Deutsche und Tschechische Kinder beim Vortragen der zweisprachigen Fürbitten in der Pfarrkirche. (Bild: Katharina Merther)

Viele Sprachen – ein Herz: Bayerisch-böhmisches Friedensfest in Moosbach

Unter dem Motto „Viele Sprachen – ein Herz – Frieden soll es geben in der Welt“ fand am Samstag, 25. April 2026, ein bayerisch-böhmisches Friedensfest in Moosbach statt. Zahlreiche Besucher aus der Region sowie Gäste aus Tschechien kamen zusammen, um ein Zeichen für Gemeinschaft, Verständigung und Frieden zu setzen. Dieses Datum wurde heuer bewusst gewählt, da nach dem Zweiten Weltkrieg genau in diesen Tagen im Frühjahr der Friede in unserer Region Einzug hielt. Den feierlichen Auftakt bildete ein Gottesdienst in der Pfarrkirche, der von Schülern der Partnerschulen aus Bělá nad Radbuzou, Eslarn und Moosbach gestaltet wurde. Die Idee, einen jährlichen Friedensgottesdienst abzuhalten, geht auf den ehemaligen Rektor der Grundschule Moosbach, Josef Rauch, zurück. Bereits im Vorfeld hatten die Kinder bei einem gemeinsamen Aktionstag in der Grundschule zentrale Inhalte erarbeitet. Im Mittelpunkt standen dabei Begriffe wie „Vertrauen“, „Geborgenheit“, „Respekt“, „Mut“, „Kraft“ und „Hoffnung“, die in den zweisprachigen Fürbitten zum Ausdruck gebracht wurden. Die jungen Teilnehmer setzten sich bei der Erarbeitung intensiv mit Gemeinsamkeiten über Sprachgrenzen hinweg sowie mit der Bedeutung von Frieden in der Welt auseinander. Trotz unterschiedlicher Herkunft wurde deutlich: Die Botschaft des Friedens ist universell und verbindet. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Friedensliedern, die der Schulchor unter der Leitung von Musikschulleiter Benedikt Scheidler vortrug. Die einfühlsamen Darbietungen verliehen der Feier eine besondere Atmosphäre. Am Ende des Gottesdienstes erhielten alle Besucher ein kleines Holzherz mit der Aufschrift „Frieden“ in beiden Sprachen. Dieses Symbol soll in den Familien zu Hause an die gemeinsame Botschaft erinnern und kann bewusst auch an andere Menschen weitergegeben werden. Im Anschluss waren alle Gäste zu einem gemütlichen Beisammensein mit Brotzeit ins Pfarrheim eingeladen. In geselliger Runde bot sich Gelegenheit zum Austausch und zur Begegnung über Ländergrenzen hinweg. Schulleiterin Birgit Enders nutzte diesen Rahmen, um sich herzlich bei Pfarrer Udo Klösel, Gemeindereferent Benedikt Eckert, den Lehrkräften der beteiligten Schulen sowie dem Schulchorleiter für die engagierte Vorbereitung des Gottesdienstes zu bedanken. Ein besonderer Dank galt zudem dem Pfarrgemeinderat Moosbach für die Organisation der Brotzeit. Das Friedensfest zeigte, wie wichtig Begegnung, Dialog und gemeinsames Engagement für ein friedliches Miteinander sind – ganz im Sinne des Mottos: Viele Sprachen, aber ein Herz.
Schüler beim Verkehrssicherheitstraining „Aufgepasst mit ADACUS”. (Bild: Birgit Enders)

Rabe ADACUS „landet” in Tännesberg und Moosbach

Wie überquere ich sicher einen Zebrastreifen? Wann kann ich mir sicher sein, dass mich die Person am Steuer wirklich gesehen hat? Und wie verhalte ich mich richtig an einer Fußgängerampel? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten die Erstklässler der Grundschule Tännesberg sowie der Grundschule Moosbach im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms „Aufgepasst mit ADACUS”. Das bundesweit durchgeführte Projekt der ADAC Stiftung richtet sich speziell an Kinder im Grundschulalter und verfolgt das Ziel, frühzeitig ein sicheres und verantwortungsbewusstes Verhalten im Straßenverkehr zu fördern. Durchgeführt wurde das Programm an beiden Schulen von einem pädagogisch ausgebildeten Moderator, der altersgerecht und mit viel Einfühlungsvermögen auf die Kinder eingingen. Im Mittelpunkt stand dabei die fröhliche Handpuppe Rabe ADACUS, die die Kinder durch das Programm führte und für große Aufmerksamkeit sorgte. Spielerisch und mit viel Bewegung wurden wichtige Verkehrsregeln vermittelt. Beim gemeinsamen Singen des ADACUS-Songs „Bei Rot bleib' ich stehen, bei Grün kann ich gehen” prägten sich erste grundlegende Verhaltensweisen ganz automatisch ein. Im anschließenden praktischen Teil konnten die Kinder ihr Wissen direkt anwenden. Sie übten den richtigen Verkehrsablauf an Fußgängerampeln und Zebrastreifen und lernten, wie wichtig der Blickkontakt und die klare Interaktion zwischen zu Fuß Gehenden und Autofahrenden sind. Dabei wurde deutlich gemacht, dass erst der sichere Blickkontakt Gewissheit gibt, gesehen worden zu sein. Zum Abschluss des Programms erhielten die beiden teilnehmenden Schulen jeweils eine ADACUS-Urkunde. Mit vielen neuen Eindrücken und einem gestärkten Bewusstsein für Sicherheit im Straßenverkehr verabschiedete sich Rabe ADACUS – nicht ohne einen bleibenden Eindruck bei den jungen Verkehrsteilnehmern zu hinterlassen.
Heilige Lucia mit Lichterkranz und Schulchor (Bild: Simone Völkl)

