Schützenmeister Johann Liegl ernennt den Jubilar Bonifatius Vogl an seinem 70. Geburtstag zum Ehrenmitglied. Mit 1. Ritterin Hermine Gruber. (Bild: Nikolaus Scherr)

Bonifatius Vogl feierte 70. Geburtstag

Freudig begrüßte Bonifatius Vogl am Eingang ins Jugendheim jeden seiner Gäste persönlich, denn es versammelten sich am Ende gut 50 Familienmitglieder, Freunde und gute Bekannte im Saal und diese Menschenmenge hätte wohl kaum im eigenen Haus in der Waldbadstraße Platz gehabt. So konnte der „Vogl Bone“, wie ihn seine engsten Freunde nennen, auch Pfarrer Albert Hölzl und Bürgermeister Martin Holler begrüßen und natürlich seine langjährigen Freunde vom Schützenverein „Gemütlichkeit“ in Tiefenbach. Langjähriges Mitglied ist Vogl ebenfalls bei der Feuerwehr Tiefenbach, aber die größte Gruppe bildete an seinem Jubeltag, seinem 70. Geburtstag, die Schulfamilie. Schulleiterin Waltraud Eichstetter und ihre Stellvertreterin Ingrid Sturm hatten auch einige ehemalige Kollegen mitgebracht. Klaus Rückerl, der oftmals auf die handwerklichen Geschicke von Bonifatius Vogl zurückgreifen musste, wenn im Schulhaus was zu installieren war. Franz Liebl, der ebenfalls das Können von Vogl zu schätzen wusste, und ganz klar die ehemalige Schulleiterin Bernadette Unverzart. Als weit und breit besten Hausmeister bezeichnete oft Richard Waldmann von der Landkreismusikschule den versierten Bastler und Handwerker, und diese Fähigkeiten kannte jeder im Raum nur zu gut. Und Vogl half, wann immer es ihm möglich war, ob in und außerhalb der Kirche, in der Schule sowieso, oder sei es beim Schützenverein. Dies ging auch manches Mal auf Kosten der Familie, und Bonifatius Vogl erinnerte bei seinem Grußwort daran. Ein großes Wort des Dankes richtete er deshalb an seine Ehefrau Resi und seine beiden Kinder Bonifatius und Corinna. Der gebürtige Tiefenbacher kam als Hausgeburt auf die Welt. Das war in dieser Zeit auch nicht mehr üblich und er besuchte die neun Klassen Hauptschule, ohne zu wissen, dass er später jahrzehntelang wieder in Tiefenbach zur Schule ging – als Hausmeister. Er lernte ja in der alten Schule rechnen, schreiben und auch turnen, und mangels Turnhalle geschah dies im heutigen Ludwig-Gebhard-Museum. Eine Lehre als Mechaniker bei der Fabrik MMM in Stadlern schloss sich an, und kaum war der letzte Tag der Ausbildung vorbei, ging es drei Wochen nach Norden mit der Firma nach Friedrichshafen. Bald hieß es „Einrücken“, denn die Bundeswehr forderte ihren Sold als W15. Die Grundausbildung besuchte er in Hemau, eine Instandsetzungskompanie, und hier war sein Können als Mechaniker gefragt. Den kleinen Schützenpanzer Hotchkiss kannte er wie seine Westentasche. 1997 hatte Vogl dann genug von den vielen Montageeinsätzen und wurde Hausmeister in der jetzt neuen Schule an der Sonnenstraße. Die Höhepunkte seiner handwerklichen Fähigkeiten ließen im Jugendheim Klaus Rückerl auf dem Akkordeon und mit Gesang von Franz Liebl Revue passieren. Der Refrain kam von den Gästen. Der Vorstand der Schützengilde Johann Liegl kam natürlich nicht mit leeren Händen, aber außer einem Geschenk gab es noch eine Überraschung für den Jubilar. Der Schützenmeister ernannte den langjährigen und immer fleißigen Bonifatius Vogl zum Ehrenmitglied. Schon seit 1971 ist Vogl dort Mitglied und war mehrmals Schützenkönig und bekleidet dieses Amt auch heute. Jahrelang begleitete Vogl den Schützenmeister als Stellvertreter und bereits seit 1984 übernimmt er die Arbeit als Vereinswirt. Damals im Gasthaus Russenbräu und jetzt in der Alten Schule.
Seit 60 Jahren ist Xaver Dietl Mitglied beim Schützenverein Gemütlichkeit Tiefenbach. (v.links) Pfarrer Albert Hölzl, Xaver Dietl, Johann Liegl und Bürgermeister Ludwig Prögler gratulieren. (Bild: Nikolaus Scherr)

