Eine großzügige Spende in Höhe von 1.600 Euro überreichten die Frauen des Katholischen Frauenbundes Waldthurn für die Restaurierung des Lamms am Hochaltar der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung auf dem Fahrenberg. Pfarrer Norbert Götz zeigte sich von der Höhe des Betrages beeindruckt und dankte den Frauen herzlich für ihr Engagement.

„Ich bin vollkommen platt, wenn ich diesen Betrag sehe, den ihr heute spendet“, sagte Götz bei der Übergabe in der Pfarrkirche St. Sebastian Waldthurn. Das Geld stammt aus den zahlreichen Aktivitäten des Frauenbundes. Besonders erfolgreich war in diesem Jahr der Verkauf der selbst gebundenen Kräuterbüschel und Kräuterkränze zu Mariä Himmelfahrt. Rund 200 Kräuterbüschel und knapp 50 Kränze konnten dabei an die Bevölkerung auf Spendenbasis und auch verkauft werden.

„Was dieser Waldthurner Frauenbund leistet, ist unglaublich.“
Dass das Lamm am Hochaltar restauriert werden muss, wurde erst vor wenigen Monaten entdeckt. Als das Gnadenbild für das Ankleiden mit seinem neuen Gewand vorbereitet wurde, stellten der Fahrenberger Florian Weig und Sandro Reil (Organist und Mesner) fest, dass der Holzwurm im Lamm seine Spuren sehr intensiv hinterlassen hatte. Das Lamm wurde inzwischen vom Hochaltar abgenommen und wartet auf seine Abholung durch den Pleysteiner Restaurator Müllner, der das Stück bereits begutachtet hat. Nun soll das historische Kunstwerk fachgerecht restauriert und damit für die Zukunft erhalten werden.

Das Gotteslamm befindet sich unmittelbar unterhalb des Fahrenberger Gnadenbildes. „Eine Barockkirche hat über dem Tabernakel ein Gotteslamm“, erklärte Pfarrer Götz die Bedeutung des Motivs.
Das Lamm ist ein Symbol für Jesus Christus, das „Lamm Gottes“.
Mit der Restaurierung des Lammes ist die Arbeit am Fahrenberger Gotteshaus allerdings noch nicht abgeschlossen. Auch die hintere Kirchentür muss noch restauriert werden. Damit steht ein weiteres historisches Element der Wallfahrtskirche auf der Liste der notwendigen Erhaltungsmaßnahmen.

Pfarrer Norbert Götz zeigte sich deshalb besonders dankbar für die Unterstützung des Frauenbundes: „Vergelt’s Gott – ich bin stolz auf meinen Frauenbund.“ Die 1.600-Euro-Spende sei ein wertvoller Beitrag dazu, dass ein kleines, aber bedeutendes Detail des historischen Hochaltars erhalten werden könne.