Grundschüler gestalten stimmungsvolles Adventsfenster

Am dritten Adventssonntag gestalteten die Schüler der Trautwein-Grundschule Moosbach ein stimmungsvolles Adventsfenster im Pausenhof der Schule. Zahlreiche Eltern, Verwandte und Gäste waren gekommen, um gemeinsam eine besinnliche vorweihnachtliche Feier zu erleben. Bereits der Weg zum Pausenhof war ein echter Blickfang: Fachoberlehrerin Eva Prögler hatte die unteren Fenster des Schulgebäudes liebevoll mit Ton-, Holz- und Papierengeln, Sternen und Lichterketten dekoriert, sodass alles in warmem Licht erstrahlte. Auch der Elternbeirat trug zur festlichen Atmosphäre bei und schmückte den Pausenhof mit zahlreichen Lichterketten, Tannenzweigen und Kerzen in Gläsern. In den Klassen hatten die Lehrerinnen mit den Kindern in den Tagen davor Windlichter in Serviettentechnik gestaltet, die nun für zusätzlichen Lichterglanz sorgten. Im Mittelpunkt der Feier stand das Adventsfenster zum Thema „Die heilige Lucia”. Den besinnlichen Teil der Veranstaltung gestaltete Pfarrer Udo Klösel. Schüler der dritten Klasse trugen passende Texte vor, während der Schulchor unter der Leitung von Musikschulleiter Benedikt Scheidler zum Thema passende Lieder sang. Besonders eindrucksvoll war die Darstellung der Geschichte der heiligen Lucia, die von einem Mädchen aus der vierten Klasse übernommen wurde. Zudem begeisterten Kinder der zweiten Klasse das Publikum mit einem feierlichen Lichtertanz. Nach dem religiösen Teil ging die Veranstaltung in ein gemütliches Beisammensein über. Der Elternbeirat sorgte mit Bratwürsten, Gebäck, Glühwein und Kinderpunsch für das leibliche Wohl der Gäste. Zum Abschluss durften alle Schulkinder ihr selbst gestaltetes Windlicht mit nach Hause nehmen, während die übrigen Kinder eine Sternenkerze als Erinnerung erhielten.
Der Friedensgottesdienst findet am 14.11.2025 in der tschechischen Stadt Bela statt. (Bild: Karl Ziegler)

Internationaler Friedensgottesdienst in Bela

Seit nunmehr 80 Jahren leben wir in Frieden – darauf wies Rektor i.R. Josef Rauch aus Moosbach hin. Der Volkstrauertag erinnere Jahr für Jahr an die dunkelsten Zeiten der Geschichte, an die beiden Weltkriege. Da das Interesse an diesen Gedenktagen zunehmend nachlasse, habe Rauch vor rund 15 Jahren die Idee entwickelt, gemeinsam mit deutschen und tschechischen Bürgerinnen und Bürgern sowie ihren Kindern zusätzlich im November einen internationalen Friedensgottesdienst zu feiern. Dieser findet abwechselnd in Bela nad Radbuzou, Moosbach und Eslarn statt. In diesem Jahr findet der Gottesdienst am Freitag, 14. November, um 17 Uhr in Bela statt. Beteiligt sind die Gemeinden Eslarn und Moosbach sowie die tschechische Schule von Bela nad Radbuzou. Die tschechischen Schüler der Oberstufe – laut Rauch etwa 90 Prozent Atheisten – hätten den Gottesdienst vorbereitet. Die Messe werde von Bischof Holoub aus Pilsen in Konzelebration mit Priester aus hüben und drüben zelebriert. Rauch zeigte sich zuversichtlich, dass zahlreiche Familien mit Kindern sowie Besucher aus Deutschland und Tschechien an der Feier teilnehmen werden. Die Schüler von Bela haben sich im Vorfeld intensiv mit der Geschichte auseinandergesetzt und in der Kirche eine Ausstellung gestaltet. Themen sind unter anderem das Münchner Abkommen, Lidice, das KZ Flossenbürg sowie die Vertreibung der Deutschen. Zudem werden auch aktuelle Fragen aufgegriffen, etwa zu den Ursachen heutiger weltweiter Konflikte. Nach dem Gottesdienst ist ein kurzer Gedenkakt am Denkmal vor der Kirche geplant, an dem auch die Bürgermeister und Priester aus der bayerischen und tschechischen Region teilnehmen. Anschließend sind alle Besucher zu einem Imbiss und Gedankenaustausch in die Schule eingeladen. „Mit diesem Friedensgottesdienst wollen wir ein persönliches Zeichen für Frieden und Freiheit setzen und zeigen, wie wichtig die Idee der Völkerverständigung ist“, betonte Rektor i.R. Josef Rauch abschließend.
Heike Eger (FU), Ulrike Guttenberger (FU), Birgit Enders (Schulleiterin), Lisa Schieder (FU), Kathrin Kleber (Elternbeirat), Roy Vogel (Hausmeister) und Kinder (Bild: Katharina Liebl)

