Bürgermeister Martin Holler führte den Besuch aus den USA durch das Klöppelmuseum in Tiefenbach. (Bild: Nikolaus Scherr)

Gruppe aus Plain (Wisconsin) besuchte das Klöppelmuseum in Tiefenbach

Bürgermeister Martin Holler begrüßte die vier Damen aus den USA sehr herzlich im Rathaus in Tiefenbach und zeigte sich sehr überrascht, dass sie Interesse am Klöppelmuseum zeigten. Für viele Waldmünchener ist Plain schon lange keine unbekannte Stadt mehr im Herzen der Vereinigten Staaten, sondern aufgrund von Auswanderern aus Waldmünchen und der Umgebung in den Jahren um 1850 einstand eine Verbindung zur alten Heimat in Bayern. Einzelne hatten den Kontakt nie abreißen lassen und im Jahr 2022 wurde die Städtepartnerschaft offiziell besiegelt. Nach dem Besuch einer Gruppe von Waldmünchener 2025 möchten einige Plainer im August die Trenckstadt aufsuchen. Solange wollten die vier Damen nicht warten und starteten selbst nach Bayern, wo sie Dolmetscherin Christa Senft herzlich begrüßte. Das Klöppelmuseum war Aufgrund der außergewöhnlichen Handwerkskunst das Ziel in Tiefenbach und sie staunten nicht schlecht, da Sieglinde Prögler und Heidi Betz selbst an den Klöppelsäcken die alte Kunst vor Ort zeigten. Der Besuch aus den Staaten zeigte sich sehr angetan von der Klöppelkunst, die ja mit dem Prädikat immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet worden ist. Bürgermeister Holler gab den Gästen einen kurzen Einblick in die Entstehung der Klöppelschule und des heutige Klöppelkreises. Die Damen aus Plain stammt alle aus einer Familie Georg Lins in Eglsee und Steinlohe und verbringen fünf Tage hier in Bayern. Frau Senft führte die Gruppe bereits in die Kirchen in Treffelstein und Steinlohe und ein kurzer Halt ist noch beim Silbersee geplant. Abends darf der Besuch einer Trenckaufführung nicht fehlen. Schnell noch huschte Rudi Rettinger aus Irlach ins Museum, er begleitete 2025 die Gruppe mit Bürgermeister Markus Ackermann auf der Reise nach Plain. Nach einem kurzen Grüß Gott und Hello musste er aber schon wieder weiter. Hoffentlich bleibt im August beim nächsten Wiedersehen mehr Zeit um sich auszutauschen.
Die Jugendbeauftragte der Gemeinde Tiefenbach Katharina Fischer mit Schülern der 3. Klasse. (Bild: Nikolaus Scherr)

Ferienprogramm von Tiefenbach und Treffelstein fertig

Hurra! Endlich Ferien denken sich Ende nächster Woche sicher alle Schüler und freuen sich auf die längste Auszeit im ganzen Schuljahr. Pünktlich zu den großen Ferien stellten die Jugendbeauftragten der beiden Gemeinden Tiefenbach und Treffelstein wieder ein umfangreiches Ferienprogramm mit vielen Aktionen für groß und klein auf die Beine. Federführend schaute Katharina Fischer im Haus des Kindes und der Grundschule Tiefenbach vorbei und verteilte das druckfrische Exemplar. Los geht’s bereits am 1. August mit dem beliebten Fussballcamp auf dem Sportplatz Tiefenbach. Wer es etwas ruhiger mag, für den gibt es Kinderyoga schon ab fünf Jahren und ab neun Jahren ein Teenyoga in Schönau. Ebenfalls in zwei Altersgruppen können sich Kids bei der Bastelaktion „Windlichter gestalten“ in Treffelstein anmelden und erstmals am 8. August steigt eine Kinder- und Jugenddisco im Jugendtreff „Hysi“. Ein besonderes Schmankerl stellen sicher die Spielplatz Picknicks dar, die auf allen Spielplätzen in den Gemeinden abwechselnd stattfinden. Zum Renner könnte sich der „Steckerleis Workshop“ entwickeln, den der Steiner Wirt am 18. August anbietet und falls es mal regnet gibt es einen Kinonachmittag im Spaßettl. Für alle Achterbahnfreunde bietet das Jugendforum einen Ausflug in den Freizeitpark Plohn an und zum Schluss am Ferienende kann man die Geheimnisse des Drachenturmes in Treffelstein erforschen. Gedruckte Ferienprogramme gibt es in den örtlichen Geschäften und den beiden Ratshäusern. Online kann das Padlet-Programm auf den beiden Seiten der jeweiligen Gemeinde aufgerufen werden. Beachten sie bitte die Altersangaben und ob eine Anmeldung notwendig ist.
<br>Foto 04: Tobias Laubmeier aus Steinlohe trägt sich als Europameister ins goldene Buch der Gemeinde Tiefenbach ein.<br> (Bild: Nikolaus Scherr  )

