Von der Stärke-Rezeptur zum zweiten Platz im Fachgebiet Chemie: Johanna Schafbauer und Liselotte Waldherr, beide im Jahrgang Q12 am Ortenburg-Gymnasium, überzeugten beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ unter dem Motto „Maximale Perspektive“.
Dass Chemie nicht nur aus dem Lehrbuch kommt, sondern echte Lösungen für die Zukunft bietet, haben die beiden Q12-Schülerinnen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Im Rahmen des Regionalwettbewerbs von „Jugend forscht“, der 2025 an der OTH Amberg-Weiden stattfand, überzeugten sie die Fachjury „Chemie“ mit einer durchdachten und anschaulichen Präsentation ihrer Forschungsarbeit. Neben der praktischen Arbeit erstellte das Duo bereits im Vorfeld eine fachlich fundierte schriftliche Ausarbeitung, welche die präzise wissenschaftliche Vorgehensweise dokumentierte.
Das Ziel der beiden: Den Bastelbedarf nachhaltiger gestalten. Ihr Ergebnis ist ein biologisch abbaubarer Kleber auf Stärkebasis. Um dessen Praxistauglichkeit zu beweisen, gingen die Schülerinnen systematisch und naturwissenschaftlich fundiert vor. Mit Gewichten von bis zu 5 kg prüften sie die Haftung ihrer Rezeptur.
Doch Nachhaltigkeit hört nicht bei der Herstellung auf. In Kompostierversuchen konnten sie die biologische Abbaubarkeit des Klebers nachweisen. Und da dieser wasserlöslich ist, wäre auch das Recycling von Papier erleichtert. Dies überprüften die Jungforscherinnen in Versuchen zum Papierschöpfen.
So konnten die zwei Schülerinnen einen weiteren Baustein für das MINT-EC-Zertifikat sammeln, welches das Ortenburg-Gymnasium als MINT-Excellence-Center-Schule mit dem Abitur an naturwissenschaftlich engagierte Schülerinnen und Schüler verleihen darf.