Das Einsatzspektrum der Feuerwehren ist sehr breit gefächert. Um die verschiedenen Handgriffe weiter zu vertiefen und auch die lebensrettenden Sofortmaßnahmen zu schulen, führte die Feuerwehr Oberlind eine größere Übung auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Obernankau durch. Oft sind bei einer Meldung noch nicht alle Einzelheiten bekannt und erst beim Eintreffen an der Einsatzstelle setzt sich dann das Bild genauer zusammen. In diesem Fall informierte der Besitzer des Anwesens darüber, dass in einem Lagerraum eine starke Rauchentwicklung vorhanden sei und vier seiner Mitarbeiter sowie ein Kind nicht mehr aufzufinden wären. Während eine Gruppe die Wasserversorgung sicherstellte, machte sich der Atemschutztrupp bereit, den verrauchten Lagerraum näher zu untersuchen. Die andere Gruppe musste die Personensuche übernehmen. Da das Anwesen sehr weitläufig und es mittlerweile auch finster geworden war, wurden durch diese Umstände der Einsatz noch weiter erschwert. Ebenso stellte der Stall als Einsatzort die Feuerwehrleute vor besondere Herausforderungen, da man die Tiere möglichst wenig beunruhigen soll. Ebenso war das Rote Kreuz mit vor Ort und unterstützte die Einsatzkräfte bei ihren Tätigkeiten und der Versorgung der Patienten. Nachdem die Übung abgeschlossen war, wurde nochmals in der Runde eine Besprechung abgehalten, wo auch im Bereich der Ersten Hilfe noch viele Tipps von Heinrich Rewitzer und Josef Sollfrank weitergegeben wurden. Kommandant Markus Kindl, welcher die Übung ausgearbeitet hatte, dankte dem Eigentümer Wolfgang Beierl für die Bereitstellung der Örtlichkeit und sprach auch den Kräften der Oberlinder Wehr, welche mit 20 Personen vertreten waren, ein großes Lob für ihre Teilnahme und ihre sehr gute Arbeit aus.