Neues Fußballtor für den Pausenhof: Frauenunion spendet Freude zum Schulstart

Pünktlich zum Start ins neue Schuljahr gibt es an der Trautwein-Grundschule Moosbach allen Grund zur Freude: Ein brandneues Fußballtor schmückt seit Kurzem den Pausenhof – gespendet von der Frauenunion Moosbach. Die Initiative zu diesem Vorhaben ging vom engagierten Elternbeirat aus, der unter der Leitung von Frau Kathrin Kleber die Idee aufbrachte, den Pausenhof um ein fest installiertes Fußballtor zu bereichern. Die Mitglieder der Frauenunion erklärten sich schnell bereit, die vollständige Finanzierung zu übernehmen. Schulleiterin Birgit Enders sprach der Frauenunion bei der offiziellen Übergabe ihren herzlichen Dank für die großzügige Spende aus und lobte zugleich das Engagement des Elternbeirats: „Ohne die Initiative von Frau Kleber und ihrem Team wäre dieses Tor heute nicht hier.“ Auch Hausmeister Roy Vogel trug entscheidend zum Gelingen bei: Mit handwerklichem Geschick baute er das Tor eigenhändig zusammen und stellte es noch rechtzeitig vor Schuljahresbeginn im Pausenhof auf. So konnten die Schülerinnen und Schüler das neue Highlight direkt am ersten Schultag in Beschlag nehmen. Die Begeisterung unter den Kindern war spürbar: „Jetzt können wir in jeder Pause richtig Fußball spielen!“, freute sich ein Junge. Und auch Lehrkräfte sind überzeugt, dass das neue Tor den Bewegungsdrang der Kinder fördert und das soziale Miteinander stärkt. Ein rundum gelungenes Projekt!
Segnung des neuen Balancier-Parcours durch Herrn Pfarrer Udo Klösel. (Bild: Birgit Enders)

Schulfest mit Segnung des neuen Balancier-Parcours

Am Freitag, 11. Juli 2025 fand das Schulfest der Trautwein-Grundschule Moosbach statt. Das Fest wurde mit einem besonderen Auftritt des Schulchors eröffnet, der unter der Leitung von Herrn Wolfgang Ziegler stand. Nach seinem langjährigen Engagement wurde der ehemalige Musikschulleiter in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Die Schulleitung bedankte sich herzlich für seine tolle Arbeit und die schönen musikalischen Momente. Weitere Programmpunkte waren der Tanzbeitrag der Klasse 2/3 b, ein „Cup-song“ der 4. Klasse sowie die Danksagung an zahlreiche ehrenamtliche Helfer in diesem Schuljahr. Im Rahmen des Festes wurde außerdem eine wichtige Neuerung eingeweiht: Der neue Balancier-Parcours im Pausenhof wurde offiziell gesegnet und seiner Bestimmung übergeben. Herr Pfarrer Udo Klösel nahm die Segnung vor und sprach ein Segensgebet für die Kinder, die den Parcours künftig nutzen werden. Die Anschaffung des Spielgeräts wurde durch die Unterstützung des Elternbeirates und einer Förderung der ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung) ermöglicht. Um den Aufbau kümmerten sich sechs engagierte Schülerväter, die an drei Nachmittagen die Montage durchführten. Der TÜV nahm das neue Spielgerät ohne Beanstandung ab. Die Schüler sind begeistert: Der Balancier-Parcours fördert die Balance, Koordination und Geschicklichkeit und bietet genügend Platz für mehrere Kinder, die gleichzeitig spielen können. Nach dem offiziellen Teil des Festes konnten sich alle Gäste bei Bratwurstsemmeln, Getränken, Kaffee, Kuchen und Eis stärken, die der Elternbeirat anbot. Unter den Schulfestbesuchern befanden sich auch erster Bürgermeister Armin Bulenda, Schulamtsdirektorin Margit Walter sowie Frau Claudia Rieß und Frau Ilona Hunsperger, die für die ILE-Förderung mitverantwortlich waren. Für die kleinen Gäste hatten die Lehrer zehn verschiedene Spielestationen aufgebaut, die mit einer Laufkarte absolviert werden konnten. Die Kinder hatten viel Spaß beim Ausprobieren und Sammeln der Stempel.

Über beiunsdaheim.de:

north