Beim Besuch des ambulanten Hospizdienstes Tirschenreuth in den 9. Klassen der Realschule im Stiftland erhielten die Schülerinnen und Schüler einen sehr einfühlsamen Einblick in die Themen Sterben, Begleitung und Palliativversorgung. Frau Schicker und Frau Lehner verstanden es, die Jugendlichen behutsam an ein oft verdrängtes Thema heranzuführen und zum Nachdenken anzuregen.
Zu Beginn stellten die beiden Damen den Schülerinnen und Schülern die Frage, wie sie sich ihren letzten Tag im Leben vorstellen würden. Dabei wurde deutlich, dass sich viele Jugendliche wünschen, ihre letzte Zeit im Kreis der Familie und in ihrem vertrauten Zuhause zu verbringen. Genau diesen Wunsch, den viele Menschen teilen, versucht der ambulante Hospizdienst gemeinsam mit der SAPV (Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung) zu ermöglichen. Ziel ist es, schwerkranken Menschen ein möglichst selbstbestimmtes Leben bis zuletzt zu ermöglichen – begleitet von Gesprächen, menschlicher Nähe und einer guten Schmerztherapie.
Die Jugendlichen erfuhren außerdem, welche Unterstützungsmöglichkeiten es in der Region gibt, wenn eine Versorgung zu Hause nicht mehr möglich ist. So wurde die Palliativstation in Weiden vorgestellt, ebenso das Hospiz in Neustadt, das Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleitet und ihnen Geborgenheit schenkt.
Besonders beeindruckt zeigte sich die Klasse von den vielfältigen Hilfsangeboten und der menschlichen Begleitung sterbender Menschen. In einer Abschlussrunde nannten die Schülerinnen und Schüler unter anderem folgende Gedanken und Erkenntnisse: • Niemand muss alleine sterben. • Einsamkeit kann durch Begleitung und Gespräche gelindert werden. • Es gibt verschiedene Dienste und Unterstützungsmöglichkeiten. • Der Umgang mit sterbenden Menschen wurde thematisiert. • Familien erhalten Hilfe und Lösungen, wenn es Angehörigen schlecht geht.
Der Besuch hinterließ bei vielen Jugendlichen einen nachhaltigen Eindruck und zeigte, wie wichtig Mitmenschlichkeit, Begleitung und Würde am Lebensende sind.