Die Ehrenmedaille der Gemeinde Tiefenbach für Helga Adelhoch. Mit Eintrag ins goldene Buch. Es gratulierten (v.rechts) Josef Königsberger, Ludwig Prögler, Martin Holler, Nikolaus Scherr und Freundin Heidi Betz. (Bild: Viola Scherr)

Helga Adlhoch mit der Ehrenmedaille der Gemeinde Tiefenbach ausgezeichnet

Anlässlich ihres 80. Geburtstages überreichte Bürgermeister Ludwig Prögler, als eine seiner letzten Amtshandlungen, an die langjährige Seniorenbeauftragte Helga Adlhoch die Ehrenmedaille der Gemeinde Tiefenbach. Zu dieser Feierstunde versammelten sich im Rathaus Tiefenbach Bürgermeister Ludwig Prögler, sein Nachfolger im Amt Martin Holler und die beiden Stellvertreter Josef Königsberger und Nikolaus Scherr. Nicht fehlen durfte natürlich der Ehrengast Helga Adlhoch selbst. Sie wurde von ihrer Freundin und Unterstützerin Hilde Betz begleitet. Helga Adlhoch übernahm das Amt der Seniorenbeauftragten bereits am 1. Mai 2008 noch unter Bürgermeister Johann Müller. Vorher hatte sie 37 Jahre lang in der Metzgerei Emmer in Tiefenbach gearbeitet. Sie hatte halt schon immer ein Händchen im Umgang mit Menschen, könnte man sagen, und ihre offene, freundliche Art hilft ungemein bei der Arbeit mit Senioren. Dabei sind es nicht immer ältere Bürger, die sie im Blick hat. Schon oft half sie neu zugezogenen Familien mit oder ohne Migrationshintergrund, wenn diese Unterstützung oder einfach einen guten Rat brauchen. Dies ist Bürgermeister Ludwig Prögler sehr wohl bewusst und er schätzt die Arbeit mit Senioren und generell an den Mitmenschen als unbezahlbar ein. Die monatlichen Seniorentreffen sind durchwegs gut besucht und wenn immer es möglich war, kam er gerne auf eine Tasse Kaffee vorbei. Dies wolle der neue Bürgermeister Holler ebenfalls weiterführen. Der Kontakt mit den Bürgern ist nicht nur jedem Gemeindeoberhaupt wichtig, sondern die Senioren und Seniorinnen selbst sind froh um jede Gelegenheit, um sich auszutauschen. So braucht es meist kein großes Rahmenprogramm, die Teilnehmer selbst bringen Geschichten, Lieder und auch Witze mit und tragen diese mutig vor. Die Seniorenbeauftragte vergisst auch die Leute nicht, welche nicht mehr mobil sind. Für sie erledigt Adlhoch beizeiten Einkäufe oder hält telefonisch Kontakt. Dies war in der Corona-Zeit die einzige Möglichkeit, um sich mit den Bürgern auszutauschen. Jetzt kann sie wieder die umliegenden Seniorenheime besuchen und den ehemaligen Bewohnern der Gemeinde Freudenstrahlen ins Gesicht zeichnen. Helga Adlhoch, so Prögler weiter, wurde 2023 von Ministerpräsident Markus Söder mit dem Bayerischen Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten ausgezeichnet. Eine Anerkennung für langjähriges, hervorragendes ehrenamtliches Engagement und die Ehrenmedaille der Gemeinde Tiefenbach soll dieses überragende Engagement genauso würdigen, so Bürgermeister Prögler in seiner Laudatio. Für ihre Arbeit als Seniorenbeauftragte gibt es im Landratsamt vielfache und gute Unterstützung. So werden jährliche Fortbildungen angeboten und sogar mehrtägige Lehrgänge, wie den „Demenzverzögerer“, den sie ebenfalls besucht hat.
Foto 01: Der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft Irlach Tobias Bücherl (rechts) dankte seinem Vorgänger Gerhard Bücherl (2.v. links) für 36 Jahre Vorsitz und Josef Rohfmüller (2.v. rechts) für 30 Jahre stellvertretender Vorsitzender. Mit Bürgermeister Ludwig Prögler (Bild: Nikolaus Scherr)

