Am Neujahrsmorgen konnten Moosbacher und Urlaubsgäste in Nähe des Marktplatzes nicht lange schlafen. Denn die Moosbacher Böllerschützen schossen am Marktplatz mit der festlichen Reihe -„gemeinsamer Salut - schnelle Reihe – Doppelschlag - Echoschießen und gemeinsamer Salut“ das neue Jahr 2026 an. Erneut ließen damit die Schwarzpulver-Schützen ihre Böller krachen. Seit 2016 wird dadurch der Brauch, das neue Jahr anzuschießen, gepflegt.
Kommandant und Böllermeister Harald Köcher und der Vorsitzende der Böllerschützen Matthias Hammerl begrüßten im Namen aller Anwesenden die Böllerschützen, die Gäste und Moosbachs ersten Bürgermeister Armin Bulenda. Harald Köcher erläuterte die Schussbilder und wünschte allen Bürgern und den Urlaubern ein gutes neues Jahr. Auch erster Bürgermeister Armin Bulenda dankte den Böllerschützen für die Durchführung dieser schönen und alten Tradition.
Die Moosbacher Böllerschützen bewiesen damit erneut ihre über 500 Jahre alte Geschichte. Schon im 15. Jahrhundert bestand ein intaktes Schützenwesen im Raum Moosbach. Im 18. Jahrhundert wurden die Böllerschützen von den Lichtenstern-Pflegern des Amtes Treswitz besonders gefördert. Immer wieder hatten sie bei festlichen Ereignissen ihre Auftritte. In der Chronik kann man auch lesen, dass bei der Grundsteinlegung für die Wallfahrtskirche „Zur Wies“ bei Moosbach am 19. Juni 1848 die Schützen in der feierlichen Prozession von der Pfarrkirche Moosbach zum Bauplatz der Wieskirche mit marschierten und ihre Böller abfeuerten. Heute sind die Moosbacher Böllerschützen bei großen Ereignissen sowie bei der Beerdigung von Kriegsveteranen nicht mehr wegzudenken.
Die „Böllerer“ wünschten dadurch der Bevölkerung ein glückliches, gesegnetes Neues Jahr 2026. Bürgermeister Armin Bulenda dankte und wünschte allen ein unfallfreies Brauchtumsschießen.