Dass Highlight am Ende des Ferienprogramms: ein nach Aloe Vera duftender Schaumteppich, in dem die Kinder nach Herzenslust herumtobten. (Bild: Tanja Pflaum)

Ferienspaß mit der Feuerwehr Waldthurn

Die Sonne strahlte am vergangenen Samstagnachmittag mit den Kindern um die Wette, die zum Ferienprogramm der Waldthurner Floriansjünger gekommen waren. Über 70 Kinder hatten sich dafür bei der Gemeinde angemeldet, dazu kamen noch die kleinen Gäste, die sich spontan für einen Besuch entschieden hatten. Die Feuerwehrrallye mit verschiedenen Stationen machte den Kindern riesigen Spaß. Vom Bobby-Car-Slalom, einem Kriechhindernis und Pustebildern über das Löschen eines Brandhauses bis hin zum Rennen mit kleinen, mit Wasser betriebenen Feuerwehrautos – überall herrschte reges Treiben und lautes Lachen. Bei den wasserbasierten Stationen passierte es ab und zu, dass auch unbeabsichtigt Zuschauer nass wurden – aber bei der Hitze war das eher ein willkommener Frischekick. Etwas ruhiger ging es in der Waschhalle zu. Dort konnten sich die Kinder künstlerisch betätigen und malen. Am Ende der Rallye gab es für alle Teilnehmer eine Urkunde und eine mit Überraschungen gefüllte Feuerwehr-Tasche. Der Andrang auf die Hüpfburg war groß, und auch die Fahrten mit dem Löschfahrzeug (HLF) und dem Mehrzweckfahrzeug (MZF) zählten zu den Highlights. Nicht nur die Kids, sondern auch so manche Eltern und Großeltern ließen sich gerne mit Blaulicht und Martinshorn durch Waldthurn chauffieren. Im Gerätehaus hatte die Jugendfeuerwehr ihre Kaffeestube eingerichtet. Dort konnten alle „Begleitpersonen“ die Wartezeit überbrücken. Neben Kaffee und Kuchen gab es auch Wurstsemmeln und verschiedene Kaltgetränke – für alle Kinder übrigens kostenlos. Als das HLF seine Fahrten einstellte, war das für die Kinder ein Signal – jetzt war es endlich soweit. Blitzschnell wurden Badesachen angezogen, dann ging es auch schon los! Weißer, nach Aloe Vera duftender Schaum sprudelte aus dem Schaumwerfer und zauberte einen fluffigen Teppich auf die Wiese. Die Kinder tobten in der weißen Masse herum und hatten jede Menge Spaß. Nass und glücklich verabschiedeten sie sich schließlich mit einem fröhlichen „Bis zum nächsten Mal!“. Organisiert wurde das tolle Ferienprogramm maßgeblich von Anna-Marie Holfelner, Celine Schön, Katharina Bäumler und Marie Müller (Jugendfeuerwehr).
Gut besucht war das Wahl-Café der Waldthurner Feuerwehr. Die Gäste ließen sich Kaffee und Kuchen schmecken. (Bild: Josef Pflaum)

