Eine verletzte Person wird aufgefunden. (Bild: Markus Kindl)

Üben für den Ernstfall

Das Einsatzspektrum der Feuerwehren ist sehr breit gefächert. Um die verschiedenen Handgriffe weiter zu vertiefen und auch die lebensrettenden Sofortmaßnahmen zu schulen, führte die Feuerwehr Oberlind eine größere Übung auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Obernankau durch. Oft sind bei einer Meldung noch nicht alle Einzelheiten bekannt und erst beim Eintreffen an der Einsatzstelle setzt sich dann das Bild genauer zusammen. In diesem Fall informierte der Besitzer des Anwesens darüber, dass in einem Lagerraum eine starke Rauchentwicklung vorhanden sei und vier seiner Mitarbeiter sowie ein Kind nicht mehr aufzufinden wären. Während eine Gruppe die Wasserversorgung sicherstellte, machte sich der Atemschutztrupp bereit, den verrauchten Lagerraum näher zu untersuchen. Die andere Gruppe musste die Personensuche übernehmen. Da das Anwesen sehr weitläufig und es mittlerweile auch finster geworden war, wurden durch diese Umstände der Einsatz noch weiter erschwert. Ebenso stellte der Stall als Einsatzort die Feuerwehrleute vor besondere Herausforderungen, da man die Tiere möglichst wenig beunruhigen soll. Ebenso war das Rote Kreuz mit vor Ort und unterstützte die Einsatzkräfte bei ihren Tätigkeiten und der Versorgung der Patienten. Nachdem die Übung abgeschlossen war, wurde nochmals in der Runde eine Besprechung abgehalten, wo auch im Bereich der Ersten Hilfe noch viele Tipps von Heinrich Rewitzer und Josef Sollfrank weitergegeben wurden. Kommandant Markus Kindl, welcher die Übung ausgearbeitet hatte, dankte dem Eigentümer Wolfgang Beierl für die Bereitstellung der Örtlichkeit und sprach auch den Kräften der Oberlinder Wehr, welche mit 20 Personen vertreten waren, ein großes Lob für ihre Teilnahme und ihre sehr gute Arbeit aus.
Abschlussbesprechung nach bestandener Prüfung (Bild: Markus Kindl )

Jugendfeuerwehrleute zeigen ihr Können

Die Jugendflamme ist ein Nachweis für die Mitglieder der Jugendfeuerwehren, welcher sich in drei Stufen gliedert. Die Ausbildung für die Jugendlichen soll abwechslungsreich und interessant gestaltet werden. Mit Hilfe der Inhalte der einzelnen Stufen sollen die Feuerwehranwärter kontinuierlich an den richtigen Umgang mit den Gerätschaften in der Feuerwehr herangeführt werden. Dazu gehören die richtige Handhabung der Knoten und der Umgang mit den verschiedenen Löschgeräten. Ebenso wird in umfangreicher Gerätekunde geprüft, ob die Feuerwehranwärter alle Gerätschaften im Fahrzeug zügig finden und erklären können. Technisches Geschick wird bei der Überquerung von Hindernissen gefordert. Die Jugendfeuerwehrleute müssen dabei eine Schlauchleitung über Hindernisse verlegen oder Gerätschaften mittels Leinen über einen Graben transportieren. Die Jugendlichen sind die Feuerwehrleute von morgen, welche Schritt für Schritt an die Arbeit des aktiven Feuerwehrmannes herangeführt werden müssen. Darum ist es wichtig, Feuerwehrarbeit bereits in der Jugendfeuerwehr attraktiv zu gestalten und sie soll natürlich auch Spaß machen und das Gemeinschaftsgefühl und die Kameradschaft stärken. Dieses Mal wurden alle Stufen abgelegt, was auch eine lange Vorbereitungszeit erforderte. Nach getaner Arbeit konnten alle Teilnehmer die Abzeichen von den Kreisjugendfeuerwehrwarten Mirjam Schuller und ihrem Stellvertreter Dominik Zintl entgegennehmen. Kommandant Markus Kindl bedankte sich bei allen Ausbildern, welche die Jugendlichen mehrere Wochen vorbereitet und intensiv mit ihnen geübt hatten. Stufe 1 und 2 wurde an Beimler Lukas aus Kaimling und Kraus Lukas aus Oberlind verliehen. Stufe 2 erhielten Braun Josef und Uschold Simon. An Eichinger Leopold, Kelnhofer David, Kelnhofer Max, Puff Leonie und Puff Benedikt aus der Feuerwehr Altenstadt ging die Stufe 3. 2. Bürgermeister Josef Maier dankte den Jugendlichen und Ausbildern für ihr außerordentliches Engagement.
Nachdem die Atemschutzträger die verletzten Personen gerettet hatten, wurden sie durch die Einsatzkräfte versorgt.  (Bild: Markus Kindl)

