Maria Greim (vorne Mitte) ist überrascht: Sie wird bei der Jahreshauptversammlung der Seilzieher der Fahrenbergauswahl zur „Ehrenschriftführerin“ ernannt. Von 1985 bis 2025 hat sie die schriftlichen Arbeiten und vieles mehr für die starken Leute vom Fahrenberg perfekt erledigt. (Bild: Michael Stahl)

Maria Greim – 40 Jahre die gute Seele der Seilzieher
Sportlicher Gesellschaftsverein

Vier Jahrzehnte war Maria Greim mit „gespitztem Bleistift“ für die „Seilzieher der Fahrenbergauswahl“ unterwegs. Bei der Jahreshauptversammlung beim Wirtsheiner in Spielberg wurde die sympathische Frau dafür besonders geehrt. Sie wurde einstimmig zur Ehrenschriftführerin der Seilzieher der Fahrenbergauswahl ernannt. Von 1985 bis 2025 hatte die beliebte Waldthurnerin die schriftlichen Arbeiten für die starken Frauen und Männer vom Fahrenberg akribisch erledigt, was der gesamte Verein mit dieser Auszeichnung besonders ausdrücken will. Laut Vorsitzenden Michl Stahl musste die Geehrte vor 40 Jahren durch Ehrenpräsident Hans Laubmeier erst zu „ihrem Glück“ überredet werden. Sie habe unter den drei Seilzieher-Präsidenten Hans Laubmeier, Paul Völkl und Michl Stahl unzählige Geburtstagskarten mit der Hand geschrieben, alle versendet oder ausgetragen. „Sie war mein lebender Geburtstagskalender und hat auch entsprechende Geschenke besorgt“, sagte Michl Stahl. Maria Greim sei die Verlässlichkeit in Person. Der Seilzieherpräsident freute sich über vier Neuaufnahmen von Yvonne Bock, Alexander Anzer, Sandra Beer und Franz-Josef Beimler. Vorsitzender Michl Stahl erinnerte an die beiden verstorbenen Vereinsmitglieder Heinz Greim und Dr. Nikolaus Globisch. Der Verein nahm am Bierpongturnier des MGV Pleystein teil, machte einen Ausflug zum Ford-Treffen nach Spielhof oder auch die eigene Abschlussfeier zusammen mit den Waidhauser Seilzieherfreunden. Im Januar 2026 marschierten die Seilzieher bei der Winterwanderung von Spielberg zum Hammerwirt nach Neuenhammer. Mannschaftsführer Michl Schwab fasste die sportlichen Aktivitäten zusammen und berichtete von Wettkämpfen, wie den starken Leistungen der ersten Herren- und auch der Damenmannschaft beim Waldthurner Bürgerfest oder beim Wurze O’Schnitt. Besonders erfolgreich verliefen die Feldtage beim Agrar Team Mack. Herren wie auch Damen überzeugten mit Topplatzierungen in den verschiedenen Disziplinen. Ein zentrales Thema der Versammlung war zudem der vollzogene Generationswechsel im Verein, Stahl lobte ausdrücklich die frühere Vereinsführung und aktive Vereinsmitglieder. Trotz einzelner Austritte zeigt sich der Verein heute stärker denn je. Mit derzeit 110 Mitgliedern, drei aktiven Mannschaften – darunter eine Damenmannschaft – und großem Engagement innerhalb der Gemeinschaft befindet sich der Verein in einer sehr positiven Entwicklung. Besonders hervorgehoben wurde die Leistung sowohl der früheren als auch der aktuellen Vorstandschaft sowie der Einsatz jedes einzelnen Mitglieds. Abschließend wurde allen Mitgliedern für ihr Engagement gedankt und die Hoffnung auf weiterhin rege Beteiligung geäußert. Der Blick richtet sich nun motiviert auf kommende Termine und Herausforderungen. Am 24. Mai 2026 ab 14 Uhr steigt an der Waldthurner Vereinshalle das große Seilzieher-Fest mit Kaffee und Kuchen, Kinderseilziehen und Riesen-Sandkasten mit Schatzsuche – musikalische Umrahmung und Barbetrieb. Seilzieher-Turnierbeginn ist um 16 Uhr.
Wissen zur Ersten Hilfe und zum richtigen Einsatz des automatisierten externen Defibrillators war bei der Feuerwehr Spielberg im vergangenen Sonntagnachmittag angesagt (Bild: Thomas Schwab)

