„Zwischen Deepfakes und Desinformation – Was kann ich noch glauben“ lautete der Titel der Veranstaltung zu der das Landvolk einlud. Bettina Irlbacher von der KLB Brudersdorf-Diendorf konnte über 60 Interessierte zum Vortrag von Jana Heil im Jugendwerk Nabburg begrüßen. Die junge Journalistin ist beim BR-Faktenfuchs tätig, wo man es sich zur Aufgabe gemacht hat, Meldungen auf ihre Wahrheit zu prüfen.
Zunächst erklärte Jana Heigl, was unter Desinformation zu verstehen ist: Erfundene, betrügerische, oder irreführende Inhalte und falsche Zusammenhänge entstehen Fakten und Zahlen aus dem Zusammenhang gerissen oder Bilder manipuliert werden, Scheinargumente oder Pseudo-Experten eingesetzt werden.
Eine funktionierende Demokratie braucht einen gesellschaftlichen Diskurs, der sich auf Fakten stützt. Desinformation untergräbt daher da demokratische System und sät Zweifel mit dem Ziel, dass Menschen nicht mehr wissen, was und wem sie glauben sollen.
Wichtig war der Referentin die Frage, wie man sich vor Desinformation schützen kann. Dazu muss man wissen, wie die Manipulationen wirken. Beispielsweise glauben Menschen Nachrichten eher, wenn sie sie immer wieder hören oder wenn sie „ins eigene Weltbild passen“. Bevor hochemotionale Meldungen und Bilder weitergeteilt werden, sollte nach dem Urheber geforscht werden um sich ein Bild von der Zuverlässigkeit der Quelle machen.
Jana Heigl wies auf die Möglichkeiten der Bilderrückwärtssuche im Internet hin und in einer praktischen Übung versuchten die Besucherinnen und Besucher mit diesem Instrument ein Foto auf seine Echtheit zu prüfen. Zum besseren Verständnis zeigte die Referentin verschiedene Fotos, bei denen es KI-erstellte Bilder von echten zu unterscheiden galt. Dabei zeigte sie, an welchen Stellen künstlich erstellte Bilder erkennbar sein können. Erstaunt waren viele Besucherinnen und Besucher von den Möglichkeiten, mit den denen Bilder, Filme und Sprachnachrichten täuschend echt durch KI erzeugt werden können. Die Journalistin rief deshalb dazu auf, Nachrichten nicht zu trauen, die „zu schön sind, um wahr zu sein“. Hier sei unbedingt Vorsicht geboten.
Nach dem interessanten und sehr informativen Vortrag hatten gab es noch eine lebhafte Diskussion. „Die Fülle von Möglichkeiten, die das Internet mit Social Media und KI bieten um Desinformationen zu verbreiten machen nachdenklich“ resümerte Kreisvorsitzender Manfred Wendl. „Das Wissen sei aber erforderliches Handwerkszeug um Informationen richtig einordnen zu können.“