Mehrere Verletzte nach einem Unfall in einer Werkstatt - Feuerwehr übt den Ernstfall

In den frühen Abendstunden eilten die Feuerwehrleute aus Oberlind und Vohenstrauß zu einer gemeinsamen Einsatzübung nach Unterlind. In einer Werkstatt war es zu einer Verpuffung gekommen, wobei mehrere Personen verletzt wurden. Während die Wehrleute aus Oberlind zuerst die Wasserversorgung sicherstellten, rüsteten sich die Kollegen aus Vohenstrauß mit Atemschutz aus und begannen mit der Brandbekämpfung und Menschensuche. Die genaue Anzahl der Verletzten war zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Da die Werkstatt stark verraucht war, mussten sich die Wehrleute Stück für Stück voranarbeiten. Abgestellte landwirtschaftliche Geräte machten die Suche nach den verunglückten Personen nicht leicht. Nachdem die Wasserversorgung sichergestellt war, rüsteten sich auch die Atemschutzträger der FF Oberlind aus und stellten den Sicherungstrupp. Ebenso richteten sie einen Verbandsplatz ein, wo die geretteten Personen dann medizinisch versorgt wurden. Solche Übungen sind sehr wertvoll, da hier die verschiedenen Vorgehensweisen bei Schadensereignissen geschult und vertieft werden. Vor allem die Tätigkeiten unter Atemschutz verlangen den Feuerwehrleuten viel ab. Nach der Übung wurden der Einsatz und die verschiedenen Vorgehensweisen nochmals besprochen. Kommandant Markus Kindl, welcher die Übung im Rahmen der Langen Nacht der Feuerwehr vorbereitet hatte, dankte allen Teilnehmern für ihren Einsatz. Insgesamt waren fast 30 Feuerwehrleute bei der Übung zugegen gewesen. Bei einer kleinen Brotzeit ließ man den Abend ausklingen, und es wurden dabei in den Gesprächen auch viele Erfahrungen ausgetauscht.
Bürgermeister Andreas Wutzlhofer, 2. Vorsitzender Wolfgang Braun, 1. Kommandant Markus Kindl, Josef Schieder (Ehrung für 40. Jahre), 2. Kommandant Christian Wenk. 1. Vorsitzende Albert Herrmann (v.l.)  (Bild: Albert Herrmann)

Eine besondere Ehrung - 25 Jahre Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Oberlind

