Über den guten Zuspruch zu ihrem Sommerfest am Sonntag auf dem Burkhardsreuther Schulhof, das sich unmittelbar an Gottesdienst und Festzug zum Sankt-Jakobus-Patrozinium anschloss, freute sich die Trabitzer CSU. Ortsvorsitzende und Bürgermeisterin Carmen Pepiuk erinnerte an die 70-jährige Geschichte des Ortsverbands als „einer starken Stimme der Gemeinde“, wobei sich eine Mitwirkung der Partei an der Gemeindepolitik sogar bis 1950 zurückverfolgen lasse: Aus jenem Jahr werde berichtet, dass die CSU erstmals mit einem Mitglied im damaligen Preißacher Gemeinderat vertreten gewesen sei. Mit Georg Groß habe die Union dann ab 1963/64 zum ersten Mal den Bürgermeister gestellt.

„Leider gibt es aus den frühen Jahrzehnten unseres Ortsverbandes kaum noch Quellen, auch die Zeitzeugen jener Jahre sind inzwischen fast alle verstorben“, bedauerte Pepiuk. Was als Anlass zum Feiern zähle, seien freilich nicht so sehr Daten und Aufzeichnungen, sondern das, was verantwortungsbewusste Menschen durch „aktive Mitgestaltung der Heimat und Meisterung von Herausforderungen“ an Bleibendem geschaffen hätten. Landtagsvizepräsident Tobias Reiß zog eine Parallele zwischen dem Pfarrpatron Jakobus dem Älteren und der politischen Arbeit des Ortsverbands: Jakobus sei „der Patron der Pilger“, und gute kommunalpolitische Arbeit ähnele insoweit einem Pilgerweg, als sie mit Ausdauer „viele Stationen in Richtung auf ein Ziel zurücklegen“ müsse. Dabei gelte es „für die Menschen da zu sein“, das „Gemeinwohl im Blick zu behalten“, den Zusammenhalt in der Gemeinde zu festigen und sich nicht zu scheuen, „bei schwierigen Entscheidungen, die nicht jedermanns Zustimmung finden, Gesicht zu zeigen“, betonte der CSU-Stimmkreisabgeordnete.