Es ist laut Verdi-Ortsvereinsvorsitzenden Stefan Dietl einer der alljährlichen Höhepunkt des gewerkschaftlichen Jahres: Die Ehrung langjähriger Gewerkschaftsmitglieder.
Beim Festabend im Gasthaus „Zum Wulfen“ durfte der Ortsverein Jubilare willkommen heißen, die der Gewerkschaft seit 25, 40, 50, 60, 70 und sogar seit 75 Jahren die Treue halten.
„Nur dank euch, dank eurem jahrzehntelangen gewerkschaftlichen Engagement im Betrieb, auf der Straße und in der Gesellschaft konnten wir Erfolge erringen wie Tarifverträge für bessere Löhne, weniger Arbeitszeit, mehr Freizeit und besseren Arbeitsschutz”, betont Stefan Dietl in seiner Begrüßung.
Festrednerin Nicole Rufin, Gewerkschaftssekretärin für den Bereich Postdienste, Speditionen und Logistik, erinnert in ihrer Rede an die Errungenschaften, die durch den Einsatz der Geehrten möglich wurden. Historische Meilensteine wie die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, das Urlaubsgeld, die Fünf-Tage-Woche oder der Mindestlohn mussten mühsam erstritten werden.
Trotz aller Erfolge bleibe jedoch noch viel zu tun. „Die Angriffe auf gewerkschaftliche Errungenschaften wie den 8-Stunden-Tag werden immer dreister und die Unternehmen werden immer kreativer bei der Umgehung gesetzlicher Normen“, beklagt Rufin. Von einer gelebten Sozialpartnerschaft ließe sich in immer größeren Teilen der Dienstleistungsbranche kaum noch sprechen. „Wildwest-Methoden wie die Behinderung von Betriebsräten und Betrügereien beim Mindestlohn gehören leider zum Alltag.“Umso wichtiger seien deshalb durchsetzungsfähige Gewerkschaften.
„In Zeiten von Tarifflucht und wachsenden prekären Beschäftigungsverhätnissen braucht es starke Interessenvertretungen, die dafür sorgen, dass in einem der reichsten Länder der Welt auch diejenigen ihr Stück vom Kuchen bekommen, die diesen Reichtum erarbeiten - die Beschäftigten“, so Rufin.
Möglich ist dieser Einsatz für bessere Arbeitsbedingungen und Löhne nur dank engagierter Mitglieder wie der nun Geehrten. Dazu gehören für 25 Jahre Monika Gleißner, Jörg Jäger, Margit Mederer, Silvia Reichenberger, Thomas Scholz, Sonja Strobel und Michaela Wirth; für 40 Jahre Helmut Berger, Gerhard Donhauser, Josef Geyer sowie Sigrid Schinhammer; 50 Jahre Sabine Guschak; 60 Jahre Harald Abert; 70 Jahre Johann Gebhard und Andreas Weber sowie seit 75 Jahren Hans Schmer.