Der Europameister trug sich ins goldene Buch der Gemeinde Tiefenbach ein

Kurz vor der Gemeinderatssitzung letzten Mittwoch begrüßte Bürgermeister Martin Holler den ersten Europameister in der Gemeinde Tiefenbach überhaupt im Sitzungssaal am Ludwig-Gebhard-Platz im Beisein aller Gemeinderäte und seiner Eltern. Tobias Laubmeier hatte bereits Ende Mai an der europäischen Meisterschaft im 3D-Blasrohrschießen in Österreich teilgenommen. Mit diesem herausragenden Erfolg hatte der Nachwuchsschütze der Drachenturmschützen in Treffelstein wohl selbst nicht gerechnet. Wenngleich sein Verein bereits 2022 einen Europameister im Blasrohrschießen feiern konnte. In der 3D-Disziplin wird auf einem abwechslungsreichen Parkour auf detailgetreue Tiernachbildungen in der Natur geschossen. Die besondere Herausforderung besteht vor allem in der unbekannten Entfernung von bis zu 28 Meter und den ständig wechselnden Bedingungen im Gelände. Konzentration, Präzision und ein gutes Gefühl für die Entfernung und den Wind entscheiden hier über Erfolg oder Misserfolg. Nach Auswertung von über 40 Zielschüssen stand in der Jugendklasse Tobias Laubmeier als Europameister fest. Da hat sich das lange Training und auch die Anfahrt ins österreichische Schwarzenbach auf den Keltenberg mehr als gelohnt und der Empfang zu Hause in der Familie und im Verein der Drachenturmschützen war natürlich bombastisch. Dass so ein Erfolg einen Eintrag ins goldene Buch der Gemeinde wert sei, stand außer Frage und so bat Bürgermeister Holler im Beisein von seinem Stellvertreter Josef Königsberger den jungen Schützen um seine Unterschrift. Laubmeier selbst sieht den Europatitel erst als Beginn für weitere Erfolge in dieser Disziplin. Man darf gespannt sein, welchen Titel der junge Mann als nächstes mit nach Hause nimmt.
Mit viel Liebe sind nicht nur die Ställe geschmückt, sondern auch der Innenhof, in dem es sich die Senioren gemütlich gemacht hatten. Mit Helga Adlhoch (vorne links) daneben Andrea Groitl und ihre Tochter Katharina. (Bild: Nikolaus Scherr)