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung hob Vorsitzender Albert Herrmann das Engagement des langjährigen Kommandanten Markus Kindl besonders hervor. Dieser ist mittlerweile seit 33 Jahren aktives Mitglied und davon 25 Jahre als Kommandant für die Ausbildung und Leitung der Feuerwehr zuständig. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer ließ nach den Worten des Vorsitzenden wichtige Punkte der letzten 25 Jahre nochmal Revue passieren. Kindl wurde im Jahr 2000 zum Kommandanten gewählt. 2005 wurde er zum Schiedsrichter ernannt und war auf zahlreichen Leistungsabzeichen als Prüfer unterwegs. Im Jahre 2007 wurde er zum Kreisbrandmeister für Ausbildung im Landkreis Neustadt bestellt. Dieses Amt hatte er bis 2018 inne. In diesen Jahren war er im ganzen Landkreis auf Lehrgängen, Schulungen, Prüfungen und Ausbildungen unterwegs. Als im Jahre 2015 die neue Form der Grundausbildung in Bayern eingeführt wurde, war er maßgeblich für deren Gestaltung und Umsetzung im Landkreis tätig. Im Jahre 2013 hat er als Kreisbrandmeister auch das Deutsche Feuerwehrfitnessabzeichen im Landkreis eingeführt. Bei der Feuerwehr Oberlind wurde diese Prüfung bereits 106 Mal abgelegt. Auf seine Initiative hin wurde der Lehrgang „Qualifizierte Erste Hilfe im Feuerwehrdienst“ im Jahre 2018 durch ihn ins Leben gerufen. Doch auch in der eigenen Wehr wurde Kindl nie müde, seine Aktiven mit verschiedenen Aktionen zu schulen und zu motivieren. In den letzten 25 Jahren haben über 40 Gruppen unter seiner Leitung das Leistungsabzeichen abgelegt. Ebenso wurde das von ihm selbst eingeführte entworfene Freiwillige Leistungsabzeichen intern von weiteren 16 Gruppen absolviert. Im Jahre 2022 begann er den Aufbau einer Atemschutztruppe, welcher er auch selbst angehört. Bürgermeister Wutzlhofer hob hervor, dass sich Kindl in den letzten 25 Jahren durch eine Vielzahl an Lehrgängen ständig fortgebildet hat. Als Würdigung für seinen unermüdlichen Einsatz überreichten ihm das Stadtoberhaupt und auch der Vorsitzende je ein Präsent.
Ehrungen verdienter Mitglieder und Neuaufnahmen (Bild: Markus Kindl)

Feuerwehr Oberlind zeichnet treue Mitglieder aus

Wie wichtig auch die Ortsteilfeuerwehren sind, zeigte der Jahresbericht von Kommandant Markus Kindl. Im letzten Jahr rückten die Floriansjünger zu 25 Einsätzen aus. Derzeit besteht die Wehr aus 62 Aktiven, welche in drei Gruppen, eine Atemschutzgruppe, eine Damengruppe und eine Jugendgruppe aufgegliedert sind. Über das ganze Jahr verteilt standen neben den Übungen auch wieder viele Ausbildungsveranstaltungen und Lehrgänge auf dem Programm, an welchen zahlreiche Mitglieder teilnahmen. Ein Höhepunkt war die gemeinsame Übung mit dem Roten Kreuz. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Atemschutzausbildung. Die neue gegründete Atemschutzgruppe der Oberlinder Wehr verfügt mittlerweile über 13 Mitglieder, welche nun regelmäßig die vorgeschriebenen Übungen absolvieren müssen. Besonders Kommandant Markus Kindl ist sehr stolz, dass es gelungen ist, diese in so kurzer Zeit aufzubauen. Im vergangenen Jahr nahmen erstmals vier Atemschutzgeräteträger am Atemschutzleistungsbewerb in Mitterteich teil. Auch Vorsitzender Albert Herrmann konnte zahlreiche Mitglieder für ihre langjährige Treue zur Feuerwehr auszeichnen. Für 25 Jahre wurden Johannes Bayerl, Monika Kellner, Hildegard Kiesl, Martin Scherer, Manuel Wittmann, Thomas Zitzmann und Thomas Zielbauer ausgezeichnet. Eine Urkunde für 40 Jahre Mitgliedschaft wurde an Josef Schieder verliehen. Für 60 Jahre treue Mitgliedschaft konnte an Alois Beierl und Alfred Uschold eine Urkunde überreicht werden. Ehrenmitglied Konrad Zitzmann sen. hält der Wehr seit 70 Jahren die Treue. Zu seinem 80. Geburtstag wurde Johann Schmucker zum Ehrenmitglied ernannt. Ebenso wurden Ehrenmitglied Otto Riedlbauer und Ehrenvorsitzender Michael Kindl für ihre lange Treue zum Verein geehrt. In den Reihen der Linder Feuerwehr konnten Thomas Essler, Linda Hinderlich, Katharina Portner und ebenso 2. Bürgermeister Uli Münchmeier per Handschlag begrüßt werden. Überdies informierte Kommandant Markus Kindl über die Fortschritte auf der Baustelle im Feuerwehrhaus und das geplante neue Feuerwehrfahrzeug. Der Dank für die Unterstützung dieser beiden Projekte richtete sich hier vor allem an Bürgermeister Andreas Wutzelhofer und die Stadt Vohenstrauß. Albert Herrmann informierte zuletzt noch über anstehende Termine im laufenden Jahr.
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