Unter dem Motto: „Sauerteig & Brotbacken“ hatte der Frauenbund in den Pfarrsaal eingeladen. Über 50 interessierte Teilnehmerinnen und Hobby-Brotbäckerinnen nahmen daran teil. Referent war der leidenschaftliche Bäckermeister Franz Vieracker. Wie er sagt, „lebt er mit seiner Frau Susanne ihren Traum mit einer einzigartigen Sauerteig-Backstube „dem Brotschatz“ in Paulsdorf bei Amberg“. Nach der Vorstellung ging er auf sein Handwerk ein. Sie verwenden für ihre Brote, handwerkliche Erfahrung, Wissen, Geduld und Liebe zum Produkt mit hochwertigen regionalen Zutaten wie Mehl, Wasser, Salz und sehr viel Zeit. Sie backen Premium-Sauerteigbackwaren, mit einem unvergleichlichem Geschmack, einer besonders knackigen Kruste und einer Bekömmlichkeit sowie einer sehr langen Frischhaltung. Ihre selbstgezogenen Roggen-, Weizen- und Dinkel-Vollkorn-Sauerteige sind so triebstark, dass sie es ermöglichen, ohne zugesetzte Backhefe zu arbeiten. Jedes ihrer Brote wird behutsam wie ein Schatz von Hand aufgearbeitet. Er versucht jedoch natürlich und neutral zu backen. Beim Vollkornmehl habe man immer die volle Dosis an Mineralstoffen und Ballaststoffen. Vollkornbrote mit den Ballaststoffen säubern den Darm. Er informierte über die Brotgetreide aus Weizen, Dinkel, Roggen, Emmer und Einkorn und deren Mehle. Hinter den Mehlen steht immer eine Zahl. Je höher die Typenzahl ist desto höher sind Schalenanteile, Mineralstoffe und Ballaststoffe im Mehl. Besser ist es immer eine höhere Type zu nehmen. Dinkelmehl ist eine Weizensorte und habe mehr Gluten als Weizenmehle. Jedoch hob er das gesunde Dinkelvollkornmehl hervor. Vieracker informierte über das Fermentieren von Vollkornmehlen. Bei seinen Broten verwendet er auch Gewürze. Sauerteige aus Roggen und Weizen hatte der Referent als Ansichtsmaterial dabei. Roggensauerteig ist robuster. Auf das Ansetzten von Sauerteig ging er ein, das etwa zwei Monate dauert. Ein gutes Sauerteigbrot schmeckt nicht sauer, so der Fachmann. 80 % des Geschmacks eines Brotes ist in der Kruste. Brot nie bei Umluft backen. Auch der Römer- oder Tontopf kann verwendet werden. Er gab viele Tipps und Anregungen. Sechs verschiedene Brotsorten hatte er aus seiner Backstube zum Probieren mitgebracht. Zahlreiche Fragen hatte der Bäckermeister zu beantworten. Er wünschte den Bäckerinnen ein gutes Gelingen. Für den sehr aufschlussreichen und informativen Brotbackabend dankte Vorsitzende Angelika
Hierold den Bäckermeister Vieracker.