Die Staatliche Realschule Kemnath darf sich seit Kurzem offiziell KOMPASS-Schule nennen. Mit dieser Auszeichnung wird das besondere Engagement der Schule gewürdigt, die individuellen Stärken und Talente ihrer Schülerinnen und Schüler gezielt zu fördern. Erste Realschulkonrektorin Julia Emmerling dokumentierte die Maßnahmen der Schule mit „Kompetenz aus Stärke und Selbstbewusstein“ (KOMPASS) und reichte den erfolgreichen Antrag für dieses bayernweite Schulentwicklungsprogramm ein. Ziel ist es, Lernen stärker an den Fähigkeiten der Jugendlichen auszurichten. Schülerinnen und Schüler sollen ihre Begabungen entdecken, Selbstvertrauen entwickeln und ihre Kompetenzen weiter ausbauen.
An der Realschule Kemnath wird diese stärkenorientierte Pädagogik bereits seit vielen Jahren umgesetzt. So kommen im Unterricht unterschiedliche Methoden zum Einsatz, etwa projektorientiertes Arbeiten, Debatten oder kreative Schreibaufgaben. Präsentationen von Arbeitsergebnissen sowie regelmäßige Rückmeldungen der Lehrkräfte helfen den Jugendlichen, ihre Fähigkeiten besser einzuschätzen und weiterzuentwickeln.
Auch außerhalb des Unterrichts bietet die Schule zahlreiche Möglichkeiten, Stärken zu entfalten – etwa durch Wettbewerbe, Exkursionen, Arbeitsgemeinschaften oder Angebote zur Berufsorientierung. In Zukunft soll unter anderem ein schulinternes Nachhilfesystem „Schüler helfen Schülern“ ausgebaut werden. Außerdem findet Ende April ein Projekttag zur individuellen Sensibilisierung und stärkenorientierten Förderung mit dem Motto „Schule ohne Rassismus – Stärke Schule mit Courage – Zusammenleben an der RTO“ statt. Schulleiter Holger König sieht in der Auszeichnung eine Bestätigung des bisherigen Weges der wachsenden und sich fortentwickelnden Kemnather Bildungseinrichtung: Die Schule wolle weiterhin ein Lernort sein, an dem junge Menschen ihre Fähigkeiten entdecken, sich wohlfühlen, Verantwortung übernehmen und mit Selbstvertrauen ihren weiteren Bildungsweg gestalten können.