Straßburg, malerische Weindörfer, imposante Burgruinen, elsässischer Flammkuchen und ein Spaziergang durch das romantische „La Petite France“ – die gemeinsame Kulturfahrt der Siedlergemeinschaft und des OWV Waldthurn bot vom 11. bis 13. September ein abwechslungsreiches Programm und jede Menge Gelegenheit zur Geselligkeit. Drei Tage lang standen Kultur, Landschaft, kulinarische Genüsse und vor allem das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt.
Pünktlich um 6.00 Uhr startete die Reise mit dem Bus- und Reiseunternehmer Albert Wolf aus Eslarn. Gegen Mittag erreichte die Gruppe das Restaurant Ochsen in Kehl-Kork, zum gemeinsamen Mittagessen.
Anschließend ging es über den Rhein und die Europabrücke nach Straßburg. Bei einer Stadtrundfahrt, begleitet von einem unterhaltsamen Gästeführer, wurden den Reiseteilnehmern interessante Sehenswürdigkeiten der europäischen Hauptstadt gezeigt und ausführlich erklärt.
Um 14.00 Uhr stand mit dem Besuch des Europäischen Parlaments ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm. Dabei konnten die Teilnehmer interessante und intensive Einblicke in die Arbeit und Bedeutung dieser wichtigen europäischen Institution gewinnen.
Gegen 18.00 Uhr erreichte die Gruppe das Hotel in Kehl. Der moderne Stadtteil rund um das Hotel wurde erst vor rund 20 bis 25 Jahren neu errichtet und liegt unmittelbar an der Europabrücke in Deutschland.
Der weitere Abend stand zur freien Verfügung. Einige Teilnehmer nutzten die angenehmen Temperaturen und fuhren mit der Bahn noch einmal nach Straßburg, während andere in Kehl blieben, um dort eine gemütliche Lokalität aufzusuchen.
Durch die Weinberge des Elsass
Nach einem ausgiebigen Frühstück startete die Gruppe am Samstag um 9.00 Uhr zu einer ganztägigen Reise durch das Elsass entlang der berühmten Weinstraße. Herrliche Landschaften, zahlreiche historische Orte und imposante Burgruinen konnten während der Fahrt bestaunt werden. Besonders beeindruckend waren die sogenannten „Drei Exen“ – Dagsburg, Wahlenburg und Burg Weckenmund –, die hoch über der Landschaft thronten.
Der Gästeführer sorgte unterwegs mit zahlreichen Informationen und Geschichten. Dabei konnte man nicht nur schöne Ausblicke genießen, sondern auch viel über die Region erfahren.
Ein Höhepunkt der Rundfahrt war der Aufenthalt in Eguisheim. Das malerische Weindorf begeisterte mit seinen engen, verwinkelten Gassen, bunten Fachwerkhäusern und der für den Ort typischen ringförmigen Anlage. Bei einem gemeinsamen Rundgang wurde die historische Altstadt erkundet. Auch die zentral gelegene Kapelle St. Leo durfte dabei nicht fehlen.
Anschließend blieb genügend Zeit, Eguisheim auf eigene Faust zu erkunden. Und was wäre ein Besuch im Elsass ohne ein Gläschen Wein oder Sekt? Ein guter Grund, eine romantische Weinstube aufzusuchen und sich ein köstliches Tröpfchen Elsässer Wein zu gönnen.
Colmar und Lady Liberty
Die Reise führte weiter nach Colmar, das sich gerne als Hauptstadt der elsässischen Weine bezeichnet. Die Stadt beeindruckte mit ihrer schönen Altstadt, farbenfrohen Fachwerkhäusern, historischen Gebäuden und romantischen Kanälen. Besonders das berühmte Viertel „La Petite Venise“ – Klein Venedig – zog die Blicke der Besucher auf sich.
Colmar ist außerdem die Geburtsstadt verschiedener berühmter Künstler. Einer der bekanntesten ist der Bildhauer Frédéric-Auguste Bartholdi, der Schöpfer der Freiheitsstatue auf Liberty Island in New York. Eine kleine „Lady Liberty“ Nachbildung von 12 m Höhe erinnert deshalb auch in Colmar an den berühmten Sohn der Stadt und steht dort inmitten eines Kreisverkehrs.
Selbstverständlich kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Beim gemeinsamen Mittagessen wurden unter anderem elsässische Flammkuchen serviert und dazu das eine oder andere Glas Wein genossen.
Straßburg bei Nacht
Am Abend bot sich nochmals die Gelegenheit, Straßburg und sein französisches Ambiente zu genießen. Ein Spaziergang durch „La Petite France“, das historische und besonders malerische Altstadtviertel, war an diesem lauwarmen Herbstabend etwas ganz Besonderes.
Die zahlreichen Kanäle, wunderschönen Fachwerkhäuser und die mit farbenprächtigen Blumen geschmückten Brücken boten eine herrliche Kulisse. Besonders der Blick auf das imposante Münster – das Münster Unserer Lieben Frau zu Straßburg /Cathédrale Notre-Dame – sorgte für großes Staunen.
Durch die romantischen Gassen mit ihren gemütlichen Restaurants, kleinen Cafés und Bars ließ sich das französische Lebensgefühl wunderbar erleben. Bei leckeren Mahlzeiten und köstlichen Getränken ließ man den ereignisreichen Tag gemütlich ausklingen.
La Petite France und die Ill
Am Abreisetag stand noch eine 70-minütige Schifffahrt auf der Ill auf dem Programm.
Bevor es jedoch so weit war blieb ausreichend Zeit, um nach Souvenirs zu stöbern oder noch die eine oder andere elsässische Spezialität zu erwerben. Für einige Teilnehmer bot sich zudem die schöne Gelegenheit, im Münster die Heilige Messe mitzufeiern.
Während der Schifffahrt konnte die Gruppe das kulturelle Erbe und die historischen Schätze der europäischen Hauptstadt aus einer ganz besonderen Perspektive entdecken.
Die ruhige Fahrt auf der Ill bot dabei Gelegenheit, die vielfältigen Eindrücke der vergangenen Tage Revue passieren zu lassen. So fand eine erlebnisreiche Reise einen schönen und zugleich entspannten Abschluss.
Wieder in Waldthurn angekommen, waren sich alle Wochenendausflügler einig: Die drei Tage waren viel zu schnell vergangen. Die gemeinsame Fahrt bot eine gelungene Mischung aus Kultur, Landschaft, kulinarischen Genüssen und vor allem viel Geselligkeit.
Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ galt deshalb den Organisatoren Ludwig Eger und Bernhard Karl, die diese gelungene Kulturfahrt bestens vorbereitet und organisiert hatten.
Johanna Grünauer