Wahl-Café der Waldthurner Feuerwehr

Am sonnigen Kommunal-Wahlsonntag kamen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus Waldthurn und Umgebung ihrer Bürgerpflicht nach und gaben ihre Stimmen an der Wahlurne ab. Doch nicht nur der Wahlakt stand auf dem Programm - parallel dazu bot die Feuerwehr Waldthurn im Gerätehaus einen einladenden Rahmen für Genuss am Nachmittag. Die Qual der Wahl hatte man hier nicht bei den Stimmzetteln, sondern man musste sich zwischen den vielen selbstgebackenen Kuchen und Torten entscheiden. Bereits vor dem offiziellen Einlass bildete sich eine lange Schlange vor dem „Café” der Feuerwehr, wo Interimsvorsitzende Kerstin Wittmann mit Freude die ersten Gäste begrüßte. Die Vorbereitungen hatten sich gelohnt – das liebevoll zusammengestellte Angebot an Kuchen und Torten fand großen Anklang. Einige Besucher nutzten die Gelegenheit, um köstliche Kuchen „To Go” abzuholen, während viele andere es sich in der Fahrzeughalle gemütlich machten und sich frischen Kaffee und leckeren Kuchen vor Ort schmecken ließen. Auch die gegrillten Käsewiener und Bratwürste waren ein Renner. Natürlich kamen auch die drei Bürgermeisterkandidaten Georg Bocka, Hans-Peter Reil und Andreas Troidl sowie einige „Zur-Wahl-Stehende” auf eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen im Feuerwehrgerätehaus vorbei. Diese Aktion der Feuerwehr kam, wie bereits bei den letzten Wahlen, sehr gut an, daher ist bereits jetzt für die nächsten Wahlen erneut ein „Wahl-Café” geplant. Insgesamt war der Wahlsonntag nicht nur ein Tag der Stimmabgabe, sondern auch ein schöner Anlass für geselliges Beisammensein und kulinarischen Genuss. Die Feuerwehr Waldthurn hat einmal mehr bewiesen, wie wichtig sie für das lokale Leben ist und dass sie weit mehr als nur im Einsatz für die Sicherheit der Bürger steht.
Alle Teilnehmer auf einen Blick. Kreisbrandmeister Matthias Schmidt (4.v.re) gratulierte als Erster zum bestandenen Wissenstest. (Bild: Tanja Pflaum)

Feuerwehrnachwuchs stellt sich Wissenstest

30 Jugendliche aus sechs Feuerwehren stellten sich am vergangenen Freitagabend dem „Wissenstest 2025 – Verhalten bei Notfällen“. Kreisbrandmeister (KBM) Matthias Schmidt begrüßte den Feuerwehrnachwuchs aus Waldthurn, Burkhartsrieth, Waidhaus , Lennesrieth, Miesbrunn und Pleystein im Gerätehaus Waldthurn. Der Waldthurner stellvertretende Kommandant Chrstian Schön hieß ebenfalls alle willkommen. „Ich denke, dass ihr alle gut vorbereitet seid“, fügte er an und wünschte den Jugendlichen viel Erfolg. KBM Schmidt erklärte kurz die Testmodalitäten der Stufen 1 bis 4. Beim diesjährigen Thema „Verhalten in Notfällen” standen Grundlagen der Ersten Hilfe in Theorie und Praxis, wie das Absetzen des Notrufes oder die stabile Seitenlage, im Fokus. Nach dem Ausfüllen der Fragebögen, folgte der praktische Teil. Hier unterstützten die Jugendwarte der einzelnen Feuerwehren Prüfer KBM Schmidt, in dem sie die einzelnen Aufgaben genauestens beobachteten und bewerteten. Zeitgleich übernahmen Jugendwart Josef Pflaum junior (FF Waldthurn) und Jugendwart Valentin Sax (FF Pleystein) die Auswertung der Fragebögen. Nachdem alle Übungen erledigt und alle Punkte gezählt waren, konnte KBM Schmidt bekanntgeben, dass alle Teilnehmer bestanden haben. Schmidt dankte allen Ausbildern, für die gute Vorbereitung des Nachwuchses. Ein weiteres Danke ging an alle Prüfungshelfer des Abends und ein letztes Dankeschön ging an Christian Schön, den stellvertretenden Kommandanten der Waldthurner Wehr: „Danke, dass wir den Wissenstest bei euch im Unterrichtsraum abhalten konnten“. Anschließend verteilte KBM Matthias Schmidt die Abzeichen in Bronze, Silber und Gold für die Stufen 1 bis 3, sowie die Urkunden für das Erreichen der Stufe 4.
22 Teilnehmer aus den Feuerwehren Burgtreswitz, Döllnitz, Floß, Leuchtenberg, Waidhaus und Waldthurn nahmen an dem Lehrgang teil (Bild: Josef Pflaum)

