„Klartext unter Brüdern und Schwestern– franziskanisch streiten, christlich versöhnen“ – unter diesem Leitgedanken stand das Fahrenbergfest zum Fest Mariä Geburt, zur 74. Männer- und Familienwallfahrt der nördlichen Oberpfalz Zahlreiche Gläubige waren dazu zum „Heiligen Berg der Oberpfalz“ gekommen. Bereits am Morgen machten sich die ersten Pilger auf den Weg. Um 9.15 Uhr zog eine Pilgergruppe, darunter auch Wallfahrer von der Männerkongregation Pfreimd von der Pfarrkirche St. Sebastian in Waldthurn hinauf zum Fahrenberg. Höhepunkt des Wallfahrtstages war um 10.30 Uhr der Festgottesdienst am Freialtar. Die Trachtenkapelle Waldthurn begleitete den feierlichen Einzug der Fahnenabordnungen der Marianischen Männerkongregationen aus Pilsen, Waldthurn, Vohenstrauß, Speinshart, Kemnath, Kulmain, Nabburg, Pfreimd, Luhe, Pressath und Mockersdorf.
Hauptzelebrant Diözesanmännerseelsorger Domvikar Dr. Christian Schulz fragte in seiner Predigt wie können Christen miteinander umgehen, wenn es Streit, Verletzungen oder Schuld gibt? Dabei ging es um die franziskanische Haltung im Umgang miteinander und die Frage, wie auch bei unterschiedlichen Ansichten ein christliches Miteinander und Versöhnung gelingen können.
Jesus Christus war ein Freund von klaren Worten. Er hat unverblümt das gesagt, was er sagen musste. Die Menschen haben erkannt, dass er ihnen ins Herz hineinsprechen will, er hatte immer den liebenden und herzhaften Blick. „Auch wenn der andere schuldig geworden ist, bleibt er Bruder oder Schwester und ein geliebtes Kind Gottes“, so Schulz. Gerade hier sah der Diözesanmännerseelsorger eine Verbindung zum heiligen Franz von Assisi, dessen Jubiläumsjahr den Wallfahrtstag zusätzlich prägte. Franziskus stehe für Demut, Barmherzigkeit und einen respektvollen Umgang mit dem Menschen.
Mit der Marienandacht am Nachmittag in der Wallfahrtskirche fand das 4. Fahrenbergfest am Fest Mariä Geburt seinen feierlichen Abschluss.