Wenn heute „Mission” oft hinterfragt wird – ja selbst kirchliche Stellen sich bemühen, das Wort aus ihrem Vokabular zu streichen, dann machte der Vortrag von Pfarrer und Missionar Werner Strauß wieder Mut! Mut zurück in die Geschichte zu schauen und Mut weiterhin die Frohe Botschaft von Jesus Christus zu verkündigen – das ist Teil der Mission. Pfarrer Strauß berichtete von seiner Reise zurück in die Vergangenheit, die er mit seinem jüngsten Sohn Micha unternahm, um nach fast 40 Jahren seine ehemalige Missionsstation im Hochland von PNG zu besuchen. Dass Strauß seinem Dekanat in PNG viel mehr brachte als nur die Bibel, wurde durch die dankbaren Kommentare seiner Schüler deutlich: Schweinemast, Schule, Krankenhaus und vieles mehr begründete er und „die Mission” – damit ein viel besseres Leben im Frieden. Hier wurde die Mission in den letzten Jahren in Frage gestellt. Doch die Frage wendete sich meist an die Falschen, an Menschen, die in der Mission arbeiteten oder mit ihr verbunden sind und nicht an Menschen, die Mission erlebten. Werner Straus konnte in seinem modernen Lichtbildervortrag deutlich machen, wie sich das Land in den letzten 40 Jahren positiv verändert hat. Dazu kam „die Liebe, Freundschaft und Wertschätzung” welche er erleben durfte. Wie dankbar die Menschen von damals für seine Arbeit waren, wurde in vielen Beiträgen in den sogenannten Sozialen Medien dokumentiert, welche Werner Stauß auszugsweise zeigte. Kurz vor Beginn der Synode der Evangelisch-Lutherischen-Kirche von Papua-Neuguinea kam er an. Er erlebte und fotografierte, wie alle zusammenhalfen, damit genug Unterkünfte und Verpflegung für die vielen Hundert Besucher und Besucherinnen da waren. Nach Beginn der Synode weckte ein Posaunenchor aus allen Teilen des Landes die Teilnehmer. Die freundlichen, glücklichen Menschen, welche ihm immer wieder umarmten und ihre Dankbarkeit für seine Arbeit ausdrückten bestärkten Strauß auch in seinem persönlichen Glauben, auch in seinem Alter konnte dieser noch wachsen! Bereichert wurde der Vortrag noch durch ein Späßchen über den Paradiesvogel (auf seinem T-Shirt hatte Werner Strauß einen) – und er meinte: Er als Vogel (Strauß) hätte das Recht über den anderen Vogel zu witzeln. Zum Schluss bekam die Zuhörerschar noch Gelegenheit Fragen zu stellen. Die wurden aber dann begrenzt, da Herr und Frau Strauß zurück nach Neuendettelsau mussten, um das Endspiel des Handballteams anzusehen.