Der Vorsitzende der Neudorfer Feuerwehr, Andreas Götz, begrüßt am Neudorfer Feuerwehrhaus die Freunde der Feuerwehren Spielberg und Altenhammer zum Emmausgang über die Grenze nach Tschechien. (Bild: Franz Völkl)

International – Feuerwehren gemeinsam mit festem Blick aufs Jubiläum

Nachdem man sich vor einem Jahr das erste Mal so richtig kennengelernt hatte, waren am Ostermontag bereits richtige Freunde an Emmaus unterwegs. Der Vorsitzende der Neudorfer Feuerwehr, Andreas Götz, begrüßte direkt am Feuerwehrhaus in unmittelbarer Grenznähe zu Tschechien und gab den Startschuss zur gemeinsamen Emmauswanderung. Die Freiwillige Feuerwehr Neudorf bei Georgenberg hatte ihren Patenverein, die Feuerwehr Spielberg bei Waldthurn, eingeladen. Von Neudorf ging es über die Grenze nach Tschechien und schließlich nach einer sehr kurzweiligen Wanderung über Waldheim wieder in die Oberpfalz zurück. Insgesamt knapp 90 Teilnehmer der beiden Wehren waren unterwegs, auch die Ehrenpaten der Feuerwehr Altenhammer mit Vorsitzendem Florian Plödt stießen noch zu der Wandergruppe. So standen die Vorbereitungen zum immer näher kommenden 140-jährigen Jubiläum vom 29. bis 31. Mai 2026 der Neudorfer Wehr im Mittelpunkt. Stellv. Vorsitzende Kerstin Zetzl hatte sich eine Route ausgedacht, die gespickt war mit interessanten Stellen und Überraschungen, was auch den jungen Feuerwehrleuten und sogar Dackel Wastl, der die zirka sieben Kilometer voller Freude „mitfräste“, besonders gut gefiel. Dieser grenzüberschreitende Emmaus-Wandertag führte zu einem tschechischen Indianerdorf, an dem sich im Sommer Familien, Firmenangehörige und Jugendgruppen aus aller Länder zu internationalen Workshops treffen. Emmaus-Organisatorin Kerstin Zetzl war bei gerade idealen Witterungsbedingungen vollauf zufrieden. Für die 30 angereisten Spielberger um Vorsitzenden Thomas Schwab war dieser Kurztrip über die Staatsgrenze nach Böhmen eine Besonderheit. „Das war ein gemeinsames, vorfestliches Erlebnis“, stellte der Spielberger Feuerwehrchef hinsichtlich des bevorstehenden Jubiläums der Neudorfer fest. An einer alten Glasschleife erhöhte sich dann auch noch mal die Aufregung der zahlreichen Kids, als man feststellte, dass hier Osternester versteckt waren. Selbstverständlich durfte eine Verpflegungsstation nicht fehlen, bis man schließlich glücklich, nach vielen Wandergesprächen, wieder über Waldheim, manche im Kinderwagen, wieder in die Oberpfalz einreiste und das Ziel, das Gasthaus Scheinkönig in Lösselmühle, erreichte. Hier durften natürlich Erfrischungsgetränke nicht fehlen und so manche Currywurst, Schaschlik und Pommes wurden genussvoll „verdrückt“. Für die befreundeten Gäste war es schon erstaunlich, welch besondere Landschaft dies- und jenseits der Grenze ist. Ein gemeinsamer Freundschafts-Emmausgang durch die Natur pur und immer das 140-jährige Jubiläum der Neudorfer Wehr im Blick. Schon jetzt ist dieses Fest ein Erfolg, da schon im Vorfeld viele neue Freundschaften geschlossen wurden.
Wissen zur Ersten Hilfe und zum richtigen Einsatz des automatisierten externen Defibrillators war bei der Feuerwehr Spielberg im vergangenen Sonntagnachmittag angesagt (Bild: Thomas Schwab)

Erste-Hilfe-Training und Defi-Einweisung in Spielberg

Im Gasthaus „Beim Wirtsheiner” fand ein umfassendes Erste-Hilfe- und Defibrillator-Training für die Spielberger Feuerwehr und auch für die Bevölkerung statt. Organisiert wurde die Veranstaltung unter anderem durch die Feuerwehrführung mit Vorsitzenden Thomas Schwab, Josef Stangl sowie den Kommandanten Franz-Josef Beimler und Andreas Schmid. Auch Dorfsprecherin Petra Schwab war bei der Schulung anwesend. Insgesamt nahmen 21 Personen an der Defi-Einweisung mit integriertem Notfalltraining teil. Anlass war die Inbetriebnahme des neuen öffentlich zugänglichen Defibrillators, der seit dem Dezember 2025 für jedermann frei zugänglich am Feuerwehrhaus in Spielberg angebracht ist. Die Schulung wurde von Karl Bernet vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Bayreuth am Sonntagnachmittag durchgeführt. In der Zeit von 13.00 bis 16.30 Uhr vermittelte er praxisnahes Wissen zur Ersten Hilfe und zum richtigen Einsatz des automatisierten externen Defibrillators (AED). Bernet betonte, dass künftig wieder mehr Eigeninitiative der Bevölkerung in der Notfallversorgung gefragt sein werde. Gerade in den ersten Minuten eines medizinischen Notfalls könne schnelles Handeln Leben retten. Der Defibrillator sei dabei ein entscheidendes Hilfsmittel, da er auch von Laien sicher angewendet werden könne und im Ernstfall die Überlebenschancen deutlich erhöhe. Auch die Bedeutung der gegenseitigen Hilfe innerhalb der Dorfgemeinschaft wurde durch Vorsitzenden Schwab hervorgehoben. Es sei wichtig, dass sich die Bürgerinnen und Bürger zutrauen, im Notfall einzugreifen und Verantwortung füreinander zu übernehmen.

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