Seit jeher widmet der Oberpfälzer Waldverein Waldthurn seinen verstorbenen und verdienstvollen Mitgliedern ein Totenbrett. So wurde an der bestehenden Anlage am östlichen Ortsausgang von Waldthurn in Richtung Oberbernrieth ein weiteres Totenbrett zum Gedenken an Werner Arnold, langjähriger stellvertretender Vorsitzender des OWV Waldthurn und jahrzehntelanger Spartenleiter der angegliederten Skiabteilung, angebracht. In Zusammenarbeit mit dem Schreinermeister Alois Bäumler, der bei Werner Arnold das Schreinerhandwerk erlernte und den Betrieb samt Belegschaft übernahm, Bernhard Karl, der den Text erstellte, Helmut Gollwitzer, der das Layout entwarf und Helmut und Heiko Glaser, die die Buchstaben aufklebten und das neue Brett montierten, konnte nun endlich dem Waldthurner Original ein sichtbares Gedächtnis hinterlegt werden. So heißt es auf dem neuerrichteten Totenbrett: „Gebetsandenken an Herrn Werner Arnold geb. 29.04.1942 gest. 28.08.2021“. „Heimat, Jagd und Handwerk war sein Leben – für seine Lieben hat er alles gegeben, drum Wanderer halt inne auf ein kurzes Verweil, behüte dich Gott und Weidmannsheil.
Das Totenbrett-Brauchtum stammt aus jener Zeit, als der Verstorbene noch zuhause aufgebahrt wurde. Nach der Beerdigung wurde das Brett, auf dem der Tote gelegen hatte, zum Schreiner gebracht, der Geburts- und Sterbedaten des Verstorbenen und einen geeigneten Spruch, einarbeitete. Nach vielen Jahren, wenn das Brett morsch und verwittert ist, darf es abmontiert werden, weil dann die Seele in den Himmel aufgestiegen ist.