Lehrgang „Qualifizierte Erste Hilfe im Feuerwehrdienst“

22 Teilnehmer aus den Feuerwehren Burgtreswitz, Döllnitz, Floß, Leuchtenberg, Waidhaus und Waldthurn, nahmen letztes Wochenende erfolgreich an dem Lehrgang „Qualifizierte Erste Hilfe im Feuerwehrdienst” teil. Das Ausbilderteam unter Leitung des Kreisfeuerwehrarztes Rüdiger Hettler sind sowohl im Rettungsdienst als auch in der Feuerwehr aktiv. Der Lehrgangsleiter Rüdiger Hettler und der Kommandant der gastgebenden Feuerwehr Waldthurn Michael Bäumler begrüßten die Teilnehmer am Freitag Abend zum ersten Teil. Zu Beginn referierte Stefan Radies über das Auffinden einer Person, Eigenschutz, Bewusstseinsstörungen, stabile Seitenlage, Blutungen, Knochenbrüche und Vergiftungen. Rüdiger Hettler, der selbst als Notarzt tätig ist berichtete über Verkehrsunfälle, insbesondere darüber, was der Notarzt und Rettungsdienst von der Feuerwehr erwartet, und wie es nach dem Abtransport der Verletzten weitergeht. Das bleibt den Feuerwehren am Unfallort normalerweise verborgen. Im zweiten Teil des Lehrgangs am Samstag stand dann die Praxis im Vordergrund. Die Teilnehmer übten, wie ein Helm abgenommen oder eine Halskrause (Stiff neck) angelegt wird. Sie übten die Rettung aus Fahrzeugen ohne Hilfsmittel und mit dem sog. KED-System sowie den Patiententransport mit Tragetuch, Schaufeltrage, Vakuummatratze oder Spineboard. Danach ging es um die Versorgung von Wunden und Blutungen, Amputationsverletzungen, das Anlegen einer Abbindung mittels eines sog. Tourniquets sowie um die Ruhigstellung von Knochenbrüchen. Außerdem hatten die Teilnehmer die Gelegenheit die stabile Seitenlage zu üben und die mechanische Reanimationshilfe des Rettungsdienstes, LUCAS 2, kennenzulernen. Nachmittags referierte Rüdiger Hettler über die Symptome und die Versorgung eines Herzinfarkts einschließlich der Herz-Lungen-Wiederbelebung beim Herz-Kreislauf Stillstand sowie über die Behandlung des Herzinfarkts durch den Notarzt und im Krankenhaus. Anschließend stellte Johannes Windschiegl den Teilnehmern die Ausrüstung eines Rettungswagens vor. An einer weiteren Station wurde der Umgang mit dem automatischen externen Defibrillator (AED) geschult. Ausbildungsziel war es hier, den Anwendern die Angst vor der Benutzung des AED zu nehmen und dessen einfache Anwendung aufzuzeigen. Dann ging es für die Teilnehmer ans Eingemachte. In zwei Gruppen galt es realistisch inszenierte Notfallszenarien realitätsnah abzuarbeiten. Wichtiges Ziel der Ausbildung war es hier, den Teilnehmern zu vermitteln, dass es einen Teamleiter geben muss. So gelang es den Feuerwehrkameraden, eine Reanimation fünfzehn Minuten lang fortzusetzen, bis der Notarzt und Rettungsdienst eintrafen. Eine Diskussion der Teilnehmer mit dem Ausbilderteam bildete den Abschluss. Rüdiger Hettler bedankte sich für die engagierte Mitarbeit und besonders beim Ausbilderteam. Sein Dank galt auch dem Kommandanten Michael Bäumler und den Kameraden der Feuerwehr Waldthurn für die hervorragende Organisation der Rahmenbedingungen und der Verpflegung. Zum Lehrgangsabschluss dankte auch Kreisbrandmeister Matthias Schmidt den Ausbildern und den Teilnehmern.
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