KAB-Ortsvorsitzender Hermann Stadler übergibt mit Vorstandsmitgliedern die Spende an die Leiterin des Frauenhauses. Frau En ikö Nagy. (Bild: Alois Schröpf)

KAB St. Johannes unterstützt Frauenhaus Weiden

Im Rahmen der Monatsversammlung der KAB Weiden St. Johannes stellte Frau Enikö Nagy, die Leiterin des Frauenhauses Weiden, die Einrichtung vor. Dabei verwies sie mit zahlreichen statistischen Zahlen auf die Dimension häuslicher Gewalt. Laut Kriminalstatistik 2023 wurden etwa 260.000 Frauen Opfer von Partnerschaftsgewalt. Die Delikte reichen dabei von Bedrohung, über Körperverletzung, Stalking bis zu Totschlag und Mord. Dabei handelt es sich nicht um private Einzelfälle, sondern um ein drängendes gesamtgesellschaftliches Problem. Zwar gibt es in Deutschland 380 Frauenhäuser, es fehlen aber 14.000 Frauenhausplätze. Das Frauenhaus Weiden besteht seit 30 Jahren. Es gewährt Frauen und ihren Kindern, die von häuslicher Gewalt bedroht und betroffen sind, Schutz, Beratung und Begleitung. Das Einzugsgebiet erstreckt sich über die Landkreise Neustadt und Tirschenreuth sowie die Stadt Weiden. Die Finanzierung des Frauenhauses erfolgt derzeit durch den Freistaat Bayern, die beteiligten Kommunen und den Träger, das Diakonische Werk Weiden. Nach dem neuen Gewalthilfegesetz soll ab 2027 der Freistaat die Frauenhäuser finanzieren. das bestehende Hilfesystem sichern und einen schrittweisen Ausbau ermöglichen. Frau Nagy schilderte anschaulich den Ablauf beim Aufenthalt und Alltag im Frauenhaus und ergänzte ihre Ausführung mit einem eindrucksvollen Video. KAB-Ortsvorsitzender Hermann Stadler dankte der Referentin für die interessanten und aufrüttelnden Informationen zum Frauenhaus Weiden und überreichte eine Spende in Höhe von 500 €. Dies war der Erlös vom diesjährigen Fastenessen, der traditionell einem sozialen Zweck zugeführt wird.
Präses Gottfried Schubach ehrt langjährige Mitglieder.  (Bild: Alois Schröpf )

KAB St. Johannes ehrt treue Mitglieder und setzt soziales Zeichen

Rückblick, Ehrungen und gelebte Solidarität standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der KAB St. Johannes im Pfarrheim. Vorsitzender Hermann Stadler konnte zahlreiche Mitglieder begrüßen und auf ein vielseitiges Vereinsjahr zurückblicken. Ein geistlicher Impuls eröffnete den Abend und stellte den Gedanken von Gemeinschaft und sozialer Verantwortung in den Mittelpunkt. Danach zog die Vorstandschaft Bilanz: Das Jahresprogramm reichte vom Fastenessen über Grillabend und Adventfeier bis hin zu Vorträgen und Reiseberichten. Insgesamt wurden rund 550 Gäste bei den Veranstaltungen gezählt. Besonders gefragt war erneut das Fastenessen, das mit 181 Portionen einen neuen Höchstwert erreichte. Auch inhaltlich zeigte sich die KAB breit aufgestellt. Themen wie „Mein digitales Erbe“ oder Pflegegrade stießen ebenso auf Interesse wie Beiträge zur Heimatkultur oder Reisen ins Elsass. Aktuell zählt der Ortsverband 75 Mitglieder. Ein Höhepunkt der Versammlung waren die Ehrungen: Hans Person wurde für 40 Jahre, Reinhard Meier für 25 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet. Präses Gottfried Schubach überreichte Urkunden und Ehrennadeln. Zum Abschluss dankte die Vorstandschaft allen ehrenamtlichen Helfern. Ohne deren Einsatz sei ein solch lebendiges Vereinsleben nicht möglich, so Stadler. Ein starkes Zeichen sozialer Verantwortung setzte der KAB-Kreisverband Nordoberpfalz mit einer Spende in Höhe von 600 Euro an das Frauenhaus Weiden. Die Einrichtung bietet Frauen und Kindern Schutz vor häuslicher Gewalt und begleitet sie auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben. Vertreter der KAB übergaben den Betrag im Rahmen eines Besuchs vor Ort. Leiterin Enikö Nagy dankte für die Unterstützung, die unmittelbar den Bewohnerinnen zugutekommt. „Wir wollen nicht nur reden, sondern konkret helfen“, hieß es bei der Übergabe. Gerade angesichts steigender Nachfrage sei die Arbeit des Frauenhauses wichtiger denn je. Die KAB unterstreicht damit ihren Anspruch, christlich-soziale Werte praktisch umzusetzen. Mit Rückblick, Anerkennung und gelebter Solidarität zeigte sich die KAB St. Johannes einmal mehr als aktiver Bestandteil des kirchlichen und gesellschaftlichen Lebens in der Region.
Fasziniert und amüsiert verfolgten die Gäste die Ausführungen von Martin Stangl. (Bild: Alois Schröpf)

Vom „Malaff” zum „Haidlbrumma” - Mundartsammler Martin Stangl zu Gast bei der KAB St. Johannes

Mit einem humorvollen und unterhaltsamen Streifzug durch den Oberpfälzer Dialekt zum Thema „Waij ma da Schnobl gwachsn is” begeisterte Martin Stangl, der laut persönlicher Vorstellung langjährige „Bouchtandlera” as da Wei(d)´n, die zahlreichen Zuhörer bei der KAB im Pfarrheim St. Johannes. Er erzählte von seinen prägenden Erfahrungen als „Stodera” af´m Augustinus (Gymnasium), als er sich, umgeben von vielen dialektsprechenden Schulkameraden, lange Zeit schwertat, zu verstehen, von was gerade die Rede war. Sein Interesse an den regional sehr unterschiedlichen Dialekten wurde geweckt. Über viele Jahre sammelte er typische oberpfälzische Wörter und Redewendungen und veröffentliche mehrere Bücher zum Oberpfälzer Dialekt, der sich von Süd nach Nord - von der ehemaligen Reichsstadt Regensburg bis nach Isling und Tirschareit - deutlich unterscheidet. Er erklärte die Bedeutung typischer Wörter wie „fei” und „wou” und nannte viele vertraute Bezeichnungen zur Abstufung beim Rausch vom „Dampf” übern „Rous”, „Surra”, Seia bis hin zum „Zintara” und „Brennestera”. Nahezu unerschöpflich war auch sein Fundus von Kraftausdrücken. Martin Stangl nannte hier beispielhaft u. a. den „Malaff”, „Blaidl”, „Gloifl”, „Muhagl” und „Haidlbrumma”. Die Besucher hörten fasziniert und amüsiert zu und steuerten selbst viele originelle Beispiele typischer Oberpfälzer Ausdrücke bei. KAB-Vorsitzender Hermann Stadler bedankte sich abschließend beim Referenten für den kurzweiligen und informativen Abend und überreichte ihm als „Vergelts Gott” eine Spende für die Tafel, die er auch aktiv unterstützt.
north