Beim Einladen wurden die Viertklässler von ihrer Lehrerin Ann-Kathrin Bauer (li) und von der Truckerbesetzung (v.r.) Josef Woppmann, Lugge Wüst und Steffan Gruener (auf dem Lkw) unterstützt. (Bild: Karl Ziegler)

Menschen in der Region spenden seit 20 Jahren für arme Kinder in Südosteuropa

Der Konvoi der Johanniter macht sich am zweiten Weihnachtsfeiertag mit 10 Lkw auf die rund 1200 Kilometer lange Fahrt nach Südeuropa auf den Weg. Mit dabei ein Fuchs-Truck aus Waidhaus mit den ehrenamtlichen Fahrern Christian Fuchs aus Waidhaus und Ludwig Wüst aus Georgenberg. „Wir bringen seit 20 Jahren zwischen 1300 und 1400 Pakete aus dem Altlandkreis Vohenstrauß zu den Kindern der LIA-Stiftung in Siebenbürgen und zu bedürftigen Menschen in Rumänien“, erläuterte Wüst. Der Georgenberger ist wie die Johanniter für die vielen gespendeten Grundnahrungsmittel aus der Region dankbar. „Lugge“, wie er von seinen Freunden liebevoll genannt wird, nimmt sich seit über 20 Jahren an Weihnachten einige Tage Zeit und bringt die gesammelten Pakete zu armen Menschen und hungrigen Kindern. Die unerträglichen Zustände in Osteuropa wollen vor allem die Johanniter mit ihrer Aktion „Weihnachtstrucker“ auch nach 30 Jahren mit alljährlichen Hilfstransporten lindern. Nachdem Wüst seit 2003 einige Jahre als Mitfahrer den Lkw-Konvoi begleitet, setzt er sich seit Jahren selbst als ehrenamtlicher Chauffeur ans Steuer. Für Ludwig Wüst wurde die Hilfsaktion der Johanniter zur Lebensaufgabe. Bereits Freundschaften geschlossen wurde im 1995 gegründeten Jugenddorf Lokod, das junge Leute aus Deutschland mit dem gemeinnützigen Verein LIA e.V. gründeten. „Aber ohne die vielen Spender aus der Region wäre diese Aktion unmöglich gewesen“, äußerte Wüst dankbar. Beim Sammeln der Hilfspakete, in denen Lebensmittel & Grundnahrungsmittel und Hygieneartikel, aber auch Geschenke für Kinder verpackt sind, werden die „fahrenden Engel“ durch Spenden von Vereinen, Organisationen und Familien unterstützt. Für notleidende Kinder in Südosteuropa gibt es durch die Hilfsaktion aus der Oberpfalz an Weihnachten auch ein leckeres Essen und als Dreingabe tolle Kinderspielsachen. Beim Einladen der vielen freiwilligen Gaben wurde der Georgenberger auf seiner Tour erstmals von Josef Woppmann und Steffan Gruener kräftig unterstützt. In Eslarn helfen der Aktion seit Jahren die vier Grundschulklassen und die Eltern. Den Kontakt zu „Lugge“ knüpft Lehrerin Ramona Mensch und zu den Eltern Schulleiterin Katharina Merther. „Ich sammle in meiner Klasse immer freiwillig einen Euro ein, kaufe mit dem Geld ein und leg den Restbetrag drauf“, beschrieb die Lehrerin von der 2. Klasse. Gemeinsam mit den Kindern werden dann für das Projekt „Weihnachtstrucker“ die weihnachtlichen Pakete geschnürt. Aber auch Zuhause packen einige Kinder mit ihren Eltern einige Pakete, so dass die Viertklässler mit Hilfe der Lehrerinnen Ramona Mensch und Ann-Kathrin Bauer insgesamt 13 toll geschmückte und voll gepackte Pakete in den Lastwagen einladen konnten. Ein Dank für diese tolle Aktion ging an die Schulkinder und Eltern. Zudem wurde während der vergangenen 30 Tage an der Sammelstelle bei der Familie Reindl im Schellenbach auf Initiative des CSU-Ortsvereins insgesamt 34 Pakete abgegeben und in den Lkw eingeladen. Die Organisation übernahm Claudia Balk und das Einsammeln die Familie Reindl. „Im Namen des CSU-Ortsverbandes möchte ich allen Eslarner Paketspendern danken“, so zweiter Bürgermeister Thomas Kleber. Mit den Paketen von Thomas Kleber und Andreas Karl konnten Michael Reindl und Josef Rupprecht insgesamt 34 Päckchen einladen. Vor der Weiterfahrt spendierte der zweite Bürgermeister noch leckere Leberkässemmeln mit Spezi. Nach weiteren Ladestationen in der Region an den folgenden Tagen machen sich Fahrer Christian Fuchs und Beifahrer Lugge Wüst mit dem voll beladenen Fuchs-Truck am 26.12. zusammen mit den Johanniter-Weihnachtstruckern auf die 1200 km lange Strecke auf dem Weg. Die Fahrten führten die ersten Jahre nach Serbien, Mazedonien, Moldawien und schließlich in den Süden von Rumänien und waren aufgrund der strengen Grenzkontrollen nicht einfach. „Heute geht es zügig über die Grenzen“, so Wüst. Aktuell ist die arme Region in Siebenbürgen (Transsilvanien) bereits das 14. Mal das Ziel. Alljährlich freuen sich die Menschen vor Ort über die leckeren Weihnachtsgrüße aus der Oberpfalz und auch aus Eslarn. Lohn genug für alle Trucker sind laut Lugge Wüst die freudestrahlenden Kinder und die leuchtenden Kinderaugen.
Der Friedensgottesdienst findet am 14.11.2025 in der tschechischen Stadt Bela statt. (Bild: Karl Ziegler)

