Auch in diesem Schuljahr standen die AKLÖ-Projekttage der 7. Klassen der Realschule Neunburg ganz im Zeichen alltagsnaher Lerninhalte. Unter dem Motto „Alltagskompetenzen – Schule fürs Leben“ erwartete die Schülerinnen und Schüler ein vielseitiges, abwechslungsreiches Programm, das zentrale Lebensbereiche greifbar und praxisorientiert erlebbar machte.
Im Mittelpunkt waren unter anderem Themen rund um Ernährung und Nachhaltigkeit. Im Workshop zur klimafreundlichen Ernährung setzten sich die Jugendlichen mit umweltbewussten Essgewohnheiten auseinander und erfuhren, wie eng Ernährung und Klimaschutz miteinander verknüpft sind. Passend dazu besuchten sie die Gärtnerei Söllner, deren engagiertes, herzliches Team den Siebtklässlern zeigte, wie Kräuter durch Setzlinge vermehrt werden können. Außerdem säten die Jugendlichen Schnittlauch und bepflanzten eigene Balkonkästen mit Salatpflanzen und unterschiedlichen Kräutern. Ein wichtiger Aspekt war die Stärkung des Bewusstseins für regionale Zutaten.
Kreativ wurde es beim Kochprojekt „Was sich aus einfachen Zutaten zaubern lässt“, das von Samuel Mandon, einem ehemaligen Schüler der Schule und angehenden Koch im Birkenhof, geleitet wurde. Dabei zeigte er, wie sich aus wenigen Lebensmitteln, die man im Normalfall zu Hause hat, unkompliziert leckere Gerichte zubereiten lassen. Die benötigten Zutaten wurden großzügigerweise vom Birkenhof zur Verfügung gestellt.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Umweltbildung. Im „Grünen Klassenzimmer“ in Steinberg am See beschäftigten sich die Jugendlichen unter der Leitung von Tom Zeller, dem Gründer und Geschäftsführer der inMOTION Park Group, mit den Themen Wasser und Klimawandel und erhielten anschauliche Einblicke in ökologische Zusammenhänge. Auf neun Infotafeln erfuhren die Klassen, wie wichtig sauberes Wasser ist. Außerdem wurde gezeigt, welche langfristigen Folgen Umweltverschmutzung und Klimawandel für dieses wichtige Gut haben. Im Zentrum standen dabei selbstverständlich auch die konkreten Auswirkungen auf den Steinberger See und die komplette Region. Für Begeisterung sorgte der sich anschließende Besuch der Erlebnisholzkugel, deren Aussichtsplattform und Rutsche ausgiebig genutzt wurden.
Auch praktische Aspekte des Alltags kamen nicht zu kurz. Beim Besuch des Freilichtmuseums Neusath-Perschen wurden in einem Workshop grundlegende Kenntnisse zum Thema Hygiene vermittelt und historische Einblicke mit praktischen Erfahrungen verbunden. In Kleingruppen wurde Spülmittel aus u. a. Kernseife, Natron und Wasser hergestellt.
Der Bereich Gesundheit spielte in der Projektwoche ebenfalls eine wichtige Rolle. Bei maxxF-Übungen trainierten die 7. Klassen einfache, aber effektive Bewegungsabläufe mit dem eigenen Körpergewicht. Die Jugendlichen erkannten, dass man Bewegung völlig unkompliziert in den Alltag integrieren kann. Ein Besuch im Fitnessstudio „FitnessCorner“ ergänzte das sportliche Angebot und zeigte weitere Möglichkeiten eines gesunden Trainings im Alltag.
Ein weiterer wertvoller Bestandteil war der Erste-Hilfe-Kurs, in dem die Schülerinnen und Schüler lernten, in Notfallsituationen richtig zu handeln und Verantwortung zu übernehmen. Ebenso eindrucksvoll war der Einblick in die Arbeit des Technischen Hilfswerks (THW), der die Bedeutung von ehrenamtlichem Engagement sowie Hilfeleistung verdeutlichte.
Im Bereich der Persönlichkeitsbildung nahmen die Klassen an einem Kommunikationstraining beziehungsweise Selbstbehauptungskurs mit der Schulsozialpädagogin Cristhina Sedlacek teil. Dabei standen sicheres Auftreten, Konfliktlösung und ein respektvoller Umgang miteinander im Mittelpunkt.
Abgerundet wurde das Programm durch den Workshop „Money & me“ mit Waldemar Baimuchanow, einem erfahrenen Referenten für finanzielle Bildung und Überschuldungsprävention bei der Stiftung „Deutschland im Plus“. Hier setzten sich die Jugendlichen mit dem verantwortungsvollen Umgang mit Geld auseinander und erhielten wichtige Impulse für finanzielle Selbstständigkeit. Schwerpunkte bildeten die Themen Budgetplanung, das Erkennen von Kostenfallen und Konsumtricks im Handel sowie der Umgang mit digitalen Einflüssen wie In-App-Käufen und Werbung auf dem Smartphone.
Die abwechslungsreichen Programmpunkte boten zahlreiche Gelegenheiten zum Ausprobieren, Mitmachen und Lernen. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler viele neue Erfahrungen sammeln und praktische Fähigkeiten erwerben, die sie in ihrem Alltag unmittelbar nutzen können.