Die Ortsgruppe des Bund Naturschutz leitet in diesem Jahr eine Aufwertung des 1980 erworbenen Grundstücks an der Nordseite des Mariahilfbergs ein. Nachdem bereits vor zwei Jahren auf der Streuobstwiese junge Bäume zusätzlich eingesetzt wurde, ging man zu Jahresbeginn daran, Sträucher und Bäume am Westrand der Wiese an der ehemaligen Lehmgrube mit Hilfe eines staatlichen Förderprogramms zurückzuschneiden bzw. zu entfernen. Ziel der Pflegemaßnahmen ist es, den Obstbäumen durch die Randabholzung mehr Licht und Platz zu verschaffen und so deren Wachstum zu stabilisieren. Zum weiteren ist die Auslichtung und Verjüngung des Ufergehölzes des an die Streuobstweise angrenzenden Gewässers vorgesehen, um die vielfältige Funktion einer lebendigen Hecke zu sichern. Abschnittsweise sollen die verholzten, dichten Sträucher auf Stock gesetzt und Bäume eingekürzt werden.
Nach dem erfolgten Rückschnitt an der Westseite der Wiese legen Mitglieder der BN-Ortsgruppe derzeit unter Anleitung von Berthold Bernreuter an der nördlichen Abgrenzung eine sogenannte „Benjeshecke“ an. Diese Totholzhecke hat mehrere Vorteile: Die angefallenen Gehölzschnitte können in unmittelbarer Nähe in eine Doppelreihe von Holzpfählen schnell eingearbeitet werden, wodurch ein Abtransport entfällt. Die drei geplanten, ca. 1 bis 1,20 m hohen Wallabschnitte bieten zudem vielen Tieren, Vögeln, Amphibien, Insekten und anderen Kleintieren, Lebensraum und Schutz. Zur Ostseite hin kann später zusätzlich eine, den ökologischen Grundsätzen entsprechende, neue Wildhecke gepflanzt werden. Diese schafft Biotope für Tiere und Pflanzen und dient zugleich als Windschutz für die Bäume dahinter. Langfristig erhöht sich mit diesen Maßnahmen insgesamt die Biodiversität des gesamten Areals und die Streuobstwiese wird durch die extensive Nutzung und Bewirtschaftung aufgewertet. Zudem will man andere Grundeigentümer damit anregen, durch geeignete Maßnahmen den Biotopverbund in der Landschaft zu sichern und zu entwickeln.