Jagdversammlung in Irlach

Fast 30 Mitglieder und Gäste begrüßte der Vorsitzende Tobias Bücherl am Beginn der Versammlung der Jagdgenossenschaft Irlach und mit dabei Pfarrer Albert Hölzl und Bürgermeister Ludwig Prögler. Auf der Tagesordnung stand nun das Totengedenken und dazu erhoben sich alle Anwesenden von ihren Plätzen. Den Tätigkeitsbericht trug Schriftführer Stefan Rettinger vor und als wesentlichen Punkt in der letzten Versammlung war sicher die Neuwahl der Vorstandschaft zu nennen. Den Bericht über die finanzielle Situation der Jagdgenossenschaft oblag Kassier Konrad Blattmeier und er nannte als größte Einnahme die Jagdpacht in Höhe von 1400 Euro. Dem Jagdpächter ist seit Jahrzehnten auferlegt, dass dieser eine jährliche Spende an die Kirche Irlach in Höhe von 410 Euro zu tätigen hat. Geringe Einnahmen waren durch die Leihgebühren des Holzspalters zu erwähnen und hier sollte nach einem neuen Unterstellplatz gesucht werden. Der Vorsitzende Tobias Bücherl wird diesen unterstellen, da sonst keine Meldung kam. Die beiden Kassenprüfer Franz Bücherl und Christian Reitinger konnten eine ordentliche Kassenführung bestätigen und so fiel die Entlastung einstimmig aus. Unter Punkt fünf fragte Bücherl die Mitglieder, ob der Jagdpachtschilling ausbezahlt werden sollte, oder wie er befürwortete in der Kasse verbleiben kann. Dies wurde einstimmig befürwortet. Nun stand die Aufnahme eines weiteren Jagdpächters an, denn Bernhard Dirscherl stellte den Antrag zusätzlich zum bisherigen Pächter Bernhard Hauser in das Jagdrevier Irlach mit aufgenommen zu werden. Dirscherl ein gebürtiger Irlacher ist allen bestens bekannt und schon in einem Jagdrevier in Weiding aktiv. Den zur Wahl notwendigen Wahlausschuss bildeten Bürgermeister Ludwig Prögler, Gerhard Bücherl und Martin Holler. Sie stellten 25 Wahlberechtigte fest und bereits nach dem ersten geheimen Wahlgang konnte Prögler das Ergebnis bekanntgeben. Mit 22 JA-Stimmen wurde Bernhard Dirscherl zum weiteren Jagdpächter im Revier Irlach gewählt. Dieser sagte vielen Dank für das Vertrauen und Prögler gratulierte zur Wahl. Damit stehe ein örtlicher Ansprechpartner zur Verfügung, der, etwa bei Wildunfällen, schnell reagieren kann. Beim letzten Punkt der Tagesordnung stand die Ehrung von langjährigen Vorstandsmitgliedern an. Tobias Bücherl bat seinen Vater und Vorgänger im Amt Gerhard Bücherl nach vorne und erinnerte an die lange Zeit von 1989 bis 2025 in der er den Vorsitz der Jagdgenossenschaft mit Leben erfüllte. Ebenso wurde Josef Rohrmüller für seine Mitgliedschaft in der Vorstandschaft in der Zeit von 1995 bis 2025 geehrt. Mit Gesetzten und Paragraphen muss sich die Jagdgenossenschaft auch rumschlagen, denn es bestünde nun die Möglichkeit sich vom Abschlussplan befreien zu lassen. Dies würde jedoch, so Bücherl einen hohen bürokratischen Aufwand bedeuten. Folglich stimmten die Anwesenden für die bisherige Regelung mit Abschussplan und der sieht dieses Jahr 24 Rehe vor. Der Bitte um ein Grußwort kam Ludwig Prögler gerne nach und er gratulierte dem neuen Mitpächter Dirscherl, sowie den ausgeschiedenen langjährigen Vorstandsmitgliedern. Die Gemeinde Tiefenbach, und damit schloss er seinen Nachfolger im Amt Martin Holler ein, strebe immer eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Jagdgenossenschaft und mit allen Vereinen an. Dies soll auch in Zukunft so bestehen. Nun kam eine Nachfrage aus den Reihen der Jagdgenossen über die Verwendung der Spende, welche die Jagdpächter seit Jahrzehnten an die Kirche Irlach überweisen. Dies löste vielfache und lange Diskussionen aus und Pfarrer Albert Hölzl brachte klar zum Ausdruck, dass er über die Verwendung von einzelnen Spenden an die Kirche nicht öffentlich Auskunft geben darf. Der Sachaufwandsträger der Kirche ist bekanntlich die Gemeinde Tiefenbach und Bürgermeister Prögler erwähnte die letzte Sanierungsarbeit am Mauerwerk der Kirche bei der sich die Diözese Regensburg mit 18 Prozent beteiligte und den Rest teilten sich Gemeinde und Kirche Irlach je nach deren Möglichkeiten. Diese Antworten beruhigten den Fragesteller jedoch nicht. Aktuell steht wieder eine Sanierung des Kirchendaches an und erst wenn ein Kostenrahmen feststeht, können Diözese, Gemeinde und Irlach gemeinsam den Finanzierungsrahmen festlegen. Jeder im Raum konnte ein gewissen Misstrauen von einigen feststellen und ein Jagdgenosse fasste die Stimmung im Ausspruch „Früher war der Zusammenhalt in Irlach besser!“ zusammen.
Georg Meyer (Mitte) feierte mit vielen Vereinsabordnungen und im Kreis seiner Familie seinen 70. Jubeltag. (Bild: Johannes Meyer)