Internationaler Friedensgottesdienst in Bela

Seit nunmehr 80 Jahren leben wir in Frieden – darauf wies Rektor i.R. Josef Rauch aus Moosbach hin. Der Volkstrauertag erinnere Jahr für Jahr an die dunkelsten Zeiten der Geschichte, an die beiden Weltkriege. Da das Interesse an diesen Gedenktagen zunehmend nachlasse, habe Rauch vor rund 15 Jahren die Idee entwickelt, gemeinsam mit deutschen und tschechischen Bürgerinnen und Bürgern sowie ihren Kindern zusätzlich im November einen internationalen Friedensgottesdienst zu feiern. Dieser findet abwechselnd in Bela nad Radbuzou, Moosbach und Eslarn statt. In diesem Jahr findet der Gottesdienst am Freitag, 14. November, um 17 Uhr in Bela statt. Beteiligt sind die Gemeinden Eslarn und Moosbach sowie die tschechische Schule von Bela nad Radbuzou. Die tschechischen Schüler der Oberstufe – laut Rauch etwa 90 Prozent Atheisten – hätten den Gottesdienst vorbereitet. Die Messe werde von Bischof Holoub aus Pilsen in Konzelebration mit Priester aus hüben und drüben zelebriert. Rauch zeigte sich zuversichtlich, dass zahlreiche Familien mit Kindern sowie Besucher aus Deutschland und Tschechien an der Feier teilnehmen werden. Die Schüler von Bela haben sich im Vorfeld intensiv mit der Geschichte auseinandergesetzt und in der Kirche eine Ausstellung gestaltet. Themen sind unter anderem das Münchner Abkommen, Lidice, das KZ Flossenbürg sowie die Vertreibung der Deutschen. Zudem werden auch aktuelle Fragen aufgegriffen, etwa zu den Ursachen heutiger weltweiter Konflikte. Nach dem Gottesdienst ist ein kurzer Gedenkakt am Denkmal vor der Kirche geplant, an dem auch die Bürgermeister und Priester aus der bayerischen und tschechischen Region teilnehmen. Anschließend sind alle Besucher zu einem Imbiss und Gedankenaustausch in die Schule eingeladen. „Mit diesem Friedensgottesdienst wollen wir ein persönliches Zeichen für Frieden und Freiheit setzen und zeigen, wie wichtig die Idee der Völkerverständigung ist“, betonte Rektor i.R. Josef Rauch abschließend.
Die Kinder animierten die Seniorinnen und Senioren zum Mitmachen. (Bild: Harald Kunz)

Fröhliche Eslarner Schulkinder überraschen in der AWO-Tagespflege freudestrahlende Senioren

Die Erstklässler der örtlichen Grundschule überraschten mit Lehrerin Alexandra Reber und Lehrerin Vanessa Lindl mit einem Besuch die Seniorinnen und Senioren der Tagespflege bei der Arbeiterwohlfahrt. Die frohgelaunten Mädels und Jungs zauberten mit Gesang den älteren Menschen ein fröhliches Lächeln ins Gesicht und animierten zum Mitsingen. Der Besuch war für die ältere Generation im Pflegeheim eine willkommene Abwechslung. Besonders erfreut waren die Bewohnerinnen und Bewohner der AWO-Tagespflege über die mit viel Freude vorgetragenen Lieder. Mit „Hurra, ich bin ein Schulkinder“ erinnerten die Kinder an ihre kürzliche Einschulung in die Grundschule und mit dem Elefantenlied stellten sie ein majestätisches Tier vor. Bewegung unter die Schüler und Senioren kam beim Bewegungsspiel „Riese, Zwerg, Baum, Haus“. Für alle hieß es beim Wort „Riese“ die Arme nach oben strecken und bei „Zwerg“ sich in der Hocke klein zu machen. Die Freude und Lebendigkeit der Kinder steckte die Tagesgäste und das AWO-Personal zum Mitmachen an und alle schätzten das Miteinander und den dargebotenen Gesang. Dabei merkten alle die Kraft der solidarischen Gemeinsamkeit und des Gesangs, die Menschen jeden Alters verbindet und Erinnerungen an die Kinderzeit weckt. Zum Dank für den herzerwärmenden Besuch überreichten die Senioren den 16 Mädels und 4 Jungs liebevoll gebastelte kleine Schultüten, die prall mit allerlei Süßigkeiten gefüllt waren. Das AWO-Personal dankte im Namen der Senioren für den Besuch und die unterhaltsame Stunde.
Die Mädels und Jungs der 2 bis 4 Klasse empfingen die Erstklässler im Spalier mit Gesang. (Bild: Karl Ziegler)

