Kinder im Landkreis Amberg-Sulzbach und der Stadt Amberg werden künftig früher im Gesundheitsamt hinsichtlich ihres Entwicklungsstands eingeschätzt. Ab Juli 2026 wird die reformierte Schuleingangsuntersuchung eingeführt, bei der das Untersuchungsspektrum erweitert wird. Die wichtigste Neuerung ist, dass die Untersuchung bereits im Alter von 4 bis 5 Jahren stattfindet und damit etwa 1 Jahr früher als bisher. Am Einschulungsalter selbst ändert sich nichts. Zunächst werden Kinder eingeladen, die zwischen dem 1. Oktober 2020 und dem 30. September 2021 geboren wurden. Die Umstellung erfolgt schrittweise über einen Zeitraum von etwa 3 Jahren. Die betroffenen Familien erhalten rechtzeitig eine Einladung vom Gesundheitsamt. Hintergrund für die Umstellung sind aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse. Im Fokus steht, ob das Kind Hilfen für den erfolgreichen Übergang vom Kindergarten in die Schule benötigt. Derzeit liegt der Zeitpunkt der Untersuchung in Bayern zwischen 12 und 3 Monate vor Schulbeginn. Oft reicht Kindern mit Entwicklungsrückständen diese Zeit nicht aus, um bis zum Schuleintritt aufzuholen. Ziel der Reform ist es, mithilfe des Screenings einen möglichen individuellen Förderbedarf frühzeitig zu erkennen. Bei auffälligen Ergebnissen können gezielte Maßnahmen zur Förderung angestoßen werden. Informationen zur reformierten Schuleingangsuntersuchung sind online unter www.kreis-as.de/schuleingangsuntersuchung abrufbar.