Georg Meyer feierte 70. Geburtstag mit vielen Gästen

Bei bester Gesundheit und mit vielen Gästen feierte Georg Meyer aus Tiefenbach seinen 70. Geburtstag. Gebürtig in Thurau bei Schönthal kam er über Premeischl 1980 nach Tiefenbach, denn in diesem Jahr läuteten die Hochzeitsglocken. Er führte seine Ehefrau Erika zum Traualtar und sie schenkte ihm zwei Söhne und eine Tochter. Sohn Johannes reiste aus dem fernen Sardinien mit drei Enkeln und seiner Frau an, sehr zur Freude der Großeltern. Sie erfreuen sich mittlerweile an insgesamt fünf Enkeln im Alter von einem bis 18 Jahren, aber an Ruhestand kann ein Mann wie Georg Meyer noch nicht ernsthaft denken. Der gelernte technische Zeichner verbrachte diese Lehr- und Gesellenjahre bei der Firma Schindler in Wiesing, bevor er wieder die Schulbank an der FOS Cham und der FH in Rosenheim drückte. In der von ihm mitgegründeten Metallfirma in Schönthal ist er noch Betriebsleiter und auch seine Frau war immer stark in diese Firma mit eingebunden. Trotzdem blieb, oder besser gesagt nahm sich der Jubilar Zeit und geht weiterhin seiner Leidenschaft der Jagd nach. Natürlich machte die Jagdhornbläser-Kreisgruppe aus Waldmünchen ihm ihre Aufwartung und auch aus Premeischl war eine Abordnung des VfR Premeischl gekommen. Gleich drei Freiwillige Feuerwehren gaben sich in der Brunnenstraße in Tiefenbach die Klinke in die Hand, denn Meyer ist nicht nur hier in Tiefenbach treues Mitglied, sondern auch in Schönthal an seinem Firmensitz und in Hillstett; das dortige Jagdrevier hat er gepachtet. Also Gesprächsstoff genug an diesem Jubeltag, aber es geht noch weiter, denn der „Meyer Schore“ engagiert sich seit vielen Jahren auch als Sänger im Kirchenchor Tiefenbach. Fehlt noch der Obst- und Gartenbauverein in Tiefenbach und diese Gruppe führte er jahrelang als Vorsitzender. Zum Gratulieren kamen noch eine Reihe von Nachbarn und Freunden, so wurde das schmucke Eigenheim an der Brunnenstraße gut gefüllt. Für Abwechslung sorgten an diesem Abend mehrere Male die Jagdhornbläser, die ihrem Jägersmann ein paar Ständchen aufspielten und ihn mehrmals hochleben ließen.
Die neu geweihte Kreide kam ebenfalls gleich zum Einsatz. Pfarrer Hölzl schrieb den Segensspruch 20*C+M+B – 26 an die Kirchentüren. (Bild: Nikolaus Scherr)

Dreikönigsweihe in der Pfarrkirche St. Vitus in Tiefenbach

Zum Vorabendgottesdienst begrüßte Pfarrer Albert Hölzl zahlreiche Gläubige in der Pfarrkirche St. Vitus in Tiefenbach. Beim großen Einzug nahmen auch 14 verkleidete Heilige Drei Könige aus der Pfarreiengemeinschaft teil und besetzten die vordere Kirchenbank. Pfarrer Hölzl sprach mit Blick auf den beleuchteten Stern am Altar, dass der Spruch „Mir ist ein Licht aufgegangen“ oft über unsere Lippen kommt, wenn uns etwas einfällt, nach dem wir schon lange gesucht hatten. Uns allen, meinte Hölzl weiter, ist an Weihnachten ein Licht aufgegangen. Der Stern über der Krippe zeugt von der Geburt Jesu Christi und die heiligen drei Könige nahmen ihre lange beschwerliche Reise auf sich um dem neugeborenen König zu huldigen. Beten auch wir unseren Erlöser und Herrn an. In der Predigt ging der Geistliche auf das unterdrückte Volk Israel ein, das von einem rigorosen Herrscher zum anderen weitergereicht worden ist. Die Menschen warteten sehnsüchtig auf ihren Erlöser und obwohl die Heiligen 3 Könige von weither kamen, konnten die umliegenden Menschen kaum glauben, dass dieses kleine Kind in einer ärmlichen Krippe ihr Befreier sein soll. Die Männer aus dem Morgenland müssen schon ganz besondere Menschen gewesen sein. Seit dem Kommen von Jesu Christi steht unser Leben unter einem guten Stern. Gott selbst lässt diesen Stern leuchten über uns. Nun segnete Pfarrer Albert Hölzl die Gaben der Heiligen Drei Könige, Weihrauch, Myrrhe, Kreide und das neue Dreikönigswasser. Er beschriftete die Kirchenportale mit dem bekannten Segensspruch „20*C+M+B–26“; die drei Buchstaben stehen für „Christus-mansionem-benedicat“ Christus segne dieses Haus. Dabei dankte Hölzl allen Haus- und Wohnungsbesitzern, welche den drei Heiligen Einlass gewährt hatten und sagte ein herzliches Vergelt’s Gott für die Spenden. Das genaue Sammelergebnis steht noch nicht fest, aber es kamen über 4000 Euro in der Pfarreiengemeinschaft zusammen. Den gesamten Gottesdienst begleitete die Männerschola des Kirchenchores Tiefenbach unter der Leitung von Claudia Babl und Monika Wallner auf der Zither und dem Hackbrett. Sowie Organist Stefan Diez. Dafür ernteten die Musiker und Sänger langen Applaus von allen Gläubigen.


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