Zahlreiche HelferInnen der drei Ortsvereine CSU, SPD und FW unterstützten mit dem Bauhof beim Maibaumaufstellen. (Bild: Karl Ziegler)

Die Maibaumtradition verbindet Ortsvereine und Bevölkerung

Ein fester Bestandteil ist das Aufstellen des Maibaums, der als Symbol für Frühling, Fruchtbarkeit und Lebenskraft gilt. Auch in Eslarn wurde dieser Brauch seit Jahrzehnten eindrucksvoll gepflegt. Erstmals vereinten sich die drei Ortsvereine der CSU, SPD, FW mit dem Bauhof zu einem tatkräftigen Arbeitstrupp. Die Initiative für ein gemeinschaftliches Aufstellen ging von Marktrat Christian Schmucker aus. Die Organisation im Vorfeld übernahmen die Markträtinnen Laura Roth und Eva-Maria Procher. Die Organisation des Baumfällens und -transportes organisierten die Markträte Bernd Reil und Albert Gollwitzer. Die Mitglieder packten beim Baumfällen, Schmücken, Aufstellen und bei der Maifeier mit an. Bereits um 6 Uhr machte sich eine auserwählte Gemeinschaft in den Wald auf den Weg, um eine rund 20 Meter hohe Fichte zu fällen. Den Transport vom Wald zum Tillyplatz in Eslarn stellte Florian Wazl mit dem Langholzanhänger von Bauhofmitarbeiter Manuel Demleitner sicher. Durch die morgendliche Aktion am 1. Mai konnte auch ein möglicher Maibaumdiebstahl ausgeschlossen werden. Für den passenden Baumschmuck sorgte Gemeinde-Floristin Daniela Hölzl mit zwei gebundenen Kränzen und blau-weißen Bändern. Auch der Bauhof und einige Markträte leisteten mit maschinellem und körperlichem Einsatz wertvolle Hilfe. Nach dem erfolgreichen Aufstellen wurde gemeinsam gefeiert. Die Ortsvereine bewirteten zahlreiche Gäste mit Weißwürsten, Brezen und Bratwürsten sowie alkoholischen und alkoholfreien Getränken. „So viele Besucher waren bei einem Maifest noch nicht da.“ Für Thomas Kleber war es am 1. Mai seine erste Amtshandlung als neu gewählter Bürgermeister. Der Unternehmer packte tatkräftig mit an und unterstützte beim Aufstellen wie Bauhofmitarbeiter Manuel Demleitner mit einem Teleskopradlader. Moderne Technik und vereinte Kräfte machten es möglich, dass der Maibaum im Beisein vieler Zuschauer zügig aufgestellt war. Der Einsatz aller Beteiligten und das harmonische Miteinander verdienen laut Bürgermeister Kleber große Anerkennung und machen den besonderen Gemeinschaftsgeist sichtbar. Das Maibaumaufstellen zeigte einmal mehr: Tradition und Geselligkeit verbinden. Dieses überparteiliche Miteinander ist laut Bürgermeister Thomas Kleber ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt in der Gemeinde. Nicht zuletzt sorgte die FFW mit verkehrslenkenden Maßnahmen für die Sicherheit beim Aufstellen.
Beim Einladen wurden die Viertklässler von ihrer Lehrerin Ann-Kathrin Bauer (li) und von der Truckerbesetzung (v.r.) Josef Woppmann, Lugge Wüst und Steffan Gruener (auf dem Lkw) unterstützt. (Bild: Karl Ziegler)

