Diszipliniert, fair, verletzungsfrei: Nicht nur für die Katholische Landjugend der Pfarrei Burkhardsreuth als Gastgeber war der bestens organisierte Menschenkicker-Wettstreit von 18 sechsköpfigen Teams aus vielen Orten zwischen Kirchenthumbach, Pressath und Kemnath eine überzeugende Werbung, sondern auch für die ungewöhnliche Sportart, die dem klassischen Tischfußball nachempfunden ist: Die Hände der Spieler – auch des Torwarts – sind mit Riemen an Querstangen gebunden, so dass mehr als beim gewöhnlichen Fußball körperliche Elastizität und Geschick gefordert sind.
Der Spieldynamik und Spannung tat das keinen Abbruch, und bei mehr als einem der insgesamt 53 Duelle kam es vor, dass ein Team im fünfbis zehnsekündigen Abstand drei Tore schoss und damit sogar dem Gegner den sicher geglaubten Sieg streitig machte. Am Ende waren es je ein Trabitzer und ein auswärtiges Team, die sich auf dem Burkhardsreuther Bolzplatz in den beiden Finalbegegnungen gegenüberstanden. Im „kleinen Finalduell” um den dritten Platz musste sich der Trabitzer LBV dem Pressather Burschenverein mit null zu zwei Toren geschlagen geben, und auch der „Meisterpreis”, ein 30-Liter-”Fassl”, ging über die Gemeindegrenze: Das „Spin2win”-Sextett aus Eschenbach verwies „Westside Pichlberg” mit vier zu zwei Treffern auf den „Silberplatz”.
Den Ehrenpreis für das originellste „Kostüm” holte der Lokalmatador „FC Bierkhardsreuth” mit pinken Shirts als Parodie auf die vieldiskutierten DFB-Auswärtstrikots und farblich passenden Hüten, die mit je zwei Bierdosen geschmückt waren, und der Mädchenteam-Sonderpreis ging an die einzige rein weibliche Formation „Kickerellas”. Keinen Preis gab es leider für den prägnantesten Teamnamen – ihn hätten wohl „Dynamo Tresen”, „Atletico Hopfenheim” und die „Stressikas und Flennjamins” unter sich ausgemacht. Nach der Siegerehrung genossen Spieler und Besucher beim „Public Viewing” auf dem Schulhof die spannende WM-Torjagd der Profis aus Deutschland und der Elfenbeinküste.