Xaver Dietl feiert 60 Jahre Mitgliedschaft im Schützenverein Tiefenbach

Im Rahmen der Sebastianifeier bat Vorstand und Schützenmeister Johann Liegl um Aufmerksamkeit um eine Laudatio und Ehrung für eine doch seltene Lebensleistung vorzubringen. Das Ehrenmitglied beim Schützenverein Gemütlichkeit Xaver Dietl trägt nicht nur seit 2013 diesen Titel Ehrenmitglied, sondern ist nun seit über 60 Jahre Mitglied im Schützenverein Tiefenbach. Jahrzehntelang trug er Verantwortung als Gerätewart und war 1982 und 1984 Schützenkönig. In der Pistolen- und Gewehrklasse schaffte er mit seinen Schützenbrüdern und -Schwestern den Aufstieg bis zur Bezirksoberliga. Als Jugendleiter und Gaujugendleiter kümmerte sich Dietl jahrelang um den Nachwuchs in Tiefenbach und im ganzen Gaubereich Waldmünchen. Xaver Dietl ist immer noch aktiver Schütze und begleitete den Schützenverein Gemütlichkeit jahrzehntelang auf seiner Reise durch Tiefenbach. Angefangen hat alles beim Krapflbräu, wo die ersten Schießübungen und Tourniere bis zum Jahr 1970 stattfanden. Bis ein moderner Schießstand im Gasthaus Zur Post (Fam. Ulschmid) fertig wurde, konnten die Tiefenbacher bei ihren Freunden in Steinlohe in Form bleiben. Beim Ulschmid fühlten sich alle wie zu Hause bis 1983 das Gasthaus Russenbräu ihre neue Heimat wurde. Hier konnten im eigenen Schützenheim so manche Erfolge und Geburtstage gefeiert werden und viele Tausend Schuss auf die kleinen Scheiben wurden abgegeben. Bis sich die Schützenmitglieder 2017 eine neue Bleibe suchen mussten. Einige Objekte vielen in die engere Auswahl und in der Aula der Alten Schule, wo viele Vereine und Gruppen aus der Gemeinde Tiefenbach eine Heimat bekamen, konnte auch der Schützenverein Gemütlichkeit Unterschlupf finden. Xaver Dietl war immer dabei und erlebte in dieser Zeit auch einige Vorstände kommen und gehen. Für Alois Vogl, über Otto Vogl bis zum jetzigen Vereinsoberhaupt Johann Liegl war Xare, wie ihn die meisten nennen, ein treuer Schütze und da, wenn Hilfe gebraucht wurde. Dem immer noch ledigen, gelernten Schreiner wünschten alle Anwesenden noch viele gesunde Jahre in der zweiten Heimat des Schützenvereins Gemütlichkeit in Tiefenbach.
Die neuen Würdenträger des Schützenvereins Gemütlichkeit Tiefenbach: Manfred Scheid, Sepp Seebauer, Irma Zilk, Xaver Dietl, Barbara Seebauer und Johann Liegl (von links). <br><br> (Bild: Nikolaus Scherr)

Schützenverein Gemütlichkeit proklamiert Schützen-Liesl und König

Am Gedenktag des heiligen Sebastian, dem Patron aller Schützengilden, gedachten die Mitglieder des Schützenvereins „Gemütlichkeit” in Tiefenbach ihren verstorbenen Mitgliedern beim Vorabendgottesdienst. Zusammen mit Pater Basil Bazir Ngwega begrüßte Pfarrer Albert Hölzl die Gläubigen und die Mitglieder des Schützenvereins in der vorderen Abteilung. Vereinsvorstand Johann Liegl selbst las die 2. Lesung aus dem ersten Brief von Apostel Petrus und Pfarrer Albert Hölzl erinnerte in seiner Predigt an das heilige Leben von Sebastian, der 288 in Rom den Märtyrertod gestorben ist. Er versteckte seinen christlichen Glauben nicht, sondern trat mutig dafür ein. Ihn dürfen, ja sollen wir uns zum Vorbild nehmen. Aber können wir uns an einem Mann der vor über 2000 Jahren lebte ein Beispiel nehmen? Wer das Leben des Hl. Sebastian genauer beleuchtet wird ein leuchtendes Beispiel an Glauben und Nächstenliebe feststellen und diese Tugenden haben bis heute Gültigkeit und Wert. Auf dem Altar waren mehrere Körbe mit kleinen Sebastiani-Kreuzen aufgestellt, welche Pfarrer Hölzl gegen Ende des Vorabendgottesdienstes segnete. Jeder Gläubige sollte am Ausgang ein Kreuz zur Erinnerung an den Hl. Sebastian erhalten. Im Anschluss an den Gottesdienst versammelten sich die Mitglieder des Schützenvereins im Schützenstüberl und Vorstand Johann Liegl konnte die Ergebnisse des Königsschießens verkünden. Schützenliesl wurde mit einem 45,2 Teiler Irma Zilk, den zweiten Platz konnte sich Barbara Seebauer mit einem 118 Teiler sichern und den 3. Platz bei den Damen belegte Gerlinde Baer (677) Die Würde des Schützenkönigs ging an Manfred Scheid mit einem 98 Teiler. 1. Ritter wurde Xaver Dietl mit (129) und 2. Ritter Sepp Seebauer (249)
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