Der erste Schultag ist für die Erstklässler etwas ganz Besonderes

Nach dem symbolischen „Rauswurf“ der Vorschulkinder vom Kindergarten wechselten die 20 Erstklässler am Dienstag voller Freude in die Grundschule. In der Pfarrkirche segnete Pfarrvikar Dr. Basil Bazir Ngwega die 16 Mädels und vier Buben und an der Schule begrüßten die Klassen 2 bis 4 im Spalier mit einem Lied ihre neuen Klassenkameradinnen und Kameraden. Begleitend von den Eltern führte der Weg mit der Schultüte in der Hand und dem Schulranzen auf dem Rücken ins Klassenzimmer. Das Lernen in der Schule soll allen Kindern vor allem Freude machen und die Neugier an Wissen wecken. Der erste Schultag ist ein wichtiger Tag für Erstklässler und beinhaltet vor allem das gegenseitige Kennenlernen mit der Klassenleiterin Alexandra Reber und dem Klassenzimmer. Die Eltern wurden in der Turnhalle von der Schulleiterin Katharina Merther und von Elternbeiratsvorsitzender Nicole Kleber begrüßt und vom Elternbeirat mit Kaffee, Kuchen und Häppchen verwöhnt. Die Schulleiterin und der Elternbeirat wünschten sich mit allen Eltern, Kindern, Lehrkräften, dem EGS-Team und Personal ein harmonisches Miteinander. In diesem Jahr unterrichtet stellvertretende Schulleiterin Alexandra Reber die 1., Ramona Mensch die 2., Schulleiterin Katharina Merther die 3. und Ann-Kathrin Bauer die 4. Klasse. Zudem stehen für das Schulfach „Werken und Gestalten“ Eva Prögler und Marina Schwarz, sowie fachlich vorgebildetes Personal und weitere Fachkräfte zur Verfügung. „Wir haben dieses Jahr insgesamt 79 Kinder in 4 Klassen und legen großen Wert auf individuelle Förderung, soziales Miteinander und auf das Vermitteln von Werten”, fügte die Rektorin an. An der Schule arbeitet die Grundschule mit der offenen Eslarner Ganztagsschule (EGS) in drei Säulen zusammen: Gemeinsames Mittagessen, Hausaufgaben- und Lernzeit, sowie einem abwechslungsreichen Freizeitangebot. Im Anschluss informierte Verkehrserzieher Wolfgang Piehler von der Polizeiinspektion Vohenstrauß die Eltern über die Schulwegsicherheit und machte auf die konkreten Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam. Der Schulwegexperte zeigte auf, wer wie zu Fuß, per Rad, mit dem Auto oder Bus nicht nur zur Schule kommt, sondern sich auch richtig verhalten sollte. Dabei spiele auch die richtige Kleidung der Kinder eine wichtige Rolle. „Wir wollen vor allem, dass am Schulweg die Sicherheit der Kinder wie in den Jahren zuvor gewährleistet bleibt.“ In dem Zusammenhang wurde vor allem das ehrenamtliche Engagement der Elternlotsen erwähnt, die an Schultagen mit ihrem beispielhaften und freiwilligen Einsatz für die Sicherheit an der Fußgängerfurt sorgen. Zu den wichtigsten Dingen, die Kinder zu Beginn der Schulzeit lernen müssen, gehört die Fähigkeit, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen. Ein Schutzschild für die jüngsten Schulkinder bilden zusammen mit den Eltern die Polizei, Schule, Verkehrswacht und Elternlotsen. „Einen wesentlichen Beitrag können vor allem die Eltern im Straßenverkehr als Vorbilder für den Nachwuchs leisten.” Kinder orientieren sich am Verhalten der Erwachsenen, vor allem am Verhalten der Eltern. Der erste Schultag endete für die Kinder mit einer „Fotosession“ im Klassenzimmer und Schulhof.
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