Zum SMV-Tag verwandelte sich der Computerraum des Ortenburg-Gymnasiums in ein Spieleparadies. Die Schülerinnen und Schüler der 13. Jahrgangsstufe präsentierten die beeindruckenden Ergebnisse ihres Kurses „Game-Design“.
Über anderthalb Jahre hinweg arbeiteten die angehenden Abiturienten an ihren eigenen Spiele-Ideen. Dabei war echtes Durchhaltevermögen gefragt, denn die Aufgabe war komplex: Von der ersten Konzeptskizze bis zur finalen Programmierung musste alles in Eigenregie entstehen. Besonders beeindruckend: Alle verwendeten Assets – also sämtliche Bilder, Gegenstände und Texturen – wurden von den Schülerinnen und Schülern selbst entworfen und digital umgesetzt. Die Musik zum Spiel wurde eigens dafür komponiert.
Um dieses Mammutprojekt zu stemmen, orientierte sich der Kurs an der realen Games-Branche: Die Teilnehmer schlüpften in klassische Rollen wie Designer, Programmierer oder Artist. Durch wöchentliche Sprints und Team-Meetings lernten die Schüler, wie man in modernen agilen Teams produktiv zusammenarbeitet.
Ein Projekt dieser Größenordnung benötigt Rechenpower. Dank der großzügigen Unterstützung der Check24 GmbH in München, die den Kurs mit einer Sachspende von vier leistungsstarken Gaming-Notebooks unterstützte, war dies im schulischen Rahmen möglich. Mit dieser Hardware war es möglich, die Unity-Gaming-Engine zu nutzen – dieselbe Software, mit der auch kommerzielle Meisterwerke wie Hollow Knight, Pokémon Go oder Beat Saber entwickelt wurden. Am Präsentationstag war der Andrang groß. Eltern, Lehrkräfte sowie Mitschülerinnen und Mitschüler hatten die Gelegenheit, die fertigen Spiele direkt vor Ort zu testen. Die Begeisterung der „Beta-Tester“ war das schönste Lob für die monatelange harte Arbeit der 13-Klässler.