Menschen in der Region spenden seit 20 Jahren für arme Kinder in Südosteuropa

Der Konvoi der Johanniter macht sich am zweiten Weihnachtsfeiertag mit 10 Lkw auf die rund 1200 Kilometer lange Fahrt nach Südeuropa auf den Weg. Mit dabei ein Fuchs-Truck aus Waidhaus mit den ehrenamtlichen Fahrern Christian Fuchs aus Waidhaus und Ludwig Wüst aus Georgenberg. „Wir bringen seit 20 Jahren zwischen 1300 und 1400 Pakete aus dem Altlandkreis Vohenstrauß zu den Kindern der LIA-Stiftung in Siebenbürgen und zu bedürftigen Menschen in Rumänien“, erläuterte Wüst. Der Georgenberger ist wie die Johanniter für die vielen gespendeten Grundnahrungsmittel aus der Region dankbar. „Lugge“, wie er von seinen Freunden liebevoll genannt wird, nimmt sich seit über 20 Jahren an Weihnachten einige Tage Zeit und bringt die gesammelten Pakete zu armen Menschen und hungrigen Kindern. Die unerträglichen Zustände in Osteuropa wollen vor allem die Johanniter mit ihrer Aktion „Weihnachtstrucker“ auch nach 30 Jahren mit alljährlichen Hilfstransporten lindern. Nachdem Wüst seit 2003 einige Jahre als Mitfahrer den Lkw-Konvoi begleitet, setzt er sich seit Jahren selbst als ehrenamtlicher Chauffeur ans Steuer. Für Ludwig Wüst wurde die Hilfsaktion der Johanniter zur Lebensaufgabe. Bereits Freundschaften geschlossen wurde im 1995 gegründeten Jugenddorf Lokod, das junge Leute aus Deutschland mit dem gemeinnützigen Verein LIA e.V. gründeten. „Aber ohne die vielen Spender aus der Region wäre diese Aktion unmöglich gewesen“, äußerte Wüst dankbar. Beim Sammeln der Hilfspakete, in denen Lebensmittel & Grundnahrungsmittel und Hygieneartikel, aber auch Geschenke für Kinder verpackt sind, werden die „fahrenden Engel“ durch Spenden von Vereinen, Organisationen und Familien unterstützt. Für notleidende Kinder in Südosteuropa gibt es durch die Hilfsaktion aus der Oberpfalz an Weihnachten auch ein leckeres Essen und als Dreingabe tolle Kinderspielsachen. Beim Einladen der vielen freiwilligen Gaben wurde der Georgenberger auf seiner Tour erstmals von Josef Woppmann und Steffan Gruener kräftig unterstützt. In Eslarn helfen der Aktion seit Jahren die vier Grundschulklassen und die Eltern. Den Kontakt zu „Lugge“ knüpft Lehrerin Ramona Mensch und zu den Eltern Schulleiterin Katharina Merther. „Ich sammle in meiner Klasse immer freiwillig einen Euro ein, kaufe mit dem Geld ein und leg den Restbetrag drauf“, beschrieb die Lehrerin von der 2. Klasse. Gemeinsam mit den Kindern werden dann für das Projekt „Weihnachtstrucker“ die weihnachtlichen Pakete geschnürt. Aber auch Zuhause packen einige Kinder mit ihren Eltern einige Pakete, so dass die Viertklässler mit Hilfe der Lehrerinnen Ramona Mensch und Ann-Kathrin Bauer insgesamt 13 toll geschmückte und voll gepackte Pakete in den Lastwagen einladen konnten. Ein Dank für diese tolle Aktion ging an die Schulkinder und Eltern. Zudem wurde während der vergangenen 30 Tage an der Sammelstelle bei der Familie Reindl im Schellenbach auf Initiative des CSU-Ortsvereins insgesamt 34 Pakete abgegeben und in den Lkw eingeladen. Die Organisation übernahm Claudia Balk und das Einsammeln die Familie Reindl. „Im Namen des CSU-Ortsverbandes möchte ich allen Eslarner Paketspendern danken“, so zweiter Bürgermeister Thomas Kleber. Mit den Paketen von Thomas Kleber und Andreas Karl konnten Michael Reindl und Josef Rupprecht insgesamt 34 Päckchen einladen. Vor der Weiterfahrt spendierte der zweite Bürgermeister noch leckere Leberkässemmeln mit Spezi. Nach weiteren Ladestationen in der Region an den folgenden Tagen machen sich Fahrer Christian Fuchs und Beifahrer Lugge Wüst mit dem voll beladenen Fuchs-Truck am 26.12. zusammen mit den Johanniter-Weihnachtstruckern auf die 1200 km lange Strecke auf dem Weg. Die Fahrten führten die ersten Jahre nach Serbien, Mazedonien, Moldawien und schließlich in den Süden von Rumänien und waren aufgrund der strengen Grenzkontrollen nicht einfach. „Heute geht es zügig über die Grenzen“, so Wüst. Aktuell ist die arme Region in Siebenbürgen (Transsilvanien) bereits das 14. Mal das Ziel. Alljährlich freuen sich die Menschen vor Ort über die leckeren Weihnachtsgrüße aus der Oberpfalz und auch aus Eslarn. Lohn genug für alle Trucker sind laut Lugge Wüst die freudestrahlenden Kinder und die leuchtenden Kinderaugen.
Das Arbeitsteam des CSU-Ortsverbandes um Vorsitzende Eva-Maria Procher (4.v.r.). (Bild: Karl Ziegler)

Osterbrunnen mit 710 Ostereiern bereichert Marktplatz

Eine farbenfrohe Osterkrone mit 710 bunten Ostereiern bereichert seit Freitag neben dem markanten Zoiglbrunnen den Marktplatz. Das Aufstellen übernahmen wie im Vorjahr rührige Mitglieder vom CSU-Ortsverband, darunter Markträte, Vorstandsmitglieder und freiwillige Helfer. Gefallen am emsigen Treiben fand auch der 7-jährige Vincent Voit. Für die kürzlich neu gewählte Vorsitzende Eva-Maria Procher war es die erste Aktion unter ihrer Leitung. „Schön, dass wir gemeinsam die Tradition lebendig erhalten.” Das als Unterbau für die Osterkrone dienende eiserne Brunnengestell transportierte Michael Kleber (Mathes) mit seinem Anhänger von der Tillyschanz zur Marktmitte. Das handwerkliche Meisterstück des verstorbenen Schulhausmeisters Hans Kaiser bewahrt das ganze Jahr über Christa Kaiser an der „Schanz” auf. „Das Gestell dient als Unterbau für die Osterkrone.” Als Frühlingsboten bereichern nicht nur 710 bunte Ostereier und gelb-blaue Zierbänder, sondern rundherum auch über 60 Stiefmütterchen das Osterfest. Neben dem bunten Osterensemble platzierte der Bauhof zudem angepflanzte Blumentröge. Ein Dank für die gespendeten Blumen ging vor allem an die Eslarner Blumenmanufaktur Zierer, an Bettina und Stefan Reindl für die Hackschnitzl, an den Bauhof für die ausgeliehenen Arbeitsgeräte und nicht zuletzt an alle freiwilligen Helferinnen und Helfer. „Damit ist an den Ostertagen am Marktplatz wieder ein wunderschöner Blickfang entstanden, der unsere Gemeinschaft lebendig macht”, beschreibt CSU-Vorsitzende Eva-Maria Procher. Einen Dank an den Arbeitstrupp der CSU für die Pflege des alten Brauchtums sandte aus der Kreistagsklausur auch zweiter Bürgermeister Thomas Kleber. „Tradition ist uns sehr wichtig und ich wäre gerne dabei gewesen.”

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