Senioren besuchten Goaßhof

Die Seniorenbeauftragte der Gemeinde Tiefenbach Helga Adlhoch lud ein und rund 30 ältere Bürger kamen zum Goaßhof von Andrea Groitl am Kühberg. Die aktive Frau hat sich mit diesem kleinen Bauernhof einen Lebenstraum erfüllt und führt gerne Gäste durch die weitläufigen Ställe. Wo sonst sieht man heute noch Esel, Ziegen, Hühner und Hasen auf einem Anwesen. Da dürfen viele Streicheleinheiten von den Gästen nicht fehlen und so mancher schwelgt in Erinnerungen, weil er oder sie früher auch mal solche Tiere zu Hause hatte. Das große Hasengehege beherbergte bis vor Kurzem noch über 25 Tiere, aber die kuschligen Gesellen fanden rasend schnell Abnehmer. Anders war dies im Hühnerstall, wo sonst 15 Tiere ihren Platz hatten. Ein Fuchs suchte sogar bei Tageslicht den Stall auf und tötete alle bis auf drei. Der Goaßhof liegt halt direkt am Ortsrand von Tiefenbach und so kommen Wildtiere oft ganz nah heran. Nach vielen Infos von Andrea zu den einzelnen Tieren hatte die Gastgeberin bereits im Innenhof alles für eine gemütliche Kaffeerunde vorbereitet. Tochter Katharina und ihre Freundin halfen tatkräftig mit und so entstand ein ansprechendes Kuchenbuffet, das die Senioren gerne annahmen. Ehemann Bernhard Groitl ist nur, wie er sagte der „Knecht“ auf dem Goaßhof, aber unterstützt seine Frau gerne. In seinem Grußwort freuten sich er und seine Familie über den Besuch und auch über ein baldiges Wiedersehen. Dies ist sicher auch im Sinne der Senioren.
Die Ehrenmedaille der Gemeinde Tiefenbach für Helga Adelhoch. Mit Eintrag ins goldene Buch. Es gratulierten (v.rechts) Josef Königsberger, Ludwig Prögler, Martin Holler, Nikolaus Scherr und Freundin Heidi Betz. (Bild: Viola Scherr)

Helga Adlhoch mit der Ehrenmedaille der Gemeinde Tiefenbach ausgezeichnet

Anlässlich ihres 80. Geburtstages überreichte Bürgermeister Ludwig Prögler, als eine seiner letzten Amtshandlungen, an die langjährige Seniorenbeauftragte Helga Adlhoch die Ehrenmedaille der Gemeinde Tiefenbach. Zu dieser Feierstunde versammelten sich im Rathaus Tiefenbach Bürgermeister Ludwig Prögler, sein Nachfolger im Amt Martin Holler und die beiden Stellvertreter Josef Königsberger und Nikolaus Scherr. Nicht fehlen durfte natürlich der Ehrengast Helga Adlhoch selbst. Sie wurde von ihrer Freundin und Unterstützerin Hilde Betz begleitet. Helga Adlhoch übernahm das Amt der Seniorenbeauftragten bereits am 1. Mai 2008 noch unter Bürgermeister Johann Müller. Vorher hatte sie 37 Jahre lang in der Metzgerei Emmer in Tiefenbach gearbeitet. Sie hatte halt schon immer ein Händchen im Umgang mit Menschen, könnte man sagen, und ihre offene, freundliche Art hilft ungemein bei der Arbeit mit Senioren. Dabei sind es nicht immer ältere Bürger, die sie im Blick hat. Schon oft half sie neu zugezogenen Familien mit oder ohne Migrationshintergrund, wenn diese Unterstützung oder einfach einen guten Rat brauchen. Dies ist Bürgermeister Ludwig Prögler sehr wohl bewusst und er schätzt die Arbeit mit Senioren und generell an den Mitmenschen als unbezahlbar ein. Die monatlichen Seniorentreffen sind durchwegs gut besucht und wenn immer es möglich war, kam er gerne auf eine Tasse Kaffee vorbei. Dies wolle der neue Bürgermeister Holler ebenfalls weiterführen. Der Kontakt mit den Bürgern ist nicht nur jedem Gemeindeoberhaupt wichtig, sondern die Senioren und Seniorinnen selbst sind froh um jede Gelegenheit, um sich auszutauschen. So braucht es meist kein großes Rahmenprogramm, die Teilnehmer selbst bringen Geschichten, Lieder und auch Witze mit und tragen diese mutig vor. Die Seniorenbeauftragte vergisst auch die Leute nicht, welche nicht mehr mobil sind. Für sie erledigt Adlhoch beizeiten Einkäufe oder hält telefonisch Kontakt. Dies war in der Corona-Zeit die einzige Möglichkeit, um sich mit den Bürgern auszutauschen. Jetzt kann sie wieder die umliegenden Seniorenheime besuchen und den ehemaligen Bewohnern der Gemeinde Freudenstrahlen ins Gesicht zeichnen. Helga Adlhoch, so Prögler weiter, wurde 2023 von Ministerpräsident Markus Söder mit dem Bayerischen Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten ausgezeichnet. Eine Anerkennung für langjähriges, hervorragendes ehrenamtliches Engagement und die Ehrenmedaille der Gemeinde Tiefenbach soll dieses überragende Engagement genauso würdigen, so Bürgermeister Prögler in seiner Laudatio. Für ihre Arbeit als Seniorenbeauftragte gibt es im Landratsamt vielfache und gute Unterstützung. So werden jährliche Fortbildungen angeboten und sogar mehrtägige Lehrgänge, wie den „Demenzverzögerer“, den sie ebenfalls besucht hat.
Foto 17: Ein reiches Sortiment an Selbstgedrechseltem bot die Familie Zimmermann in der reich geschmückten Hütte an. (Bild: Nikolaus Scherr)