Erste-Hilfe-Training und Defi-Einweisung in Spielberg

Im Gasthaus „Beim Wirtsheiner” fand ein umfassendes Erste-Hilfe- und Defibrillator-Training für die Spielberger Feuerwehr und auch für die Bevölkerung statt. Organisiert wurde die Veranstaltung unter anderem durch die Feuerwehrführung mit Vorsitzenden Thomas Schwab, Josef Stangl sowie den Kommandanten Franz-Josef Beimler und Andreas Schmid. Auch Dorfsprecherin Petra Schwab war bei der Schulung anwesend. Insgesamt nahmen 21 Personen an der Defi-Einweisung mit integriertem Notfalltraining teil. Anlass war die Inbetriebnahme des neuen öffentlich zugänglichen Defibrillators, der seit dem Dezember 2025 für jedermann frei zugänglich am Feuerwehrhaus in Spielberg angebracht ist. Die Schulung wurde von Karl Bernet vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Bayreuth am Sonntagnachmittag durchgeführt. In der Zeit von 13.00 bis 16.30 Uhr vermittelte er praxisnahes Wissen zur Ersten Hilfe und zum richtigen Einsatz des automatisierten externen Defibrillators (AED). Bernet betonte, dass künftig wieder mehr Eigeninitiative der Bevölkerung in der Notfallversorgung gefragt sein werde. Gerade in den ersten Minuten eines medizinischen Notfalls könne schnelles Handeln Leben retten. Der Defibrillator sei dabei ein entscheidendes Hilfsmittel, da er auch von Laien sicher angewendet werden könne und im Ernstfall die Überlebenschancen deutlich erhöhe. Auch die Bedeutung der gegenseitigen Hilfe innerhalb der Dorfgemeinschaft wurde durch Vorsitzenden Schwab hervorgehoben. Es sei wichtig, dass sich die Bürgerinnen und Bürger zutrauen, im Notfall einzugreifen und Verantwortung füreinander zu übernehmen.
Gut Flug! - wünschen die Züchter der Einsatzstelle Spielberg ihren jungen Tauben. Von links: Hans Strunz, Hans Lurtsch, Peter Sollfrank, Ludwig Schreiner und Joschi Lurtsch. (Bild: Franz Völkl )

Was macht der Nachwuchs? Jugend am Start

Die rund 200 jungen Reisebrieftauben sind zirka im März 2025 aus den Eiern geschlüpft und nun im August bereits im sogenannten Jungflug am Start und in der Wertung. Bei der Einsatzstelle Spielberg (beim Wirtsheiner in der Scheune) wurde die jungen Reisetauben behutsam auf ihren ersten Flug nach Höchstadt a.d. Aisch (Mittelfranken) vorbereitet. Man hatte sie zuvor ohne jeglichen Leistungsdruck nach Pegnitz ohne Wertung die 60 Kilometer gefahren, um sie auf diese Situation vorzubereiten. Die Einsatzstelle Spielberg beinhaltet eine sehr homogene Züchterschar mit insgesamt acht Züchtern von den Brieftaubenvereinen Waldthurn, Floß und Flossenbürg. Peter Sollfrank und Hans Strunz vertreten die Waldthurner Farben, Ludwig Schreiner kommt aus Höfen, Ludwig Gmeiner (Spielberg) und Josef Strunz, Hans Lurtsch, Joschi Lurtsch und Josef Lurtsch kommen aus Flossenbürg. Das Brieftauben – Reisemobil wird von Reinhold Birkmüller aus Neustadt/WN gefahren, der durch seine Erfahrung die „Neulinge des Flugsport“ sicher an ihr Ziel zum anschließenden Heimflug bringt. „Die Problematik beim Taubensport sind leider die Greifvögel wie Habichte, Wanderfalken oder Sperber, für die die Brieftauben leider oft ideale Beutetiere darstellen. Die „Spielberger Einsatzstelle“ gehört zur RV Pleystein und sind Teil des Regionalverbandes RegV 653 „Oberpfalz“. „Heute geht es um die Bayernmeisterschaft. Es kann also sein, dass der zukünftige Bayernmeister aus den Brieftaubenschlägen der Einsatzstelle Spielberg kommt“, sagte Peter Sollfrank voller Zuversicht. Die weiteren Jungflüge in den nächsten Wochen sind für Würzburg, Wertheim (Baden-Württemberg), Pfungstadt (Hessen) und Kaiserlautern angesetzt. Dazwischen werden immer wieder Kurzflüge nach Pegnitz ohne Wertung eingestreut. Gut Flug!


