläum. Banner- und Fahnenträger der Vereine und Verbände gaben dem Auftakt einen würdigen Rahmen, ehe sich die Festgesellschaft im Pfarrheim versammelte.
Vorsitzender Hermann Stadler ließ in seinem Rückblick die bewegte Geschichte der KAB Revue passieren. „Am 29. Februar 1956 haben 20 engagierte Männer den Grundstein gelegt”, betonte Stadler. Heute zähle der Ortsverband 75 Mitglieder und sei durch Zusammenschlüsse weiter gewachsen.
Die Festansprache hielt Diözesanpräses Stefan Rödl, der den Blick bewusst in die Zukunft richtete. Er sprach über Chancen und Risiken der Künstlichen Intelligenz und mahnte zu einem verantwortungsvollen Umgang: Technik müsse dem Menschen dienen nicht umgekehrt. Gerade kirchliche Verbände seien gefordert, ethische Orientierung zu geben.
Unter den Gästen waren zahlreiche kirchliche und kommunale Vertreter, darunter Präses Pfarrer Gottfried Schubach, Pfarrvikar Jomet Joy, Ruhestandspfarrer Gerhard Pausch sowie Bürgermeister Reinhold Wildenauer. In ihren Grußworten würdigten sie das langjährige Engagement der KAB für soziale Gerechtigkeit und das Gemeinwohl.
Das Vereinsleben, so Stadler, sei stets breit gefächert gewesen: Von Betriebsbesichtigungen über Vorträge bis hin zu geselligen Veranstaltungen wie Grillabenden oder dem traditionellen „Ausbuttern”. Ein fester Bestandteil sei seit über 25 Jahren das Fastenessen, dessen Erlös regionalen Einrichtungen zugutekomme. Auch gesellschaftspolitisch habe sich die KAB eingebracht, etwa bei Aktionen zum Schutz des Sonntags oder zur Mütterrente. „Nicht alles entspricht unseren Vorstellungen”, so der Vorsitzende.
Stolz zeigte sich Stadler, dass die langjährigen Vorstandschaft im Vorjahr für ihr Engagement mit der roten Ehrennadel des Diözesanverbandes ausgezeichnet wurde. Der Abend klang in geselliger Runde aus.