Kaum sind die Recherchen für die „Schuxn, Schoitln und Schlosserboum“ abgeschlossen und im Buch veröffentlicht, wagt der ehemalige „Buchtandlara“ Martin Stangl, wie er sich selbst gerne bezeichnet, ein neues Projekt. Unter dem Titel „Weidener Heimatgefühle - Spannendes und Überraschendes in alten Postkarten-Ansichten“ soll in den nächsten Monaten ein neues Buch erscheinen. Die Mitglieder der KAB St. Johannes dienten als dankbare Versuchsbühne für eine spannende und unterhaltsame Zeitreise.
Bei seinen Recherchen hat er u. a. entdeckt, dass es in Weiden früher ein Bankenviertel und ein Villenviertel gab. Weitere Kapitel beschäftigten sich mit Weidens Kirchen, Schulen und Militärgeschichte. Mit vielen Anekdoten von Gesprächen mit Zeitzeugen ließ er die Geschichte lebendig werden und die Gäste steuerten selbst viele Erinnerungen an die gute alte Zeit bei. In faszinierenden Bildern beleuchtete Stangl auch den Bau der Eisenbahn ab 1863, der als Startschuss für die rasante industrielle Entwicklung der Stadt diente. Die beiden bis heute prägenden Porzellanfabriken Bauscher und Seltmann sowie die Glashütte Kupfer – später Detag bzw. Flachglas - lagen damals weit vor der Stadt, zum Teil in der damals noch selbständigen Gemeinde Moosbürg.
Das Publikum erkannte zahlreiche markante Bauwerke (vom Schützenhaus bis zum Storchenbrunnen am Oberen Markt) wieder. Der Verlust vieler reizvoller Bausubstanz durch Abrisse und Modernisierungen wurde zwar bedauert. Zugleich freuten sich die Gäste über positive Veränderungen wie die restaurierte Fassade am Geschäftshaus Max-Reger-Straße/Ringstraße.
KAB-Ortsvorsitzender Hermann Stadler dankte abschließend dem Referenten für den interessanten und kurzweiligen Vortrag.