Die Pirker Firmlinge stellten sich in einem beeindruckenden Gottesdienst zusammen mit der pastoralen Mitarbeiterin Julia Plödt und Pfarrer Thomas Stohldreier (von links) vor. (Bild: Kerstin Kiener)

Baustelle Leben: Firmlinge stellen sich der Pfarrgemeinde vor

Eine Baustelle mitten in der Kirche? Was zunächst ungewöhnlich klingt, war beim Vorstellungsgottesdienst der Firmlinge in der Pfarrei Auferstehung Christi Pirk bewusst gewählt. Unter dem Motto „#BaustelleLeben“ beschäftigen sich 18 Jugendliche derzeit mit den Fragen, die junge Menschen auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben bewegen: Was gibt mir Halt? Welche Talente habe ich? Wer begleitet mich auf meinem Weg? Beim Firmtag erwartete die Jugendlichen ein abwechslungsreiches Programm. An drei Stationen ging es um die Zeichen der Firmung und die eigenen Stärken. Silvia Blenz und Katrin Buhl beschäftigten sich mit dem Chrisamöl. Dabei wurden Düfte erraten, über die Bedeutung der Salbung gesprochen und sogar eigene Creme hergestellt. Christine Meier und Laura Kick luden die Jugendlichen ein, über ihren Namen, ihre Fähigkeiten und Talente nachzudenken. Bei Britta Bauer und Julia Plödt stand das Siegel als Zeichen des Heiligen Geistes im Mittelpunkt. Die Firmlinge gestalteten ein Bodenbild zur Pfingstgeschichte und versiegelten persönliche Gebetskarten. Viel Herzblut floss auch in die Gestaltung der Kirche. Das Altarbild zum Motto „Baustelle Leben“ entstand durch Nadine Mückl und Stefanie Faltenbacher. Die Baustellenutensilien stellte Julian Lang zur Verfügung. Diana Argauer spendete die benötigte Creme aus der Apotheke im Vesten Haus. Im Vorstellungsgottesdienst, den die pastorale Mitarbeiterin Julia Plödt vorbereitet hatte, stellten sich die Jugendlichen der Pfarrgemeinde vor und erklärten, was das Bild einer Baustelle mit ihrem Leben zu tun hat. Wie ein Haus auf einem guten Fundament gebaut werden müsse, brauche auch das Leben Werte, Vertrauen und Menschen, auf die man sich verlassen könne. Diese Gedanken griffen die Firmlinge in eigenen Texten auf. Besonders schön war dabei die Beteiligung der Jugendlichen selbst. Einige von ihnen gehören zur neuen Bläserklasse und gestalteten den Gottesdienst musikalisch mit – obwohl sie ihr Instrument erst seit Oktober lernen. Andere standen als Ministranten am Altar und verrichteten ihren Dienst ganz selbstverständlich. Am 2. Juli empfangen Yakup Akar, Magdalena Argauer, Julian Bauer, Bastian Blenz, Thea Buhl, Maike Faltenbacher, Leon Kick, Lukas Kirsch, Leon Landgraf, Alexander Lindner, Lea Meier, Lennard Mückl, Emil Plödt, Johannes Ratzer, Nico Schell, Luisa Schlagenhaufer, Lenja Sollfrank und Ella Wittstadt das Sakrament der Firmung.
Gruppenbild Firmlinge (Bild: Petra Bodensteiner)

Firmung in Vohenstrauß

Die gelb-weißen Fahnen am Kirchplatz vor der katholischen Stadtpfarrkirche Vohenstrauß wiesen auf den großen Tag im Leben der 47 jungen Christinnen und Christen aus Vohenstrauß, Tännesberg, Roggenstein und Leuchtenberg hin, die an diesem Tag das Sakrament der Firmung gespendet bekamen. „Ihr sagt heute noch einmal bewusst selber `Ja´ zu Eurer Freundschaft mit Gott und diese Freundschaft, die auch weiterhin gepflegt sein will. Vertraut in Eurem Leben immer wieder darauf, dass Ihr von Gott bedingungslos geliebt seid! Dies hat Christus in seinem Leben den Menschen immer wieder spüren lassen“, so leitete Dekan Alexander Hösl in seiner Begrüßung die Feier ein. Der Firmspender Hwst. H. Weihbischof Reinhard Pappenberger aus Regensburg stellte sich in seiner Predigt zu den Jugendlichen und ging mit ihnen noch einmal den Glaubensweg beginnend mit der Taufe bis zur Firmung durch. Verschiedene Riten deuten bei der Sakramentenspendung diese Liebe Gottes aus. Bei der Firmung ist es ganz konkret die Chrisamsalbung auf die Stirn, wo wir gleichsam über unsere Haut diese Liebe Gottes bildlich gesehen aufsaugen. Und die Hand, die uns bei jeder Sakramentenspendung aufgelegt wird, ist immer ein Zeichen, dass wir beschützt, gestärkt und geborgen in der Liebe Gottes durch das Leben gehen können“, so ermutigte der Gast aus Regensburg die jungen Christen für ihren weiteren Glaubens- und Lebensweg. Dekan Alexander Hösl zusammen mit den Pfarrern Wilhelm Bauer, Ronald Liesaus und Adam Nieciecki aus Leuchtenberg und Gemeindeassistentin Elena Harwardt feierten den Festgottesdienst in der vollbesetzten Stadtpfarrkirche mit. Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Dr. Manfred Bauer überbrachte den Gefirmten die Glückwünsche der Pfarrei. Er wünschte den Jugendlichen, immer wieder das Vertrauen in die Liebe Gottes aufzubringen, gerade auch dann, wenn es im Leben einmal schwer wird und vielleicht auch dann, wenn einmal die Luft ausgeht. Gestaltet wurde der Gottesdienst mit Liedern vom Singkreis Fidelis unter Leitung von Lena Rötzer und Michael Ertl an der Orgel.
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