Weihnachtsmarkt in Tiefenbach

Bei nebligem, feuchtem Novemberwetter freuten sich viele Besucher auf eine Tasse heißen Glühwein oder Kinderpunsch und wem nicht schon der weihnachtliche Duft in die Nase stieg, der konnte sich an den vielen hundert Kerzen am Wegesrand orientieren, die zum Ludwig-Gebhard-Platz neben der Pfarrkirche führten. Bei der Alten Schule veranstalteten wieder die Gemeinde Tiefenbach mit dem Fremdenverkehrsverein die Winter-Weihnacht in Tiefenbach mit vielen Handwerksständen und köstlichen Speisen und Getränken. Die Verpflegung übernahmen die Vereine aus dem Gemeindebereich und diese sorgten für eine reichhaltige Auswahl. Egal, ob selbst gemachte Handwerkskunst oder Kulinarisches angeboten wurde, jede Bude war reich geschmückt und weihnachtlich beleuchtet. Pünktlich um 15 Uhr begrüßte Bürgermeister Ludwig Prögler die vielen Gäste, die bereits dicht gedrängt vor der großen Bühne auf die Darbietungen warteten. Ein herzliches Wort des Dankes sagte das Gemeindeoberhaupt jedem Beteiligten und jedem vor oder hinter der Verkaufsbude. Mit dabei das Christkind persönlich (Magdalena Baumgartner) mit zwei kleinen Engeln. Sie überbrachten ebenso himmlische Grüße und mit einem Prolog war der Weihnachtsmarkt eröffnet. Schon ging es los mit weihnachtlichen Liedern der Kindergartenkinder vom Haus des Kindes St. Josef. Begleitet wurden sie vom Christkind persönlich mit zwei Engeln. Birgit Schultes als Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereins überbrachte ebenfalls ihre Grüße und hatte ein passendes Gedicht mitgebracht. Nun versammelten sich die Grundschüler aus der 3. und 4. Klasse auf der Bühne, begleitet von ihrer Klassenlehrerin Ramona Seiderer und Schulleiterin Waltraud Eichstetter. Neben passenden Songs für den Advent gingen sie auch der Frage nach, was den Tieren wichtig an Weihnachten ist. Da kamen natürlich viele Antworten rund ums Saufen, Fressen und Pennen, aber am Schluss kam die Erleuchtung. Am wichtigsten ist doch das Kind in der Krippe und diese Erleuchtung wünschen die Schulkinder allen Gästen. Noch einmal gab es weihnachtlichen Gesang, diesmal vom Kirchenchor Tiefenbach unter der Leitung von Claudia Babl und begleitet vom Organisten Stefan Ditz auf seinem Klavier. Auch ihnen zollte das Publikum kräftigen Applaus, um sich anschließend wieder auf die Suche nach weiteren Leckereien zu machen. In der Aula der Alten Schule sorgte wieder die Helfer-vor-Ort-Gruppe für reichhaltigen Kaffee und Kuchen und genügend Platz, um eine kleine Pause einzulegen. Gerade richtig für Eltern mit Kindern, denn diese konnten in Sichtweite den großen Berg an Strohballen zerlegen. Nun, mit Einbruch der Dämmerung, verzauberten viele Lichterketten und Kerzen den Weihnachtsmarkt in besonderer Weise. Grund genug, dachten sich wohl viele Gäste, um noch eine Weile diese weihnachtliche Stimmung im Herzen von Tiefenbach zu genießen.
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