Sogar Wochen später hat die Kunstausstellung der Kulturwerkstatt Hirschau noch eine positive Nachwirkung. Regina Pechtl pflegt schon seit mehr als 33 Jahre liebevoll das Marterl an der Kohlberger Straße in Hirschau. Es beinhaltet zwei Bilder, wobei eines schon sehr mitgenommen aussah und dringend renovierungsbedürftig war. Bei einem Besuch der Kunstausstellung fiel ihr ein, dass ja hier viele fähige Künstler vor Ort sind. Jürgen Hartman, einer der bekanntesten Hirschauer Künstler war sofort einverstanden, sich um das beschädigte Bild zu kümmern und es wieder neu aufleben zu lassen. Die Arbeit war jedoch umfangreicher als er sich das vorstellte. Das Bild war aus einem Betonguss hergestellt und die Farbe musste komplett abgeschabt werden. Anschließend wurden Teile zugespachtelt, wie Gesicht und Kleidung, was viel Fingerspitzengefühl erforderte. Auch das Auftragen der neuen wetterfesten Farbe erforderte künstlerisches Geschick. Insgesamt dauerten die Arbeiten zwölf Stunden, einschließlich Wiederherstellung des angeschlagenen Rahmens. Jürgen Hartmann überreichte das Bild an Regina Pechtl, die sich über die gelungene Renovierung mit einem Vergeltsgott bedankte, da der Künstler es nach eigener Aussage nur für Gotteslohn machte. Das bayerische, weltliche Vergeltsgott folgte etwas später mit einer Mass Bier und einer Brotzeit.