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Nachdem die Atemschutzträger die verletzten Personen gerettet hatten, wurden sie durch die Einsatzkräfte versorgt.  (Bild: Markus Kindl)

Mehrere Verletzte nach einem Unfall in einer Werkstatt - Feuerwehr übt den Ernstfall

In den frühen Abendstunden eilten die Feuerwehrleute aus Oberlind und Vohenstrauß zu einer gemeinsamen Einsatzübung nach Unterlind. In einer Werkstatt war es zu einer Verpuffung gekommen, wobei mehrere Personen verletzt wurden. Während die Wehrleute aus Oberlind zuerst die Wasserversorgung sicherstellten, rüsteten sich die Kollegen aus Vohenstrauß mit Atemschutz aus und begannen mit der Brandbekämpfung und Menschensuche. Die genaue Anzahl der Verletzten war zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Da die Werkstatt stark verraucht war, mussten sich die Wehrleute Stück für Stück voranarbeiten. Abgestellte landwirtschaftliche Geräte machten die Suche nach den verunglückten Personen nicht leicht. Nachdem die Wasserversorgung sichergestellt war, rüsteten sich auch die Atemschutzträger der FF Oberlind aus und stellten den Sicherungstrupp. Ebenso richteten sie einen Verbandsplatz ein, wo die geretteten Personen dann medizinisch versorgt wurden. Solche Übungen sind sehr wertvoll, da hier die verschiedenen Vorgehensweisen bei Schadensereignissen geschult und vertieft werden. Vor allem die Tätigkeiten unter Atemschutz verlangen den Feuerwehrleuten viel ab. Nach der Übung wurden der Einsatz und die verschiedenen Vorgehensweisen nochmals besprochen. Kommandant Markus Kindl, welcher die Übung im Rahmen der Langen Nacht der Feuerwehr vorbereitet hatte, dankte allen Teilnehmern für ihren Einsatz. Insgesamt waren fast 30 Feuerwehrleute bei der Übung zugegen gewesen. Bei einer kleinen Brotzeit ließ man den Abend ausklingen, und es wurden dabei in den Gesprächen auch viele Erfahrungen ausgetauscht.
Die Vorstandschaft des Linder Faschingsvereins (Bild: Wolfgang Braun)

Vereinsgründung - Lind hat einen Verein mehr

Ober-/Unterlind gründet Faschingsverein (LFV). Seit vielen Jahren gibt es einen Spaßverein im kleinen Ortsteil Oberlind. Den Linder Faschingsverein. Die Gruppierung fand sich, da in der näheren Umgebung keine Veranstaltung am Faschingsdienstag stattfindet und man sich aktiv am Faschingsgeschehen einbringen wollte. So entstand eine bunt gemischte Truppe, die für den Dorffasching im Schützenhaus tänzerische Einlagen einstudiert und sich einen Dorftreff erbaut hat. In diesem Gebäude wird für Aufführungen geprobt und geplant. Als die Dorfmitglieder hörten, dass es aus organisatorischen Gründen kein Stodlfest im Ort geben soll, wurde das Interesse abgefragt, dies mit dem Faschingsverein durchzuführen. Dies fand Anklang bei der Dorfgemeinschaft und es wurde mit Hilfe einiger Dorfbewohner eine Satzung erstellt und eine Mitgliederversammlung im Gasthaus Anzer abgehalten. Aus Spaß wurde dann Ernst: Die Versammlung fand großen Anklang. Katharina Portner führte durch die Sitzung, in der zu Beginn die Satzung vorgestellt und beschlossen wurde. Ziele des Vereins wurden ausgesprochen, die der Verein verfolgen möchte. Z. B. Brauchtumspflege in der dörflichen Gemeinschaft oder des Faschings. Anschließend führte Axel Lemser die Wahl der Vorstandschaft durch. Als Vorstände wurden gewählt: Katharina Portner, Franziska Braun, Albert Herrmann. Zum Kassier wurde Kristina Woldrich und zum Schriftführer Martin Brand bestimmt. Kassenprüfer wurden Willi Kellner und Johannes Uschold. Weiter wurde der Mitgliedsbeitrag von 12 Euro im Jahr festgelegt. Wer Mitglied werden möchte, kann sich gerne an die Vorstandschaft wenden. Die LFV – Mitglieder sind fleißig am Vorbereiten, denn am Freitag, 25.07.2025 findet das traditionelle Stodlfest im Wittmannstodl in Oberlind statt. Als Special haben sich die Organisatoren eine neue Wein-/Aperolbar ausgedacht. Des Weiteren bekommen alle Besucher, die bis spät. 21:00 Uhr eintreffen, einen Gutschein für ein Freigetränk.
Bürgermeister Andreas Wutzlhofer, 2. Vorsitzender Wolfgang Braun, 1. Kommandant Markus Kindl, Josef Schieder (Ehrung für 40. Jahre), 2. Kommandant Christian Wenk. 1. Vorsitzende Albert Herrmann (v.l.)  (Bild: Albert Herrmann)

Eine besondere Ehrung - 25 Jahre Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Oberlind

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung hob Vorsitzender Albert Herrmann das Engagement des langjährigen Kommandanten Markus Kindl besonders hervor. Dieser ist mittlerweile seit 33 Jahren aktives Mitglied und davon 25 Jahre als Kommandant für die Ausbildung und Leitung der Feuerwehr zuständig. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer ließ nach den Worten des Vorsitzenden wichtige Punkte der letzten 25 Jahre nochmal Revue passieren. Kindl wurde im Jahr 2000 zum Kommandanten gewählt. 2005 wurde er zum Schiedsrichter ernannt und war auf zahlreichen Leistungsabzeichen als Prüfer unterwegs. Im Jahre 2007 wurde er zum Kreisbrandmeister für Ausbildung im Landkreis Neustadt bestellt. Dieses Amt hatte er bis 2018 inne. In diesen Jahren war er im ganzen Landkreis auf Lehrgängen, Schulungen, Prüfungen und Ausbildungen unterwegs. Als im Jahre 2015 die neue Form der Grundausbildung in Bayern eingeführt wurde, war er maßgeblich für deren Gestaltung und Umsetzung im Landkreis tätig. Im Jahre 2013 hat er als Kreisbrandmeister auch das Deutsche Feuerwehrfitnessabzeichen im Landkreis eingeführt. Bei der Feuerwehr Oberlind wurde diese Prüfung bereits 106 Mal abgelegt. Auf seine Initiative hin wurde der Lehrgang „Qualifizierte Erste Hilfe im Feuerwehrdienst“ im Jahre 2018 durch ihn ins Leben gerufen. Doch auch in der eigenen Wehr wurde Kindl nie müde, seine Aktiven mit verschiedenen Aktionen zu schulen und zu motivieren. In den letzten 25 Jahren haben über 40 Gruppen unter seiner Leitung das Leistungsabzeichen abgelegt. Ebenso wurde das von ihm selbst eingeführte entworfene Freiwillige Leistungsabzeichen intern von weiteren 16 Gruppen absolviert. Im Jahre 2022 begann er den Aufbau einer Atemschutztruppe, welcher er auch selbst angehört. Bürgermeister Wutzlhofer hob hervor, dass sich Kindl in den letzten 25 Jahren durch eine Vielzahl an Lehrgängen ständig fortgebildet hat. Als Würdigung für seinen unermüdlichen Einsatz überreichten ihm das Stadtoberhaupt und auch der Vorsitzende je ein Präsent.
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