Der Weltgebetstag der Frauen aller Konfessionen stand heuer unter dem Thema: „Kommt! Bringt eure Last“. Frauen aus Nigeria, ein Staat in Westafrika, am Atlantik gelegen, haben ihn zusammen gestellt. Pfarrer Udo Klösel konnte dazu die Frauen zu diesem Gebetsabend in der Pfarrkirche begrüßen. Der Frauenbund hatte dazu eingeladen. Elisabeth Kraus, Vorsitzende Angelika Hierold, Johanna Putzer, Annemarie Bock und Erika Prem trugen dazu die Gebetstexte vor. Dazu gab es Hintergrundmusik und auch das Lied „God is so good“ von den nigerianischen Christinnen. Sie sind nicht gebrochen, sie arbeiten weiter und hoffen und beten für ein anderes besseres Nigeria. Dabei wurde auch ein Stein-Gang gemacht. Symbolisch legten die Frauen einen Stein auf ein Kreuz, das für die Lasten und Sorgen steht. Mit einer Kollekte sollen Frauen und Mädchen weltweit unterstützt werden. Nach dem gemeinsamen Beten waren alle Besucherinnen in das Pfarrheim eingeladen wo es weitere Informationen über Land und Leute gab. Bis zur Unabhängigkeit im Jahr 1960 war Nigeria britische Kronkolonie. Daraus entwickelte sich dieser Vielvölkerstaat mit 514 Sprachen und Dialekten. Nigeria ist mit über 230 Mio. Menschen das bevölkerungsreichste Land Afrika mit einer der jüngsten Bevölkerung weltweit. Die Hauptstadt ist seit 1991 Abuja, früher Lagos und die Amtssprache Englisch. Obwohl Nigeria ein aufstrebendes Wirtschaftsland mit Öl, Gas und Gold reiche Bodenschätze ist, leiden viele Menschen unter großer Armut, sondern auch unter der weit verbreiteten Gewalt zu Haus und auf der Straße. Kriminalität, Bandüberfälle, Vergewaltigung und Korruption gehören zum Alltag. Die Grausamkeit der islamitischen Terrorgruppe Boko Haram ist weltweit bekannt. Geschätzte Religion: Muslime 53,5%, christliche Kirchen 45,9%, darunter römisch-katholisch 10,6% und Sonstige 0,6%. Die Vorsitzende Maria Bayer-Schmidt hatte mit ihrem Team im Pfarrheim Gerichte mit Süßkartoffeln, Reis, Kuchen mit Kokos als Kostproben aus der nigerianischen Küche zum Probieren vorbereitet.