Die Hauptversammlung gab Einblicke in die Arbeit der OG und bestätigte im Anschluss bei der Neuwahl den bisherigen Vorstand.
Vorsitzender Hans-Jürgen Bumes begrüßte von der Kreisgruppe Jonas Nelhiebel und Oberbürgermeister Michael Fritz. Nelhiebel betonte angesichts von Flächenfraß und Biodiversitätsverlust die Bedeutung der Arbeit des BN. Den Punkt aufgreifend ermunterte Fritz die Mitglieder, im Spannungsverhältnis zwischen Wirtschaft und Naturschutz sich weiter als „mahnende Stimme“ für Natur und Umwelt einzusetzen.
Bumes´ Rückblick zeigte das Engagement der OG, die Naturvielfalt in unserem Raum zu erhalten bzw. zu verbessern: 2024 entsiegelte man mit Team Grün die Mitte des Rotkreuzplatzes und gestaltete sie zur kleinen Grüninsel mit Felsenbirnen und bunter Unterpflanzung. Zudem installierte man im Stadtgebiet 25 Vogel- und Fledermauskästen. Ein Team betreut Hochbeete bei der OTH, ein weiteres sammelt monatlich in einem Stadtviertel Müll ein. Wichtiges Projekt bleibt die Betreuung der Amphibienzäune am Langangerweg und bei Speckmannshof, um Amphibien vor dem Überfahren zu bewahren. Unverständlich: Unbekannte warfen heuer Verkehrsschilder um bzw. stahlen sie, zudem wurden Frösche am Zaun vorsätzlich getötet. Besonders liegt der OG die Bewahrung des Stadtgrüns am Herzen. Man kritisierte immer wieder nicht plausible Baumfällungen und mahnte Nachpflanzungen an. Unklar bleibt häufig, ob und wo diese erfolgen.
Veronika Frenzel stellte weitere Aktivitäten vor. Die Ausstellung „Tatort Garten: Ödnis oder Oase“, 2 Podiumsgespräche mit Kandidaten zur Bürgermeister- bzw. OB-Wahl und andere Aktionen warben für Natur- und Umweltschutz. Der BN unterstützte die IG „Leben statt Asphalt“, einen Baustopp der Westumfahrung Kümmersbruck zu erreichen und beteiligte sich bei Veranstaltungen, die für eine Verkehrswende und den Schutz der wertvollen Natur im Vilstal warben.
Die Wahl bestätigte den Vorstand, der Kreis der Beisitzer wurde von drei auf fünf erhöht. Das abschließende Gespräch mit OB Fritz zeigte: Einvernehmlich baut man auf eine zukünftige konstruktive Zusammenarbeit zwischen BN und Stadt.