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Jagdversammlung der Jagdgenossenschaft Spielberg

Kürzlich fand die alljährliche Jagdversammlung der Jagdgenossenschaft Spielberg im Gasthaus Feiler in Spielberg statt. Insgesamt 24 wahlberechtigte Jagdgenossen nahmen an der Versammlung teil, um wichtige Entscheidungen zur Zukunft der Jagd im Revier zu treffen. Der Vorsitzende Hans Leipold aus Wampenhof berichtete über die derzeitige Situation im Revier. Die auswärtigen Jäger haben das Revier zum 31. März verlassen und sämtliche Reviereinrichtungen abgebaut. Ab dem 1. April wird die Jagd ausschließlich von einheimischen Jägern bewirtschaftet. Verantwortlich hierfür sind Hans Leipold und Christoph Ertl, unterstützt von Patrick Dewald. Ein weiteres Thema war die Beteiligung der Jagdgenossenschaft an der Instandsetzung der Waldwege. Bürgermeister Josef Beimler betonte in seinem Grußwort, wie wichtig es sei, die Wege nur bei geeigneten Witterungsbedingungen zu befahren, um Schäden durch schwere Fahrzeuge zu vermeiden. Der Kassenbericht fiel durchweg positiv aus. Wie üblich wurde der Jagdschilling vor der Versammlung an die Jagdgenossen ausbezahlt; ein weiterer Termin zur Auszahlung wird noch bekannt gegeben. Wahlergebnis: Jagdvorsteher Hans Leipold (Wampenhof), Stellvertreter: Christoph Ertl aus Woppenrieth (neu), Kassier: Wolfgang Grötsch (Spielberg), Schriftführer: Franz Gmeiner aus Woppenrieth (neu), Kassenprüfer: Alfred Blödt (Spielberg) und Peter Ertl (Woppenrieth). Besonders wurde dem bisherigen Schriftführer Alfons Härtl (Spielberg) gedankt, der nach 30 Jahren engagierter Arbeit sein Amt niederlegte. Die Versammlung stimmte einstimmig für eine Fortführung der Eigenbewirtschaftung des Reviers für weitere fünf Jahre. Zudem wurde Hans Leipold als Jagdleiter gewählt. Schließlich wurde der Wunsch nach einem Jagdessen geäußert. Aufgrund geringer Teilnehmerzahlen soll dieses in Zukunft nur nach vorheriger Anmeldung und ausreichendem Interesse stattfinden.
Die Tell-Schützen Spielberg haben mit Martin Bodensteiner (Mitte) einen neuen Schützenkönig und mit Tobias Feiler (Dritter von rechts) einen neuen Vize – Schützenkönig. Die Proklamation nimmt Schützenmeister Johann Leipold (rechts) vor. (Bild: Franz Völkl)

Königswürde bleibt im Hause Bodensteiner

Die Tell-Schützen Spielberg haben erneut ihre Majestät gekrönt, die Schützenkrone bleibt im Hause Bodensteiner in Spielberg. Nach dem Erfolg von Johanna Bodensteiner im Jahr 2024 sicherte sich ihr Vater, Martin Bodensteiner, in diesem Jahr die begehrte Königswürde. Mit einem 55-Teiler setzte er sich souverän mit ruhiger Hand und zielsicherem Auge gegen seine Mitstreiter durch und trägt nun die Königskette mit sichtlichem Stolz. Tobias Feiler aus Konradsreuth bei Floß konnte sich als Vize – Schützenkönig die obligatorische Wurstkette mit einem 330-Teiler ergattern. Bei der Königsfeier der Tellschützen 1956 Spielberg im Gasthaus Feiler – beim Wilhelm - war wieder beste Stimmung angesagt. Schützenmeister Johann Leipold aus Wampenhof freute sich, dass beim diesjährigen Königsschießen des kleinen Vereins insgesamt 20 Sportlerinnen und Sportler am Schießstand des Schützenverein Waldthurn an den Start gingen. Sabine Dewald aus Wampenhof ist mit einem 104 Teiler die Siegerin der Glücksscheibe, ihr folgte der Spielberger Sportleiter Martin Völkl mit einem 112 Teiler. Markus Meckl (Spielberg) belegte den 3. Platz (145 Teiler) vor Martin Bodensteiner (148 T.) und Petra Schwab (152 T.) Sieger beim Brotzeitkorb - Schießen wurde mit 63 Punkten der Spielberger Manfred Feiler, vor der Dorfsprecherin Petra Schwab und Doris Bodensteiner mit jeweils 61 Punkten. Tobias Feiler lag auf Platz 4 mit 59 Punkten vor Andreas Schmid und Markus Meckl (jeweils 56 Punkte).
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