Statt im Klassenzimmer fand der Unterricht für eine Schülergruppe kürzlich im Schulwald statt. Beim diesjährigen Waldprojekttag stand praktisches Arbeiten im Mittelpunkt: Die Schülerinnen und Schüler errichteten gemeinsam zwei Hochsitze und erhielten dabei zugleich wertvolle Einblicke in deren Bedeutung für Natur- und Wildschutz. Unter fachkundiger Anleitung von Claudia Dietz von der Umweltstation sowie Gerhard Schneider und Dietmar Michalski von den Bayerischen Staatsforsten lernten die Jugendlichen, dass Hochsitze nicht nur der Tierbeobachtung dienen, sondern auch eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Wildbestands und dem Schutz des Waldes spielen. Im Anschluss wurde das theoretische Wissen direkt in die Praxis umgesetzt. In zwei Gruppen aufgeteilt, machten sich die Schülerinnen und Schüler an die Arbeit: Während eine Gruppe einen Hochsitz mithilfe eines Fertigbausatzes errichtete, fertigte die andere Konstruktion aus Stangenholz direkt aus dem Wald. Sägen, Schrauben und Hämmern verlangten dabei handwerkliches Geschick und Teamarbeit – eine Herausforderung, die die Gruppen gemeinsam meisterten. Besondere Unterstützung erhielt das Projekt durch Daniel Hechtl, Inhaber der Firma „Hochsitze aus der Oberpfalz”, der einen Bausatz sponserte und darüber hinaus einen weiteren Hochsitz für eine andere Schulgruppe zur Verfügung stellte. Ohne dieses Engagement wäre die Durchführung des Projekttags in dieser Form nicht möglich gewesen. Am Ende des Tages zeigten sich alle Beteiligten stolz auf ihre Leistung. Mit eigenen Händen etwas Nachhaltiges für den Schulwald geschaffen zu haben, sorgte für große Zufriedenheit. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte ein Kamerateam, das den Projekttag begleitete. Der Waldprojekttag erwies sich damit als voller Erfolg. Es war ein Tag voller neuer Erfahrungen, gemeinsamer Erfolge und echter Begeisterung für die Natur.